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Autozulieferer unter hohem Druck: Viele Firmen schließen vorübergehend ganz

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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REGION - Unter den Industriebetrieben haben die Autozulieferer besonders große Probleme, denn die Hersteller haben die Produktion bis auf weiteres komplett eingestellt. Aber nicht alle Zulieferer ächzen.

Bei FFT im Industriepark Fulda-West mit seinen 8509 Mitarbeitern ist Kurzarbeit zumindest bis Ostern kein Thema, 50 Prozent der Mitarbeiter arbeiten im Homeoffice.

Werner Schmid kommt um Kurzarbeit herum

Das Unternehmen Werner Schmid in Kohlhaus arbeitet nicht nur für die Autobranche. Deshalb kommt das Unternehmen bislang um Kurzarbeit herum. Der Kunststoffbereich läuft unverändert weiter, während die Metallverarbeitung stark für die Autobranche tätig ist. „Diese Aufträge sind zu 90 Prozent weggebrochen, aber dafür haben wir die Anfrage eines Medizintechnikherstellers, der Beatmungsgeräte herstellt. Für ihn stehen wir jetzt Gewehr bei Fuß“, sagt Geschäftsführer Matthias Hauß.

Auftragsrückgang gespürt

Die Autobranche ist auch für die JUMO mit ihren 1400 Mitarbeitern in Fulda nur ein Kunde unter mehreren. Sie arbeitet auch für die Lebensmittel- und Pharmaindustrie sowie die Medizintechnik. Aus den anderen Branchen spürte die JUMO in den vergangenen Tagen aber einen starken Auftragsrückgang. „Wir sehen keine positiven Zeichen, die diesen Trend stoppen könnten“, sagt Unternehmer Bernhard Juchheim. Die Mitarbeiter in Produktion und Verwaltung werden deshalb im April im Schnitt mindestens vier Kurzarbeitstage einlegen.

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