Das Landgericht Fulda hat drei Automatensprenger zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.
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Das Landgericht Fulda hat drei Automatensprenger zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Wer sind die Mittäter?

Landgericht Fulda verurteilt Automatensprenger zu mehrjährigen Haftstrafen

  • Hanna Wiehe
    vonHanna Wiehe
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  • Sebastian Reichert
    Sebastian Reichert
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Drei Männer sind am Mittwoch am Landgericht Fulda zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Alle sind ungarische Staatsbürger und sollen in unterschiedlicher Besetzung Geldautomaten in Hofaschenbach, Uttrichshausen und Mansbach aufgesprengt haben.

Fulda - Ein 42-Jähriger muss für sechs Jahre und sechs Monate in Haft, der 46-jährige sowie der 40-jährige Angeklagte für jeweils sieben Jahre und drei Monate. Das Gericht in Fulda sah es im Automatensprenger-Prozess als erwiesen an, dass die drei Männer im Zeitraum zwischen 2017 und 2019 in unterschiedlicher Besetzung nach Deutschland einreisten, teils mit noch zu ermittelnden Mittätern, um hier Geldautomaten aufzusprengen.

Automatensprenger-Prozess: Landgericht Fulda verurteilt Trio zu mehrjährigen Haftstrafen

Die Männer hatten seit einer Kontrolle im Dezember 2019 bei Dresden in U-Haft gesessen. Sie hatten nach Ansicht der Gerichts im Oktober 2017 einen Geldautomaten in Hofaschenbach gesprengt, im Dezember 2017 in Uttrichshausen und im Februar 2018 in Mansbach.

In Uttrichshausen hatten sie mehr als 264.000 Euro erbeutet. Im Auomatensprenger-Prozess am Landgericht Fulda äußerten sich die Angeklagten nicht zur Sachen. Etliche Zeugen wurden gehört. Es gab Videomaterial, das die Täter aber nur vermummt zeigt.

Zudem existiert ein Blitzerfoto, das kurz nach der Sprengung in Mansbach ganz in der Nähe des Tatorts aufgenommen wurde. Bei einer Polizeikontrolle hatten Beamte in einem Auto Klebeband, einen Elektroschocker, Hebelwerkzeug und eine Geldzählmaschine sichergestellt. Im Navi waren 32 Adressen von Banken eingespeichert.

Der Richter unterstrich die hohe kriminelle Energie der Angeklagten, die alle vorbestraft sind und bereits Gefängnisstrafen abgesessen haben. Nach monatelanger Überwachung hatte die Polizei das Trio festgenommen.

Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Die Verteidiger der beiden 46 und 42 Jahre alten Angeklagten haben bereits angekündigt, Revision einlegen zu wollen. Der Anwalt des 40-Jährigen will erst mit seinem Mandanten sprechen.

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