Wer mit dem Haustier in den Urlaub will, sollte sich vorab über die Reisebestimmungen im In- und Ausland informieren. / Foto: Fotolia

Was Autofahrer bei der Reise mit Tieren beachten müssen

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Berlin/Fulda - Wenn es in den Urlaub geht, möchten viele Tierliebhaber auf ihre Haustiere nicht verzichten. Bei Reisen ins Ausland sollte jedoch auf die Einreisebestimmungen geachtet werden. Mitunter droht an der Grenze ein Einreiseverbot.

„Die Einreisebeschränkungen für Tiere sind von Land zu Land unterschiedlich; sie ändern sich außerdem oft. Autofahrer, die ein Tier über die Grenze mitführen wollen, sollten sich die aktuellen Bestimmungen rechtzeitig ansehen. Sonst kann der Urlaub bereits am Grenzübergang zu Ende sein“, warnt Mathias Voigt, Rechtsanwalt und Vorsitzender des Verbands für bürgernahe Verkehrspolitik e.V. (VFBV).

In Dänemark dürften beispielsweise 13 Hunderassen nicht einreisen, da sie als gefährlich eingestuft wurden. Auf der Liste der in Dänemark verbotenen Tiere stünden unter anderem. Pitbull Terrier oder Amerikanische Bulldoggen. „Wer das erst am Grenzübergang erfährt, darf nicht auf eine Ausnahme hoffen. Die Einreise wird dann schlichtweg verweigert“, erklärt Voigt. Neben der Kennzeichnung des Tieres durch einen Mikrochip ist auch der Nachweis über eine bestehende Tollwutimpfung erforderlich. Fehlt diese, wird die Einreise ebenfalls verweigert. Es könne aber auch dazu kommen, dass das Tier auf Kosten des Besitzers in Quarantäne genommen wird, bis es die gesundheitlichen Anforderungen erfüllt. In letzter Instanz dürften die ausländischen Behörden das Tier sogar einschläfern, berichtet der VFBV.

Wer sein Haustier im PKW transportiert, der sollte zwei wesentliche Voraussetzungen für den Tiertransport im Gedächtnis behalten: Das Wohl des Tieres muss zu jedem Zeitpunkt der Fahrt gewährleistet sein. Gleichzeitig darf beim Tiertransport auch die Verkehrssicherheit für alle weiteren Verkehrsteilnehmer nicht vernachlässigt werden. Durch die korrekte Sicherung des Tieres im Auto lassen sich zudem Unfälle vermeiden, die etwa durch Ablenkung des Fahrers aufgrund eines unruhigen Tieres entstehen könnten. Zwar bestehe keine Anschnallpflicht für mitfahrende Haustiere, wohl aber eine Pflicht zur Sicherung: Da Tiere laut StVO als Ladung gelten, ist ihre Sicherung gesetzlich vorgeschrieben. Mit gutem Grund: Wird ein nicht gesichertes Tier bei einer plötzlichen Bremsung durch den Innenraum geschleudert, kann sein Aufprall tödliche Kollisionen mit anderen Insassen verursachen. Um dies zu vermeiden, sollte die Tiersicherung durch Vorrichtungen wie Transportboxen oder spezielle Anschnallgurte vorgenommen werden. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite www.bussgeldkatalog.org.

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