Mit dem Auto bis nach Jordanien: Fuldaer Team startet bei Rallye Allgäu–Orient

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Fünf Freunde aus der Region machen sich auf den Weg nach Jordanien: Sie nehmen im Mai an der Rallye Allgäu–Orient teil und stecken zurzeit mitten in den Vorbereitungen auf den 6500-Kilometer-Marathon.

So ganz gescheit können die Fuldaer Ralf Wild, Julian Müller und Thomas Reger sowie der Schottener Julien Trapp und Norbert Franz aus Bad Nauheim nicht sein. Mit drei mindestens 20 Jahre alten oder maximal 1111 Euro billigen Autos wollen sich die fünf – einen sechsten Mitstreiter suchen sie noch – unter dem Motto „Schrott goes Offroad" auf den Weg in den Orient machen. Das ist das Konzept der Rallye Allgäu-Orient, die im Mai zum zehnten Mal ausgetragen wird.

Und die Mannschaft um den 53-jährigen Wild ist nicht alleine. Es gibt so viele Abenteurer und Verrückte, dass alle 111 Startplätze wenige Minuten nach Beginn der Einschreibefrist vergangenen Juli vergeben waren, obwohl der Startschuss zum Anmelden nachts um 3.33 Uhr erfolgte.

Der gute Zweck wird auch nicht vernachlässigt

Allgäu–Orient heißt aber nicht nur Abenteuer und Spaß. Bei der zweitlängsten Rallye der Welt steht der gute Zweck an einer vorderen Stelle. Ein Teil der Startgelder in Höhe von je 222 Euro geht an karitative Einrichtungen vor Ort, weshalb der jordanische Kronprinz die Schirmherrschaft übernommen hat. So wurden in der Vergangenheit schon Hörgeräte an jordanische Kinder gespendet; das Fraunhofer-Institut richtete mit der Uni Jerash ein Wasserlabor ein oder studierende Beduinen erhielten Stipendien. Die Einsatzfahrzeuge werden am Ziel in Amman übrigens versteigert, was die Spendensumme noch mal vergrößert.

Bevor die Teilnehmer vom Ziel träumen, wartet aber viel Arbeit auf die Rallye-Verrückten: Die Autos müssen vorbereitet werden, damit sie die Torturen unterwegs zumindest so gut überstehen, damit sie überhaupt das Ziel erreichen.

Das Team sucht noch Sponsoren

Ralf Wild und seine Kumpels stecken bereits in den Vorbereitungen. Schnell merkten sie, dass die Rallye Allgäu–Orient nicht nur ein arbeitsträchtiges Unterfangen ist. „Da kommen trotz der stark reglementierten Fahrzeugpreise enorme Kosten auf uns zu, weshalb wir uns über Sponsoren freuen", sagt Wild, der seine Brötchen als Geschäftsführender Gesellschafter des Fuldaer Sondermetallhandelshauses REM verdient und der an Unternehmer türkischer oder arabischer Herkunft denkt: „Es wäre doch nicht schlecht, wenn Fuldaer Firmen mit ihrem Schriftzug auf unseren Einsatzfahrzeugen in halb Europa und bis in den Orient vertreten wären."

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