Bischof Franz-Josef Overbeck kritisierte bei der Bischofskonferenz die Zerstörung des Regenwaldes. / Archivfoto: dpa

Bischofskonferenz verlangt mehr Klimaschutz: Nicht auf später warten

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Die katholischen Bischöfe in Deutschland haben bei der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) in Fulda zu mehr Klimaschutz aufgerufen.

Der Münsteraner Weihbischof Rolf Lohmann forderte: „Klimaschutz darf unsere Gesellschaft nicht spalten, sondern wir müssen uns gemeinsam dieser großen Aufgabe stellen und den gefährlichen Klimawandel bekämpfen. Und das müssen wir jetzt tun und nicht auf später warten.“

Die Bischöfe befassten sich am Mittwoch mit dem Thema im Hinblick auf die anstehende Amazonas-Synode im Vatikan. Dabei geht es neben pastoralen Fragen wie dem dort deutlich stärkeren Priestermangel als in Deutschland um ökologische Fragen.

Kritik an der Zerstörung des Regenwaldes

Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck wies als Lateinamerika-Fachmann auf die verheerende Lage hin und kritisierte die Zerstörung des Regenwalds, Brandrodungen und die rücksichtslose Ausbeutung von Rohstoffen.

„Frische Luft und Trinkwasser verdanken wir weltweit zu einem wichtigen Teil dem Ökosystem Amazonas. Deshalb liegt der Schutz des Amazonasgebiets in der Verantwortung der gesamten Weltgemeinschaft“, sagte Overbeck.

Jeder soll Beitrag leisten

Um dem Raubbau entgegenzutreten, seien alle Menschen aufgerufen, durch einen umweltschonenden Lebensstil, etwa bei Ernährung und Mobilität, ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

„Jede und jeder Einzelne kann so den gesellschaftlichen Wandel beschleunigen“, sagte Andreas Löschel, Mitglied der Arbeitsgruppe für ökologische Fragen bei der DBK. Er forderte eine ambitioniertere Klimapolitik.

Bericht zur Nachhaltigkeit soll vorgelegt werden

Um eigenes Handeln zu überprüfen, will die DBK in spätestens zwei Jahren einen Bericht zur Nachhaltigkeit in den Diözesen vorlegen. Im vergangenen Jahr seien Handlungsempfehlungen für die deutschen (Erz-)Diözesen vorgelegt worden.

Zur Unterstützung von lokalen Partnern unterstützt das Hilfswerk Misereor 100 Projekte in Amazonien mit jährlich zehn Millionen Euro, wie die DBK mitteilte. / dpa

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