Blitze entladen sich über der Nürnberger Altstadt. Links im Hintergrund ist die Kaiserburg.
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Blitze entladen sich über der Nürnberger Altstadt. Links im Hintergrund ist die Kaiserburg.

Kommt noch mehr?

Region bleibt über das Wochenende weitestgehend verschont - Unwetterwarnung bis Montag gültig

  • Sebastian Reichert
    vonSebastian Reichert
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  • Lea Marie Kläsener
    Lea Marie Kläsener
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Wolken, Regen und vereinzelte Gewitter sollten laut Vorhersage das Wetter in Osthessen am Wochenende beherrschen. Am Samstagabend aktualisierte der Deutschem Wetterdienst (DWD) sogar noch eine Warnung. Bis Sonntagnachmittag blieb die Lage ruhig.

  • In einer Unwetterwarnung, die erstmals am Freitagabend mitgeteilt worden war, warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor schweren Unwettern im Landkreis Fulda.
  • Am Samstagabend konkretisierte der DWD seine Warnung. Lokal können es auch zu lokal zu heftigem Starkregen, schweren Sturmböen und Hagel kommen.
  • Bis Sonntagnachmittag blieben aber glücklicherweise schwere Unwetter im Landkreis Fulda aus. Der DWD weitete schließlich die Unwetterwarnung bis Montagmorgen aus.

Update vom 14. Juni, 19:25 Uhr: Wie Polizeiführer vom Dienst, Hubertus Kümpel, auf Nachfrage mitteilte, sei es trotz des Unwetters bislang zu keinen nennenswerten Vorfällen im Landkreis Fulda gekommen. „Es hat zeitweise sehr stark geregnet, bis auf einen Vorfall in Ahlheim, wo eine Landstraße gesperrt ist, ist uns allerdings nichts Gravierendes bekannt", erklärt der Beamte der Polizei Osthessen.

In Lauterbach kam es allerdings zu zwei beinahe zeitgleichen Einsätzen für die Feuerwehr: Am Nachmittag hatte ein Wassereinbruch bei der Firma Heissner die Brandmeldeanlage ausgelöst. Außerdem drang im Casino durch Starkregen Wasser in die Kellerräume ein. Da die Besitzer den Wassereinbruch aber rasch selbst beheben konnten, musste die Feuerwehr nicht weiter tätig werden.

Update vom 14. Juni, 17 Uhr: Seit 15 Uhr wurde die Region Fulda von starken Schauern heimgesucht. Aktuell ist es im Gebiet der Fuldaer Innenstadt erst einmal ruhig. Die Unwetterwarnung für den Kreis hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) bislang allerdings noch nicht wieder aufgehoben.

Update vom 14. Juni, 9.45 Uhr: Am Sonntagmorgen hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) dann die Unwetterwarnung erneut modifiziert. Sie endet nun nicht (wie bisher) am Sonntagmorgen um 9 Uhr, sondern ist bis Montagmorgen, 7 Uhr, gültig.

Der DWD schreibt: „Im Tagesverlauf entwickeln sich erneut zum Teil schwere Gewitter. Diese sind dann begleitet von heftigem Starkregen zwischen 25 und 40 Litern pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde, Sturmböen zwischen 65 und 85 km/h (Bft 8 bis 9) und meist kleinkörnigem Hagel.“

Lokal eng begrenzt und mit geringer Wahrscheinlichkeit könne es auch zu extrem heftigem Starkregen über 40 Liter pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde bzw. über 60 Liter pro Quadratmeter innerhalb mehrerer Stunden kommen.

„In der Nacht zum Montag lässt die Gewitteraktivität nach, kommt aber voraussichtlich nicht vollends zum Erliegen. Teils erfolgt auch ein Übergang in überwiegend ungewittrigen Starkregen“, schließt der DWD seine Unwetterwarnung ab. „Die genauen Schwerpunkte sind noch unsicher. Verfolgen Sie daher bitte die aktuelle Warnlage.“

Update vom 14. Juni, 08.30 Uhr: „Der Krug ist bislang an uns vorbei gegangen“, hatte ein Sprecher der Polizei in Fulda am frühen Sonntagmorgen in Bezug auf schwere Unwetter gesagt, die auch für den Landkreis Fulda vorhergesagt worden waren. Lediglich einige Regenfälle setzten am Samstagabend ein und gingen im Laufe der Nacht immer mal wieder nieder.

Ganz anders sah es allerdings in anderen Regionen Deutschlands aus: Unwetterartige Regenfälle und Gewitter sorgten in der Nacht zu Sonntag in vielen Regionen Deutschlands für zahlreiche Rettungseinsätze. Im bayerischen Landkreis Garmisch-Patenkirchen musste ein Gemeinde-Ortsteil evakuiert werden.

Die Feuerwehr in Nürnberg berichtete von rund 100 Einsätzen wegen der Unwetter. Überwiegend waren Keller in der mittelfränkischen Stadt vollgelaufen. In Helmsdorf im Südharz wurde eine Landstraße nach einem Erdrutsch überflutet. Außerdem stürzten in Sachsen-Anhalt vereinzelt Bäume durch Unwetter um - ähnlich wie in Thüringen. Die Polizei berichtete von abgedeckten Dächern und vollgelaufenen Kellern. 

Am Wochenende könnte das Wetter regnerisch und gewittrig werden.

Update vom 13. Juni, 19.30 Uhr: Der Wetterdienst hatte am Samstagabend mitgeteilt, dass die Unwetterwarnung von Samstag, 19.08 Uhr, bis Sonntag, 9 Uhr, gültig ist. Zuvor war die Warnung bereits ab Samstagmittag gültig gewesen.

Weiter erklärte der DWD am Samstagabend: „In feuchtlabiler Luft entwickeln sich in der Nacht auf Sonntag und auch am Sonntagmorgen weitere schwere Gewitter. Dabei kommt es lokal zu heftigem Starkregen mit Mengen von 25 bis 40 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, teils auch zu schweren Sturmböen bis 100 km/h und Hagel mit Korngrößen um 3 Zentimeter.“

Bei wiederholten Gewittern über mehrere Stunden hinweg müsse auch mit Starkregenmengen von mehr als 50 Liter pro Quadratmeter gerechnet werden. In Alsfeld im Vogelsbergkreis beschädigte ein Baum am frühen Samstagabend ein Auto. Der rund 20 Meter hohe Ahorn fiel ohne Unwettereinwirkung auf einen Kleinwagen.

Update vom 13. Juni, 10.30 Uhr: Am Samstagmorgen um kurz vor 10 Uhr hatte der Wetterdienst erneut, wie schon am Freitagabend, die Unwetterwarnung für den Landkreis Fulda verschickt. Wie der DWD schon am Freitag mitgeteilt hatte, hieß es, dass die Unwetterwarnung von Samstag (12 Uhr) bis Sonntag 6 Uhr morgens gültig sei.

Update vom 12. Juni, 19.25 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) teilt mit: „In feuchtwarmer Luft entwickeln sich ab Samstagmittag bis in die Nacht zum Sonntag hinein zum Teil schwere Gewitter. Dabei kommt es lokal zu heftigem Starkregen mit Mengen von 25 bis 40 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde, örtlich gibt es auch Sturmböen bis zu 100 Stundenkilometern und Hagel mit Korngrößen um drei Zentimeter", lautet die Einschätzung der DWD-Meteorologen am Freitagabend.

Die Erstmeldung lesen Sie hier:

Fulda/Offenbach - Das Wochenende startet am Samstag noch recht freundlich, ab Mittag oder Nachmittag werden aber kräftige Gewitter erwartet, erklärt Jens Bonewitz vom Deutschen Wetterdienst.

Das Wetter am langen Wochenende wird unbeständig.

„Es kann heftigen Starkregen mit 30 bis 40 Litern, Hagel und Sturmböen geben." Das solle bis in die Nacht andauern. Die Temperaturen bleiben derweil bei über 25 Grad.

Wetter in Osthessen: Starkregen am Sonntag

Der Sonntag beschert den Osthessen mehrstündigen Starkregen, „es wird gewittrig", sagt Bonewitz. Auch am Sonntag wandern die Temperaturen nicht unter die 25-Grad-Marke.

Derzeit ist nicht wirklich Entspannung in Sicht: „Ab Montag sind eventuell mehr Sonnenanteile möglich“, schildert der Wetterexperte. „Aber der Anfang der Woche ist nicht störungsfrei und ob es trocken bleibt, kann ich nicht versprechen.“

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