Bianca Alt (von links), Selina Dogan Miret, Natascha Hebner und Jörg Wilms. Es fehlen die Azubis: Aylin Lehmann, Anna-Lisa Sturm und Samantha Höfler. / Foto: alt & partner

Azubi-Aktion: Team-Building gehört bei alt & partner dazu

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Region - Die Steuerberatungsgesellschaft alt & partner bildet seit mehr als 30 Jahren aus und beschäftigt aktuell fünf Auszubildende, die an der Azubi-Aktion teilnehmen. Azubis sind für gewöhnlich noch keine Steuerexperten, deshalb erklären wir, was auf der Lohnabrechnung steht.

Von unserem Redaktionsmitglied Michel Ickler

Die Ausbildung zum Steuerfachangestellten dauert in der Regel drei Jahre. In dieser Zeit durchlaufen die Lehrlinge alle Abteilungen und werden von den erfahrenen Kollegen per „learning by doing“ ausgebildet. Zusätzlich zu dem wöchentlichen Berufsschulunterricht erhalten die Azubis Schulungen in verschieden Fachgebieten. „alt & partner ist ein mittelständisches Steuerbüro mit 45 Mitarbeitern. Somit muss jeder Azubi am Ende seiner Ausbildung in allen Bereichen einsetzbar sein“, erklärt Jörg Wilms.

Der Fachkräftemangel ist auch ein Thema in der Steuerberatungsbranche. „Aus diesem Grund bieten wir unseren Azubis neben einer fundierten Ausbildung eine attraktive Vergütung, ein Handy und verschiedene freiwillige Sozialleistungen. Als Kanzlei schaffen wir für unsere Mitarbeiter auch künftig ein zeitgemäßes und attraktives Arbeitsumfeld. Außerdem veranstalten wir regelmäßig Team-Building Maßnahmen und fördern damit einen starken Zusammenhalt“, gewährt Wilms einen Einblick in die Ausbildung.

Hier erklärt unser Redaktionsmitglied Michel Ickler die einzelnen Bestandteile einer Lohnabrechnung:

Lohnsteuer

Diese hängt von der Lohnsteuerklasse und der Höhe des Gehalts ab. Die Lohnsteuer fließt an den Bund (42,5 Prozent), die Länder (42,5 Prozent) und die Gemeinden (15 Prozent), die damit ihre Haushalte finanzieren. Ab einem Jahresgehalt von mehr als 16 900 Euro wird ein Zuschlag von 5,5 Prozent der zu zahlenden Lohnsteuer berechnet, der sogenannte Solidaritätszuschlag. Wenn der Azubi den Freibetrag von 9000 Euro beim Jahreseinkommen unterschreitet, entfällt die Lohnsteuer.

Kirchensteuer

Die Steuer wird nur fällig, wenn eine Mitgliedschaft in einer Religionsgemeinschaft vorliegt, die als Körperschaft öffentlichen Rechts gilt. Die Kirchensteuer fließt direkt an die Religionsgemeinschaften.

Krankenversicherung

Der zu zahlende Beitrag beträgt je nach Krankenkasse ungefähr 14,6 Prozent des Bruttolohns, wobei die Hälfte, also 7,3 Prozent, vom Arbeitgeber bezahlt wird. Die Krankenversicherung übernimmt im Falle einer Krankheit die Kosten für die Behandlung, den Aufenthalt im Krankenhaus, die Reha, Medikamente und bei längerem Ausfall auch das Gehalt des Arbeitnehmers.

Rentenversicherung

Hier übernimmt der Arbeitgeber die Hälfte des Beitrages, welcher insgesamt 18,6 Prozent beträgt. Der Beitrag der Rentenversicherung wird in einen großen „Pool“ einbezahlt, aus dem ehemalige Beschäftigte ihre Rente beziehen. Durch einen Verteilungsschlüssel aus Faktoren wie zum Beispiel Höhe der eingezahlten Beiträge und Anzahl der gearbeiteten Jahre setzt sich die Rentenhöhe zusammen. Dieses Prinzip wird Generationenvertrag genannt.

Arbeitslosenversicherung

Der Beitragssatz beträgt drei Prozent vom Bruttolohn, wobei je 1,5 Prozent von Arbeitnehmer und Arbeitgeber bezahlt werden. Die Arbeitslosenversicherung sichert den Lebensunterhalt von Arbeitslosen durch Arbeitslosengeld. Sie ist sozusagen eine Überbrückungsmaßnahme, auf die jeder im Falle der Arbeitslosigkeit Anspruch hat.

Pflegeversicherung

Bei dieser Versicherung sind 3,05 Prozent vom Bruttolohn fällig. Die Hälfte bezahlt der Arbeitgeber, die andere Hälfte der Arbeitnehmer. Sollte der Azubi das 23. Lebensjahr vollendet und noch keine Kinder haben, kommt ein Aufschlag von 0,25 Prozent hinzu, welcher vom Arbeitnehmer selbst getragen werden muss. Die Pflegeversicherung greift, wenn der Arbeitnehmer nach einem Unfall oder einer Krankheit dauerhaft auf fremde Hilfe angewiesen ist.

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