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Bengio im Interview: Traum der Kindheit wurde wahr

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Es ist eine kleine Tradition geworden: Bengio (26) spielt zwischen den Jahren seine Show im Kreuz. Im Gespräch mit unserer Zeitung reflektiert er seine Karriere und spricht über seine besondere Beziehung zu Fulda.

Von unserem Redaktionsmitglied Sarah Malkmus

Du trittst Ende Dezember wieder in Fulda auf. Freust du dich?

Ja, voll. Ich weiß gar nicht, seit wann ich das mache. Ich glaube, seitdem ich meine ersten Songs überhaupt rausgebracht habe. Es ist so eine kleine Tradition geworden, Shows im Dezember zwischen den Jahren zu spielen. Und es ist einfach voll schön zu sehen, wie das läuft. Es ist immer wieder so ein kleiner Ruhepunkt zwischen den Jahren. Ich wohne zwar nicht mehr in Fulda, aber es ist natürlich trotzdem der Ort, wo ich herkomme, und der Ort, an den ich auch gerne wieder hin zurückkomme.

Du hast es gerade schon erklärt. Fulda ist deine Heimat. Wie unterscheiden sich Auftritte in Fulda von Auftritten in anderen Städten? Sind die Auftritte anders?

Es ist auf jeden Fall für mich ein viel persönlicherer Moment, denn gerade zum Kreuz habe ich eine familiäre Bindung. Ich habe als Kind superviele Konzerte dort gesehen und mir damals immer vorgestellt, wie es ist, wenn man da auf der Bühne steht und ein Konzert gibt. Daher ist es erstmal für mich persönlich einfach ein besonderer Moment, weil es einfach so ein kleiner Kindheitstraum ist und weil natürlich viele Menschen da sind, die ich persönlich kenne. Es sind Familie und Freunde, die man sonst nicht auf den eigenen Konzerten hat, und mich macht das auch immer auf eine positive Art und Weise nervöser als andere Shows.

Ich hätte nicht gedacht, dass es auf einer größeren Bühne für dich einfacher ist als in deiner Heimat.

Ich würde nicht sagen, dass es schwer ist. Ich habe keine Angst, auf die Bühne zu gehen, aber ich stehe einfach auf der Bühne im Kreuz mit ganz anderen Emotionen und ganz anderen Erinnerungen. Seit ich 16 war, war ich dort feiern und habe über dem Kreuz mit meinem Bruder die erste eigene Wohnung gehabt. Es ist mit krass vielen unterschiedlichen Erinnerungen verbunden. Und wenn das dann zusammenkommt mit einem – wie letztes Jahr – ausverkauften Laden, dann sind da manchmal – wenn man dann noch Familie im Publikum sieht – einfach viele Emotionen im Spiel, die einen vielleicht auch kurz von der Show ablenken können.

Mit welchen Gedanken und Gefühlen gehst du im Kreuz auf die Bühne? Was geht dir durch den Kopf?

In erster Linie ist es viel Vorfreude und Bock. Kurz vor der Show ist es diese Grundnervosität, die man überall hat, bei der man dann ehrlich gesagt gar nicht mehr so genau weiß, wo man gerade ist und dann nur noch in dem Modus ist, dass man gleich auf die Bühne geht.

Wie gehst du damit um, wenn dir der Text entfällt oder etwas anderes schief läuft?

Glücklicherweise ist mir das mit dem Text bestimmt schon drei Jahre nicht mehr passiert. Und ansonsten ist das sehr spontan und intuitiv. Wenn das Publikum merkt, dass die Show noch echt ist und dass Sachen nicht hundertprozentig funktionieren, zeigt das einfach, dass es nicht nur abgespult wird.

Ich komme übrigens zu deinem Konzert.

Jetzt bin ich aufgeregt (lacht).

Was erwartet mich denn? Und die anderen natürlich auch?

Ich habe ja letztes Jahr im Kreuz die erste Show mit Band überhaupt gespielt, und das war alles sehr chaotisch und sehr wild. Wir hatten nur zwei Proben. Jetzt sind wir ein Jahr damit getourt. Ich war im März auf meiner ersten Solo-Tour, wir waren jetzt auf der großen Arena-Tour und haben alle sehr viel dazu gelernt. Deswegen erwartet einen auf jeden Fall die beste Bengio Show, die es bisher gegeben hat. Wir sind happy über das, was wir auf die Beine gestellt haben. Es wird neue Musik geben, die in anderen Städten noch gar nicht gespielt wurde. Diesen Spot zwischen den Jahren in Fulda zu nutzen, um ein bisschen neue Musik vorzustellen, mache ich auch immer ganz gerne. Das heißt, es wird auf jeden Fall Sachen geben, die wir so noch gar nicht live gespielt haben und vielleicht den ein oder anderen Gast.

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