Das Rhönschaf freut sich über den 30. Geburtstag des Biosphärenreservats Rhön.
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Das Rhönschaf freut sich über den 30. Geburtstag des Biosphärenreservats Rhön.

Gründung am 6. März 1991

Jubiläumsveranstaltungen trotz Corona: Das hat das Biosphärenreservat Rhön zum 30. Geburtstag geplant

  • Rainer Ickler
    vonRainer Ickler
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Das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ist am 6. März 1991 gegründet worden, feiert also in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag. Aus diesem Anlass sind - vorbehaltlich der Corona-Entwicklung - Jubiläumsveranstaltungen geplant und es wird ein Jubiläumsprodukt geben. Das Jubiläum steht unter dem Motto: „Mensch.Natur.Einklang.“

Rhön - Nachdem die Grenzen zwischen Ost und West im Jahr 1990 offen waren, trafen sich Naturschützer aus der Rhön in Hessen, Thüringen und Bayern. Sie alle waren sich einig: Die einzigartige Natur der Rhön muss geschützt werden. Auf Gründung und Meilensteine des Biosphärenreservates ging Ulrike Schade, Leiterin der thüringischen Verwaltungsstelle, in einer Video-Pressekonferenz anlässlich des 30. Geburtstages des Biosphärenreservats ein. Wenn Corona es zulässt, soll diese Jubiläum mit mehreren Veranstaltungen gefeiert werden.

Trotz Corona: Diese Jubiläumsveranstaltungen hat das Biosphärenreservat Rhön geplant

In der letzten Sitzung der DDR-Volkskammer am 12. September 1990, nur kurz vor der offiziellen Wiedervereinigung am 3. Oktober, wurde der thüringische Teil der Rhön schon als Biosphärenreservat ausgewiesen. Parallel gab es auch in Bayern und Hessen solche Bestrebungen. Bei einem gemeinsamen Treffen wurde Ende des Jahres 1990 der Antrag bei der UNESCO eingereicht, mit dem Ziel, dass die Rhön länderübergreifend Biosphärenreservat werden will. Am 6. März 1991 erfolgte die offizielle Anerkennung.

Seitdem ist viel passiert. Von den Anfängen mit vielen Protesten, als Landwirte fürchteten, sie könnten ihre Länder nicht mehr bewirtschaften, bis hin zur Anerkennung als bestes Biosphärenreservat weltweit im Jahr 2017.

Biosphärenreservat: Anfänge mit Protesten, dann Auszeichnung

„Ziel war es immer, dass die Menschen in Einklang mit der Natur im Biosphärenreservat leben sollten“, sagte Ulrike Schade. Deshalb auch das Motto: „Mensch.Natur.Einklang“.

Die Jahre 1991 bis 2000 waren für das Biosphärenreservat die Aufbaujahre, von 2001 bis 2010 sollten Ziele verfestigt werden. Es wurden die Dachmarke Rhön und die Info-Zentren gegründet. Das vergangene Jahrzehnt überschrieb Schade mit dem Titel „Neue Herausforderungen“. Dabei gehe es zum Beispiel um den Klimawandel, die Biodiversität oder den Sternenpark.

Jubiläumsmagazin zum 30. Geburtstag des Biosphärenreservats

„Zum 30. Geburtstag des Biosphärenreservats Rhön wird ein Jubiläumsmagazin erscheinen, in dem viele Themen beleuchtet werden“, kündigte Ulrike Schade an.

Veranstaltungen zum Jubiläum des Biosphärenreservats

Diese Veranstaltungen sind geplant:

6. Mai: Aktionstag des Biosphären-Infozentrums Hilders mit Eröffnung des Zentrums.

Mai/Juni: Länderübergreifend finden geführte Wanderungen statt.

20. Juni: Brot- und Biermarkt in Poppenhausen.

23. Juli: Kernzonentag mit Führungen in den Urwäldern der Rhön.

31. Juli: Welt-Ranger-Tag im Erlebniswald Rhön.

Juli/August: Sternenparkwochen mit Führungen, Gastro- und Übernachtungsmöglichkeiten.

13. bis 15.August: Deutsche Schafschur Meisterschaften bei der Schäferei Spies in Eiterfeld.

18. September: Gemeinsame Aktionen mit Schulen und Kindergärten in allen drei Bundesländern.

September/Oktober: Rhönschaf-Genießerwochen mit Führungen, Hoffesten, gastronomischen Angeboten. Eingebettet sind der Viehabtrieb in Simmershausen (25. September) und der Weideabtrieb in Ginolfs (17. Oktober).

3. Oktober: Familientag mit Regionalitätenmarkt und Freizeitangeboten für Kinder im Haus auf der Grenze oberhalb von Rasdorf.

10. Oktober: Unter dem Motto BioRegioRhön findet eine Verbrauchermesse mit Vorträgen in Wechterswinkel statt.

Die Veranstaltungen sind terminlich festgelegt, stehen aber wegen der Corona-Pandemien alle unter Vorbehalt, ob und wie sie stattfinden können. Infos gibt es auf der Homepage.

In Videobotschaften gratulierten die Umweltminsterinnen und -minister Anja Siegesmund (Thüringen), Priska Hinz (Hessen) und Thorsten Glauber (Bayern). Sie lobten das Engagement für eine nachhaltige Entwicklung.

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