Fotos: Michel Ickler

Auszeichnung für Bachrainer Nikoläuse

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

Bachrain/Wiesbaden - Die Nikolausaktion Bachrain wurde von der Hessischen Landesregierung als Initiative des Monats ausgezeichnet. Seit 51 Jahren besuchen die Bachrainer Nikoläuse in der Vorweihnachtszeit ehrenamtlich Familien, Kindergärten, Schulen Vereine und Firmen.

Von unserem Redaktionsmitglied Michel Ickler

Gut 300 Mal klopfen Nikolaus und Knecht Ruprecht an Türen der Region und beglücken diverse Familien und Einrichtungen mit ihrer Anwesenheit. Vor 51 Jahren fingen die bärtigen Gesellen mit rotem Gewand an, für den guten Zweck Besuche bei den unterschiedlichsten Personen abzuhalten. Seitdem sammelte die Initiative bereits mehr als eine halbe Millionen Euro und spendet seit 30 Jahren die Honorare an den Verein Lebenshilfe Fulda-Hünfeld, der in der Behindertenarbeit aktiv ist.

Auszeichnung für langjähriges Engagement

Für dieses langjährige Engagement zeichnete Michael Bußer, Staatssekretär der Hessischen Landesregierung, die Aktionsgruppe aus. „Mit ihrer Initiative praktizieren Sie christliche Werte wie Nächstenliebe und Barmherzigkeit“, lobte er. Das Ehrenamt sei eine Win-win-Situation, da die Nikoläuse mit ihrem Einsatz Kindern eine Freude bereiten und damit gleichzeitig etwas Gutes für ihre Mitmenschen bewirken würden. Dies bestätigte der Dienstälteste Nikolaus, Rudi Schleichert, der im Januar seinen 85. Geburtstag feiert. „Die Auszeichnung gibt uns noch mehr Ansporn weiterzumachen. Es gibt nichts Schöneres, als wenn du 25 Kindern in die strahlenden Augen schaust, und sie dir gespannt zuhören.“

16 Teams sind unterwegs

Bis es dazu kommt, ist aber viel Arbeit und Zeit notwendig. Insgesamt 16 Teams, bestehend aus Nikolaus, Knecht Ruprecht und einem Fahrer, sind für die Bachrainer Nikolausaktion unterwegs. „Die Koordination ist bei 16 Gruppen und ungefähr 300 Aufträgen nicht einfach. Wir wollen möglichst viele Kinder glücklich machen“, erklärte Telefon-Engel Claudia König, die die Anrufe für die Buchungen der Nikoläuse entgegennimmt und koordiniert. „Wir sind stolz, solche Menschen in der Gemeinde zu haben. Es ist eine ganz tolle Aktion, die viel Gutes tut“, ergänzte Künzells Bürgermeister Timo Zentgraf (parteilos).

30 Minuten für jede Bescherung

Das Drei-Gespann hat nämlich 30 Minuten Zeit, um den Besuch abzustatten und anschließend zur nächsten „Bescherung“ zu fahren. Eine gute Planung und gute Ortskenntnisse seien dabei das A und O verdeutlichte König. Zudem existieren neben den Nikoläusen noch zwei Gewandhaus-Engel, Tanja Stöckel und Silke Knittel, die für die Logistik und die Instandhaltung der Kostüme zuständig sind. Denn jeder Nikolaus und jeder Knecht Ruprecht hat sein eigenes Kostüm.

Nikolaushonorar für Besuche

Die Nikoläuse können von allen möglichen Personen oder Firmen gebucht werden. Für den Besuch wird ein Nikolaushonorar entrichtet. „Sie schenken vielen Kindern zur Weihnachtszeit Freude und helfen Menschen mit Behinderung. Mit diesem Engagement und einem großen Herzen tragen sie seit vielen Jahrzehnten zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei“, unterstrich Bußer und übergab dem Leiter der Gruppe, Bernd Hendler, eine Urkunde für die Initiative des Monats November und den Anerkennungsbetrag in Höhe von 500 Euro.

Landesregierung Hessen zeichnet Vereine seit 2004 aus

Seit dem Jahr 2004 zeichnet die Landesregierung Hessen monatlich engagierte Vereine, Initiativen oder Freiwilligenagenturen mit dem Preis „Initiative des Monats“ aus. Als Anerkennung erhalten die Gewinner, die sich mit ihrer Initiative online unter „Gemeinsam-Aktiv“ bewerben können, einen Anerkennungsbetrag von 500 Euro.

  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren