Der Guckaisee bleibt in diesem Jahr geschlossen.
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Nachdem er im letzten Jahr geschlossen blieb, darf in diesem Jahr wieder im Guckaisee in der Rhön geplanscht werden. (Archivbild)

Corona-Vorgaben

Badeseen in der Region: Wo Sie schwimmen können und welche Regeln gelten - Eine Übersicht

  • Alina Komorek
    VonAlina Komorek
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Schwimmen, planschen und im Wasser spielen: Im vergangenen Jahr war das Baden in einigen Badeseen in der Region wegen der Corona-Pandemie verboten. 2021 ist das anders - es gibt jedoch Auflagen. Wir haben eine Übersicht über die wichtigsten Badeseen in Osthessen und Umgebung zusammengestellt.

Region - Der Sommer kommt zurück, und das kühle Nass erfrischt an heißen Tagen. Und das nicht nur in den Freibädern der Region Fulda. Wer das Schwimmen mit einem Ausflug in die Natur verbinden will, kann einen der Badeseen in Hessen besuchen. Die Wasserqualität der Bade-Gewässer ist ausgezeichnet. Wo welche Corona- und Baderegeln zu beachten sind, haben wir für Sie in dieser Übersicht aufgeführt.

Badeseen in Hessen: Im Kreis Fulda lockt der Guckaisee in der Rhön zum Schwimmen

Guckaisee (Poppenhausen): Der Guckaisee in der Rhön im Kreis Fulda hat in dieser Saison seit dem 19. Juni für Badegäste geöffnet. „Dies gilt ausschließlich für Zeiten, in denen eine Badeaufsicht vor Ort ist. Ohne Badeaufsicht ist das Baden im Guckaisee untersagt“, teilt Leoni Rehnert von der Pressestelle des Landkreises mit.

Feste Öffnungszeiten gibt es aber nicht, der Einsatz der Badeaufsicht richtet sich nach dem Wetter.

Bei einem Besuch am Guckaisee müssen Gäste die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln für Aufenthalte im öffentlichen Raum einhalten. Nach der Badesaison soll der Guckaisee - trotz ausgezeichneter Wasserqualität - entschlammt werden.

Badeseen im Vogelsbergkreis: Drei Gewässer locken an heißen Tagen

Nieder-Mooser See (Freiensteinau): In Freiensteinau im Vogelsbergkreis ist das Baden im Nieder-Mooser See seit dem 5. Juni gestattet. Wie im vergangenen Jahr gibt es hier aufgrund der Corona-Pandemie jedoch einen Tagesgästezähler, eine Registrierung über die Luca-App ist notwendig. Die Gästezahl ist auf 350 beschränkt.

Carmen Weber arbeitet auf dem am See gelegenen Campingplatz und empfiehlt, sich nicht mehr auf den Weg zu machen, wenn bereits 200 Badewillige am See sind. Es sei davon auszugehen, dass die restlichen Plätze bereits durch Gäste vergeben seien, die sich auf dem Weg befänden. Das gilt gerade für die Wochenenden. Gezählt werden die Gäste über Armbänder, die gegen einen Pfand von 2 Euro ausgegeben werden.

Für den Fall, dass die 350 erlaubten Gäste schon am See sein sollten, während man selbst sich noch auf der Anreise befand, bittet Carmen Weber um Verständnis: „Wer zuerst kommt, bekommt einen Platz. Wir haben Verständnis, dass das zu Frustration führen kann.“ Darum werden die Gäste gebeten, die Regeln nicht mit den Mitarbeitern zu diskutieren. Eine Reservierung ist derzeit nicht möglich. An den Wochenenden und in den Sommerferien wird eine Badeaufsicht am Nieder-Mooser See sein. Abrufbar ist der Tagesgästezähler unter camp-erlebnis.de/news

Im Nieder-Mooser See darf seit dem 5. Juni geschwommen werden.

Pfordter See (Schlitz): Aktuell ist das Baden im Pfordter See in Schlitz aufgrund fehlender Badeaufsicht noch nicht gestattet. Die offizielle Badesaison startet in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt am 3. Juli und läuft bis zum 29. August. „Wir starten mit den Regelungen des Vorjahres“, erklärt Steffen Höhl von der Stadt Schlitz. „Das hat gut funktioniert.“ Die Regelungen sehen vor, dass sich 600 Badegäste gleichzeitig am See aufhalten dürfen, die nur bei gehisster Fahne und entsprechender Wetterlage unter Badeaufsicht zwischen 11 und 19 Uhr ins Wasser dürfen.

Ein zusätzlicher Wachdienst überprüft die Einhaltung der Abstandsregeln am Badesee, Beschilderungen weisen auf weitere Verhaltensregeln am Pfordter See hin. Verstärkte Kontrollen seien aber bei den geparkten Autos zu Spitzenzeiten bei gutem Wetter zu erwarten. „Etliche haben im vergangenen Jahr entlang der Landstraße geparkt, weil der Parkplatz gebührenpflichtig ist“, teilt Höhl mit.

Die Wasserqualität der hessischen Badestellen

Nur 11 der 2304 Badestellen in der Bundesrepublik bekamen zuletzt Mängel attestiert, weil dort zu viele bedenkliche Bakterien im Wasser entdeckt worden waren – ein Jahr zuvor waren es acht gewesen. Unter ihnen sind fünf Binnen- und sechs Küstengewässer.
Wenn es die Corona-Regeln und das Wetter erlauben, können die Hessen vielerorts unbeschwert in Badeseen schwimmen und planschen. Nach dem Bericht europäischen Umweltagentur EEA weisen 57 der 61 hessischen EU-Badestellen eine ausgezeichnete hygienische Wasserqualität auf. Wie das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) in Wiesbaden mitteilte, sind die restlichen vier Seen mit „gut“ bewertet worden.
Einen Überblick, welche Seen in Hessen geöffnet sind und welche Wasserqualität sie haben, gibt es auch hier: badeseen.hlnug.de. Die Experten raten generell vom Baden in Flüssen und Bächen ab, da eingeleitete Abwässer mit Krankheitskeimen belastet sein könnten.

Nidda-Stausee (Schotten): „Die Leute sind schon am Schwimmen und am Paddeln“, sagt Tina Ulm von der Tourist-Information Schotten. „Das Wasser wird jetzt schon so um die 20 Grad haben.“ Sobald das Wetter gut ist, entscheiden die Gäste am Nidda Stausee selbst, ob sie schon schwimmen wollen oder lieber eine Runde um den Badesee laufen. „Das ist ein kostenfreies Naherholungsangebot“, erläutert Tina Ulm und fügt hinzu, dass nur fürs Parken eine Gebühr anfalle.

Der Nidda-Stausee ist naturbelassen und an vielen Stellen zugänglich, sowohl über einen Badesteg als auch über das etwas steinigere Ufer. Aber: „Das Baden geschieht auf eigene Gefahr, nur zu Spitzenzeiten ist das DLRG vor Ort“, sagt Ulm.

Neu sind allerdings Notrufsäulen, die an manchen Stellen installiert wurden. Wie im vergangenen Jahr gelten beim Besuch die Abstands- und Hygieneregeln, gerade auf der Wiese müssen Gäste die Abstandsregelungen einhalten.

Main-Kinzig-Kreis: Im Kinzigsee ist das Baden verboten - aber nicht wegen Corona

Kinzigsee (Langenselbold): Nicht wegen Corona, sondern wegen eines Schadens an der Tauchwandplane ist das Baden im Kinzigsee in Langenselbold im Main-Kinzig-Kreis verboten. Wie Constantin Dörr von der Liegenschaftsverwaltung mitteilte, ist das komplette Gelände derzeit gesperrt. „Wir finden das sehr traurig“, sagte Dörr, „weil wir wissen, dass der See überregional bekannt ist.“

Die Plane gewährleistet normalerweise die Schwimmwasserqualität des Kinzigsees. Nun könnten Algen auftreten, die gesundheitsgefährdend wirken. Diese Schutzplane soll aber pünktlich zur Badesaison im nächsten Jahr erneuert werden.

Im Kreis Hersfeld-Rotenburg gibt es gleich drei Seen, in denen man baden kann

Silbersee (Breitenbach am Herzberg): Der Silbersee in Breitenbach am Herzberg ist kein offiziell ausgewiesener Badesee. Wie die Gemeindeverwaltung mitteilte, baden die Gäste dort deshalb auf eigene Gefahr. Eine Badeaufsicht gibt es nicht, und auch die Wasserqualität wird aus diesem Grund nicht regelmäßig ermittelt.

Am Breitenbacher See in Bebra startet die Badesaison am 1. Juli.

Breitenbacher See (Bebra): In Bebra kann ab dem 1. Juli im Breitenbacher See geschwommen und geplanscht werden. Denn dann startet die Badesaison - freigegeben durch das Gesundheitsamt auf der Homepage des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie. Die Wasserqualität wurde überprüft und unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln steht einem Besuch am Badesee im Kreis Hersfeld-Rotenburg nichts mehr im Weg.

Seepark (Kirchheim): Der Seepark Kirchheim soll nach Angaben des Landkreises Hersfeld-Rotenburg für die Zeit vom 1. Juli bis zum 31. August öffnen. Und das bei guter Wasserqualität - die wird regelmäßig überprüft. Nahe der Badebucht gibt es die Möglichkeit, Wasserski und Wakeboard zu fahren und auch ein Trampolin, ein Beach-Volleyball-Platz und Wanderwege befinden sich am Stausee.

Video: Experte klärt auf - Darf ich wirklich in den Badesee pinkeln?

Strandbad/Rodgauer Badesee (Rodgau): Nach einer Online-Buchung und Bezahlung per Paypal oder Kreditkarte (3,50 Euro für Erwachsene, 2 Euro für Kinder für den ganzen Tag) kann im Badesee Rodgau nach Lust und Laune geplanscht werden. Wegen der Corona-Maßnahmen ist es nur 1700 Gästen gleichzeitig genehmigt, den Badesee zu besuchen - normalerweise sind bei gutem Wetter bis zu 7000 Gäste vor Ort. Die 1700 Besucher haben dann aber jeweils 10 Quadratmeter Platz und werden von fünf Rettungsschwimmern und Unterstützung vom DLRG beaufsichtigt.

Das Strandbad Rodgau ist geteilt in einen FFK- und einen Textilbereich. Die Wassertemperatur liegt derzeit bei etwa 21 Grad. Gäste können außerdem Beachvolleyball spielen, auf den Badeinseln die Sonne genießen oder im Fitnessbereich in Form bleiben. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Stand Up-Paddling auszuprobieren und sich das nötige Zubehör zu leihen. Am Eingang, Kiosk und in den Sanitär- und Umkleideanlagen besteht Maskenpflicht.

Blick nach Bayern: Hier können Sie mit Karpfen schwimmen

Burgwallbacher See (Schönau an der Brend): „Das ist ein Naturerlebnis“, sagt Sonja Rahm, Erste Bürgermeisterin von Schönau an der Brend. Denn neben Gästen schwimmen auch mal Karpfen durch den Burgwallbacher See. „Und einen Biber haben wir hier“, sagt Rahm. Unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln seien die Gäste immer willkommen.

Ein kleiner Eintritt muss gezahlt werden, Café und Kiosk öffnen nach den Regeln für die Gastronomie und die Kontaktdaten für eine eventuelle Rückverfolgung müssen festgehalten werden. Die Fläche der Wiese sei so groß, dass die Gäste aber immer zum See fahren können, gezählt wird nicht. „Von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang ist das Baden im Burgwallbacher See erlaubt“, erklärt Bürgermeisterin Sonja Rahm.

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