Nicht alle Badeseen in der Region werden in diesem Sommer öffnen.
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Nicht alle Badeseen in der Region werden in diesem Sommer öffnen. Hier zu sehen ist der Kinzigsee. (Archivfoto)

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Welche Badeseen in der Region Osthessen trotz Coronavirus öffnen - und welche nicht

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  • Sebastian Reichert
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  • Ann-Katrin Hahner
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  • Lea Marie Kläsener
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Im Guckaisee darf dieses Jahr nicht mehr geschwommen werden, dafür können alle Wasserratten hoffentlich ab spätestens 27. Juni in den Nieder-Mooser-See springen. Eine Übersicht über die Badeseen der Region und ihre Coronavirus-Regelungen.

Der Guckaisee bleibt in diesem Jahr geschlossen.

Poppenhausen: Guckaisee bleibt 2020 für Badegäste tabu

Der Landkreis Fulda hat das Baden im Guckaisee für 2020 verboten. „Die Einhaltung der erforderlichen Abstands- und Hygienemaßnahmen ist nicht kontinuierlich wirksam sicherzustellen und auch personell nicht leistbar“, erklärt Landrat Bernd Woide, der die Notwendigkeit des Verbotes bedauert: „Ich weiß, wie beliebt der Guckaisee ist. Aber ich bitte um Verständnis, dass wir aktuell in erster Linie einen effektiven Infektionsschutz im Blick haben müssen.“

Im Nieder-Mooser-See soll spätestens ab dem 27. Juni geschwommen werden dürfen.

Freiensteinau: Nieder-Mooser-See will spätestens ab dem 27. Juni öffnen

Am Nieder-Mooser-See bei Freiensteinau im Vogelsbergkreis hofft man, dass man spätestens ab dem 27. Juni mit dem offiziellen Badebetrieb starten kann. „Die Abstandsregeln müssen eingehalten werden“, sagt Carmen Weber von der Erlebnis- und Freizeitwelt Nieder-Mooser-See. Aktuell werde in Abstimmung mit dem Ordnungsamt ein Hygienekonzept erstellt. „Auf jeden Fall wird die Menge der Badegäste beschränkt werden müssen.“ Auf welche Zahl genau, stehe noch nicht fest.

Die Entscheidung zum Pfordter See ist noch offen.

Schlitz: Entscheidung zum Pfordter See noch offen

Die Burgenstadt Schlitz strebt in diesem Jahr grundsätzlich einen Badebetrieb im Pfordter See an. Aufgrund der nicht vorhandenen Toiletten- und Waschanlagen steht laut Stadtverwaltung aber noch eine Abstimmung mit dem Kreisgesundheitsamt bezüglich eines Hygienekonzeptes aus. Ein Ergebnis soll in den kommenden Tagen vorliegen.

Schotten: Niddastausee öffnet regulär zum Start der Badesaison

Die offizielle Badesaison am Niddastausee beginnt am 27. Juni. Laut der Stadt Schotten ist Baden unter Einhaltung der Abstandsregeln grundsätzlich erlaubt, in der Woche vor dem Start wird aber noch eine Begehung mit dem Gesundheitsamt stattfinden. Die DLRG wird während der Badesaison bis zum Ende der Badesaison (25. August) verstärkt Kontrollen zur Einhaltung der Abstandsregeln durchführen.

Am 22. Juni soll entschieden werden, ob der Kinzigsee öffnet.

Langenselbold: Baden ist im Kinzigsee verboten - Surfen und Segeln nicht

Am Montagabend hat die Stadtverordnetenversammlung von Langenselbold entschieden, dass der Kinzigsee in diesem Jahr für Badegäste geschlossen bleibt. Davon ausgenommen ist das Betreiben des Segel- und Surfsports.

Im Seepark Kirchheim ist das Baden die ganze Saison verboten

Im Seepark Kirchheim ist in dieser Saison das Baden verboten. Entsprechende Schilder sind aufgestellt, der Landkreis ist für die Einhaltung des Verbots verantwortlich. Bürgermeister Manfred Koch (SPD) verweist auf eine ähnliche Situation wie beim Guckaisee in Poppenhausen. „Es ist am Seepark keine Infrastruktur vorhanden. Zudem sind bestimmte Bereiche auch in Privatbesitz“, sagt er und verweist auf eine Absprache mit dem Gesundheitsamt. „Ein Hygienekonzept ist so für uns nicht erstellbar.“

Gedern (Wetteraukreis): Campingpark Gederner See blickt Richtung Ferien

„Wir sind gerade in der Vorbereitungsphase“, sagt Manuel Knaus, Betriebsleiter des Campingparks Gederner See. „Bis zu den Sommerferien wollen wir unter Beachtung der gegebenen Auflagen in enger Abstimmung mit dem Ordnungsamt das Baden offiziell wieder voll umfänglich ermöglichen.“ Aktuell ist die rote Fahne gehisst; es kann nur auf eigene Gefahr gebadet werden, was aber möglich ist. Beim offiziellen Badebetrieb kostet der Eintritt für Tagesgäste Geld. Dann verrichten auch Rettungsschwimmer ihren Dienst.

Bebra: Schon jetzt wird im Breitenbacher Baggersee geschwommen

Solange die Schwimmbäder geschlossen waren, war auch das Baden im Breitenbacher Baggersee in Bebra nicht gestattet. Aktuell wird aber in dem See geschwommen - auf eigene Gefahr. Corona-Richtlinien, wie etwa Abstandsregeln, gelten selbstverständlich auch auf der Liegewiese und am Kiosk „Dat Ding am See“. Der Stand-Up-Paddling-, Kayak- und Windsurf-Verleih hat weiterhin geöffnet, Windsurf-Unterricht gibt es allerdings nicht.

Breitenbach am Herzberg: Im Silbersee auf eigene Gefahr geschwommen werden

Zwar ist der Silbersee offiziell kein Badesee, allerdings ist auf eigene Gefahr das Baden möglich. Eine Beaufsichtigung gibt es nicht. Neben dem Baden ist Paddeln und Angeln möglich.

Schönau an der Brend (Landkreis Rhön-Grabfeld): Betrieb am Burgwallbacher See gestartet

Im Burgwallbacher See konnte am Montag, 22. Juni, der Badebetrieb starten. In Abstimmung mit dem Landratsamt ist eine Konzept erarbeitet worden. Nicht mehr als 500 Personen dürfen gleichzeitig auf das Gelände und die entsprechenden Abstände müssen eingehalten werden. Badegäste dürfen das Gelände am Eintrittsbereich (Erwachsene: 2 Euro, Kinder: 1 Euro) nur betreten, wenn sie einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Rodgau: Baden mit Online-Ticket ist möglich

Seit vergangenem Freitag, 19. Juni, ist das Baden im Badesee Rodgau wieder möglich – allerdings unter Einschränkungen. So gibt es auf der Internetseite der Stadt ein Buchungssystem, um sicherzustellen, dass maximal 3500 Badegäste gleichzeitig anwesend sind. Außerdem fällt – offenbar zum Bedauern vieler Stammgäste – der Nacktbadebereich in diesem Jahr weg.

Da einige Badeseen noch gesperrt sind, suchen Menschen teilweise Abkühlung in Teichen oder Flüssen. Die DLRG und das Gesundheitsamt weisen auf Gefahren in solchen Gewässern hin.

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