Autobahnanschluss-Stelle Fulda-Nord.
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Die roten Dächer über der eigentlichen Tankstelle sind erhalten geblieben. Rechts entsteht das neue Tankstellengebäude.

Neuer Rasthof mit Tankstelle

Autobahnanschluss Fulda-Nord: Entsteht hier ein Fastfood-Restaurant?

  • Volker Nies
    vonVolker Nies
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Langsam lässt sich in Teilen erahnen, wie der neue Rasthof an der Autobahnanschluss-Stelle Fulda-Nord aussehen könnte. Seit einigen Wochen wird an den neuen Gebäuden für den Autohafen gearbeitet.

  • Mehr als 50 Jahre gab es an der Autobahnanschluss-Stelle Fulda-Nord einen Rasthof mit Tankstelle.
  • Seit wenigen Wochen wird an einem neuen Autohafen gearbeitet.
  • Dort soll es 50 Lkw-Stellplätze geben. Außerdem kommt der Bau eines Fastfood-Restaurants infrage.

Fulda - Die Raststätte an der Kreuzung von A 7 und B 27 war im Laufe der Jahrzehnte zu einer Institution geworden. Mehr als 50 Jahre gab es den Autohafen mit Tankstelle und Rasthof. Brummipiloten trafen sich hier zum Stammtisch, viele Reisende aus Skandinavien machten hier auf ihrem Weg in den Urlaub in Europas Süden eine längere Rast.

Ende Oktober 2019 schloss die Raststätte. Der Eigentümer der Immobilie äußerte sich auf Anfragen unserer Zeitung zu seinen weiteren Plänen für das Gelände nicht. Klar war schon vor der Schließung im Grundsatz, dass es einen vollständigen Neubau des Autohofes geben sollte. Danach begannen die Abrissarbeiten, die das Unternehmen Weider Erdarbeiten aus Eichenzell übernahm.

Autohafen Fulda-Nord: Platz für 50 Lkw

Jetzt wird seit einigen Wochen nicht mehr abgerissen, sondern aufgebaut. Die Bauarbeiten erfolgen unter den Blick von Tausenden von Autofahrern, die täglich auf der Autobahn und der Bundesstraße an der Baustelle vorbeikommen. „Beantragt und genehmigt ist der Neu- beziehungsweise Umbau eines Restaurantbetriebs auf dem (Teil)-Gelände der bisherigen Hotel- und Wohngebäude. Der Bauantrag wurde im Herbst 2019 genehmigt. Die Abrissgenehmigung lag seit Mitte Januar vor. Abgerissen wurden alle Gebäude außer den eigentlichen Zapfanlagen und dem Verkaufsraum“, sagt Johannes Heller von der Pressestelle der Stadt Fulda.

Ziel der Umgestaltung des Areals sei auch eine Neuordnung und Ausweitung der Lkw-Stellplätze. Bisher war dort Platz für 38 Lkw, künftig werden es auf derselben Fläche 50 Lkw sein. Die Erhöhung der Zahl der Parkplätze ist auch eine Reaktion auf einen großen Mangel an den deutschen Autobahnen: Lastwagen-Parkplätze fehlen insbesondere abends: Dann beginnt für die Lkw-Fahrer mit dem Ende der höchstmöglichen Dauer der Lenkzeit von neun oder zehn Stunden – die oft spannende Suche nach einem geeigneten Parkplatz für die Nachtzeit. Während der insgesamt etwa ein Jahr dauernden Bauarbeiten fehlen die Parkplätze in Fulda-Nord allerdings.

Bau eines Fastfood-Restaurants ist möglich

Denkbar ist, dass sich die Auto- und Lastwagenfahrer, die in Zukunft an Fulda-Nord Rast machen, mit Fastfood sättigen können, wie Heller von der Stadtverwaltung berichtet: „Möglich ist auf weiteren Teilflächen auch der Bau eines zusätzlichen Fastfood-Restaurant-Betriebs. Dafür ist bisher allerdings noch kein Bauantrag gestellt worden. Die Option dafür besteht jedoch.“

Dass im Norden der Stadt ein neuer, größerer Autohafen entsteht, sieht die Stadt gern, wie Johannes Heller erklärt: „Die Stadt Fulda sieht die Investition am nördlichen ,Eingangstor der Stadt‘ grundsätzlich positiv. Schließlich ist sie ein Bekenntnis zum Standort Fulda-Nord, und sie wertet diesen stark frequentierten Rastpunkt, der ja etwa auf halber Strecke der A 7 zwischen Flensburg und Füssen liegt, auf.“ Gleichzeitig verspreche die Neuordnung der Lkw-Stellplätze, dass sich die angespannte Lkw-Parksituation rund um den Autohafen etwas entspannt.

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