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Gefüttert wird weitgehend mit Heu.

Neu gegründete Kooperation

Bio-Heumilch aus der Region: Kooperation in Rhön und Vogelsberg legt los

Der erste Meilenstein ist erreicht: Mitte August hat die neu gegründete Kooperation Bio-Heumilch Rhön-Vogelsberg ihren Förderantrag beim Regierungspräsidium in Gießen eingereicht. In den nächsten zwei Jahren sollen jetzt Verarbeitungswege aufgebaut und Absatzmärkte erschlossen werden. 

Fulda/Vogelsberg - Sieben Bio-Höfe, drei Ökomodellregionen und sieben weitere Partner aus der Region haben sich zusammengeschlossen. Ziel der Kooperation ist die Produktion und Vermarktung von Bio-Heumilch aus den Regionen Rhön und Vogelsberg. Dafür erhalten die Kühe künftig – neben dem sommerlichen Weidegang – hauptsächlich Heu als Futter. Auf Silagefütter-ung wird vollständig verzichtet. 

Heumilch zeichnet sich durch ein charakteristisches Fettsäuremuster (Omega-3) aus und ist ein hochwertiges Nahrungsmittel. Sie kann zu Heumilchprodukten weiterverarbeitet werden. „Die Heumilchproduktion leistet einen großen Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft, da die Wiesen nach und nach gemäht werden. Für Insekten, Wiesenvögel und Niederwild werden somit Rückzugsgebiete geschaffen“, heißt es in einer Pressenotiz des Landkreises.

„Aussichtsreiche Perspektive“

Die Initiative Bio-Heumilch Rhön-Vogelsberg vereine mit ihrer Zusammenarbeit die Ansprüche der Verbraucher an hochwertige und artgerecht erzeugte Lebensmittel mit den Ansprüchen an Umwelt- und Naturschutz bei regionaler Wertschöpfung zu fairen Erzeugerpreisen. „Die regionale Veredelung bietet den Betrieben in den Mittelgebirgen eine aussichtsreiche Perspektive“, so der Landkreis.

Durch die Kooperation wird die Zusammenarbeit der Bio-Höfe, Ökomodellregionen und der Partner gestärkt. Eine Durchführbarkeitsstudie soll zunächst Aufschluss über verschiedene Möglichkeiten der Verarbeitung und Vermarktung von Heumilchprodukten geben. Die Ergebnisse dienen der Gruppe als Entscheidungsgrundlage sowie zur Entwicklung und Etablierung einer Marke. 

Finanzielle Unterstützung vom Landkreis Fulda

Ansprechpartner der Kooperation ist Philipp Hedtrich aus Schlitz. Oswald Henkel aus Mahlerts ist dessen Vertreter. Die drei beteiligten Ökomodellregionen Landkreis Fulda, Rhön-Grabfeld und Vogelsberg unterstützen die Kooperation tatkräftig. Weitere Partner sind der Kreisbauernverband Fulda-Hünfeld, der Verein Natur- und Lebensraum Rhön, die Hochschule Fulda, die Rhön GmbH, die Vereinigung ökologischer Landbau Hessen, Die Landforscher und der Landkreis Fulda. Finanziell wird die Kooperation vom Landkreis Fulda unterstützt. (zen)

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