Fotos: Volker Nies

Bimbacher Linde ist nach 371 Jahren vom Pilz befallen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Bimbach - Die Linde in Bimbach hat schon viel überstanden – Kriege, Brände und Bauarbeiten in ihrer Nähe. 371 Jahre ist sie alt, und noch immer wächst sie voller Vitalität. Jetzt aber nagt der Brandkrustenpilz an ihr. Der Befall wird in einigen Jahren ihr Ende bedeuten.

Von unserem Redaktionsmitglied Volker Nies

Wenige Bäume prägen einen Ort wie die 17 Meter hohe Dorflinde in Bimbach. Der Baum ist alt – aber immer noch vital. Allein 2018 wuchs er um 70 Zentimeter. Das berichtet Großenlüders Bürgermeister Werner Dietrich (UBL).

Die Gemeinde beauftragt Experten, alle drei Jahre die Standfestigkeit des Baumes zu prüfen. Mit Lastwagen wird am Baum mit einer Kraft gezogen, die Windstärke zwölf entspricht. Expertenurteil im Mai: Die Linde ist für die nächsten drei Jahren stand- und bruchsicher, wenn die Krone um 20 Prozent gestutzt wird. Das ist kein Problem.

Aber: Der Brandkrustenpilz nagt an ihm – langsam, aber unaufhaltsam. „Das wird früher oder später sein Ende bedeuten“, so Dietrich. Er will den Baum erhalten, so lange es geht. „Die Dorflinde gehört zum Ort und zur Bimbacher Geschichte. Sie ist historisch bedeutsam und soll daher möglichst lange stehen bleiben“, sagt er.

Doch weil das Ende des alten Baumes sicher sei, solle man sich überlegen, wie der Platz in Zukunft ohne alte Linde aussehen solle. Die Anpflanzung solle genutzt werden, um den Platz umzugestalten.

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