Fotos: Lea Marie Kläsener

Bischöfe wollen Reformen – Frauen gehen wieder auf die Straße (Video)

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Zum Abschluss der Bischofskonferenz hat die katholische Frauen-Bewegung „Maria 2.0“ im Kampf für mehr Gleichberechtigung in ihrer Kirche zu einer Demonstration in Fulda aufgerufen. Zeitgleich hat sich eine Mehrheit der Bischöfe für Reformen in der katholischen Kirche ausgesprochen.

Beatrix Ahr von der Initiative erklärte, die Initiative wende sich gegen Machtmissbrauch und verfolge das Ziel von Gleichberechtigung und Mitbestimmung in allen Ämtern und Diensten der katholischen Kirche. Frauen verkörperten zwar rund 50 Prozent der Katholiken in Deutschland, doch die wichtigen Entscheidungen würden zu 100 Prozent von Männern getroffen.

Bischofskonferenz beschließt Reformen

Die Bischöfe haben einen Satzungsentwurf beschlossen, mit dem weitere Vorbereitungen für den Anfang Dezember startenden Reformprozess – den „synodalen Weg“ – getroffen werden. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, sprach von einem „guten Ergebnis“.

Zudem habe er sich der Rückendeckung seiner Mitbrüder versichert, den Reformweg gemeinsam zu bestreiten: „Alle Bischöfe haben gesagt: Ja, wir gehen mit“, sagte Marx. Ihm sei aber nicht entgangen, dass es unterschiedliche Positionen in der Bischofskonferenz und Kritik von vereinzelten Oberhirten gebe.

Vier große Themen beim Reformprozess

Als Nächstes muss der Regelwerk-Entwurf für die Reformgespräche mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) abgestimmt und beschlossen werden. Die Laien-Organisation ist der Partner der Bischofskonferenz.

Beim Reformprozess geht es um vier große Themen: den Umgang der Kirche mit Macht, die kirchliche Sexualmoral, die umstrittene Ehelosigkeit von Priestern (Zölibat) und die Position von Frauen in der Kirche. Die Reformgespräche wurden als Konsequenz aus dem Skandal um sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche angestoßen. / dpa, sec

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