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Barockstadt-Reserve setzte schon 30 Spieler ein

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Alle Höhen und Tiefen durchlebte in der ersten Saisonhälfte die zweite Mannschaft der SG Barockstadt in der Verbandsliga Nord. Nach 19 Spielen hat die Elf von Marco Lohsse 25 Punkte auf der Habenseite. Insgesamt war es bisher eine Spielzeit, die niemanden im SGB-Lager so richtig glücklich macht.

Von unserem Redaktionsmitglied Ralph Kraus

Und dennoch: Die Zwischenbilanz reicht locker aus, um (vermutlich) nicht viel mit dem Abstieg zu tun zu haben.

So lief die bisherige Runde: Bis Mitte Oktober durfte man bei der Barockstadt-Reserve durchaus zufrieden sein, doch die ungewöhnlich heftigen Heimklatschen gegen Willingen (1:6), Hünfeld (1:5), Sand (1:6) und Vellmar (2:6) haben die Außendarstellung getrübt. Seit dem 12. Oktober letzten Jahres und dem Willingen-Spiel zeigte das Formbarometer steil nach unten. Fünf der letzten sieben Spiele, darunter alle aufgeführten Heimniederlagen, wurden verloren.

Immerhin: Die beiden Siege zwischendrin bei Türkgücü Kassel (2:0) und gegen Schlusslicht FV Melsungen (2:1) waren Gold wert. Schaut man auf den Kader und die bereits 30 eingesetzte Spieler, wird einer der Gründe deutlich, mit denen die Schwankungen zu erklären sind. Mit 49 Gegentoren hat man mehr Treffer kassiert als beispielsweise die Abstiegskandidaten aus Eichenzell und Melsungen.

So haben die Neuzugänge eingeschlagen: Torwart Hanns-Peter Schwarz kam neu von der SG Schlitzerland und stand in 16 der 19 Spiele zwischen den Pfosten. Der 30-Jährige war auch der einzige ältere Spieler, der neu dazu kam. Maurice Weitzel wurde von den A-Junioren des FV Horas geholt und spielte drei Partien durch. Die Bilanz von Anto Vinojcic ist ähnlich. Auch er spielte drei Spiele komplett, wurde ansonsten meistens ein- oder ausgewechselt. Gemeinsam mit Vinojcic kam Hamed Noori aus der Jugend des JFV Viktoria. Noori hat bisher die stärkste Entwicklung hinter sich. Ende August erstmals im Kader, bestritt der 19-Jährige die Hälfte der Spiele über die volle Distanz.

In Erinnerung bleibt: Es gab drei richtig gute Spiele und die entsprechenden Ergebnisse bei den Erfolgen in Weidenhausen (3:2), Johannesberg (2:1) und gegen die SG Bad Soden (1:0). Hier zeigte die Barockstadt-Zweite, was in ihr steckt. Allerdings gab es in diesen Spielen die personelle Hilfe aus dem Hessenligakader. Und genau das ist der zweite Fakt, der aus der Hinrunde hängenbleibt: Marco Lohsse monierte mehrfach, dass ihm zu selten Spieler aus dem breiten Hessenligakader zur Verfügung gestellt wurden. Vielleicht muss Lohsse nun auch wegen seiner öffentlichen Kritik in diese Richtung im Sommer die Koffer packen. Florian Roth wird ihn bekanntlich beerben.

Ausblick: So wie die Runde bisher lief, so wird es auch weiter gehen. Es wird gute Auftritte geben, aber auch wieder Tage, an denen der vorhandene Kader nicht ausreicht. Trotzdem wird die SG Barockstadt II ohne größere Sorgen einen Mittelfeldplatz belegen. Allerdings spielt man nur noch fünf Mal zu Hause, was wiederum bei bereits sechs Heimniederlagen aus elf Begegnungen nicht unbedingt ein Nachteil für die Fulda-Lehnerzer sein muss.

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