„Black Lives Matter“-Demo in Fulda.
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Die erste „Black Lives Matter“-Demo in Fulda

„Klima und Gerechtigkeit“

Symbiose von „Black Lives Matter“ und „Fridays for Future“: Demonstranten laufen am Freitag durch Fulda

  • Leon Schmitt
    vonLeon Schmitt
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Die „Black Lives Matter“-Bewegung und die Fuldaer Ortsgruppe „Fridays for Future“ haben sich zusammengeschlossen: Am Freitag wollen sie mit möglichst vielen Demonstranten durch Fulda laufen, um gemeinsam ein Zeichen für Klimaschutz und Gerechtigkeit zu setzen.

  • Die „Black Lives Matter“-Bewegung und die Fuldaer Fridays for Future“-Ortsgruppe wollen zusammen demonstrieren.
  • Am Freitag, 31. Juli, startet die Demo um 18 Uhr.
  • Die Veranstalter und die Stadt Fulda weisen auf die Hygienevorschriften hin, die eingehalten werden müssen.

Fulda - Die Laufdemo, die unter dem Motto „Klima und Gerechtigkeit“ steht, wird am Freitag um 17 Uhr an der Heinrich-Gellings-Halle in Fulda starten. Das teilt die Fuldaer OrtsgruppeFridays for Future“ mit. Geplant ist, dass der Demozug um 18 Uhr am Universitätsplatz ankommt.

Am Uniplatz in Fulda werden Redebeiträge zu hören sein - unter anderem von einer Vertreterin der Seebrücke Fulda und den „Omas for Future“. Außerdem wird Nuha Sharif-Ali, die die „Black Lives Matter“-Demo im Juni in Fulda initiiert hatte, eine Rede halten. „Ich finde es sehr schön, dass wir jetzt mit ‚Fridays for Future‘ zusammenarbeiten“, sagt Sharif-Ali im Gespräch mit unserer Zeitung. „Ich kann meine Stimme nicht gegen Rassismus erheben, wenn es gar keine Welt mehr gibt, in der ich leben kann.“ Daran merke man, dass alles miteinander verbunden sei.

„Black Lives Matter“ und „Fridays for Future“ demonstrieren zusammen

Die Organisatoren der Demo laden alle Fuldaer Bürger dazu ein, an der Demo teilzunehmen. „Unter strenger Einhaltung aller Corona-Hygienevorschriften, den Abstandsregeln sowie der Maskenpflicht wollen wir mit Euch gemeinsam auf die Straßen gehen und gemeinsam für Klima und Gerechtigkeit einstehen. Außerdem möchten wir am Freitag zeigen, wie bunt, vielfältig und weltoffen Fulda aussehen kann.“ Ziel sei es, „bestehende soziale und globale Ungleichheiten stärker zu adressieren“.

Wie die Stadt Fulda auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilt, wurde für den Weg von der Heinrich-Gellings-Halle bis zum Uniplatz eine Strecke festgelegt, „die geeignet ist, die nötigen Mindestabstände einzuhalten“. „Die Strecke führt über die Petersberger Straße, Dalbergstraße, Löherstraße, Königstraße, Wilhelmstraße, Johannes-Dyba-Allee, Schlossstraße und Rabanusstraße bis hin zum Universitätsplatz“, so die Stadt Fulda. Zwischen 17 und 18 Uhr müssen Verkehrsteilnehmer in diesen Bereichen mit Einschränkungen im Straßenverkehr rechnen.

Veranstalter und Stadt Fulda weisen auf Hygienevorschriften hin

Für die Versammlung gelten einige Auflagen zum Verhindern der Coronavirus-Ausbreitung, teilt die Stadt mit. Der Versammlungsleiter habe sicherzustellen, dass die nötigen Mindestabstände eingehalten werden. Aufenthalte im öffentlichen Raum seien nur alleine, in Gruppen von höchstens zehn Personen oder mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet. Bei Begegnungen mit anderen Personen sei ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.

„Die Weitergabe von Gegenständen zwischen den Versammlungsteilnehmern, die nicht einem gemeinsamen Hausstand angehören, ist aufgrund des Infektionsschutzes untersagt“, heißt es. Alle Teilnehmer, die Symptome eines grippalen Infekts zeigen, seien von der Versammlungsleitung auszuschließen.

100 Personen sind für die Demo angemeldet

Um die Einhaltung der Corona-Maßnahmen umzusetzen und zu überwachen, gebe es eine erhöhte Anzahl an Ordnern. Zwischen Teilnehmern und Ordnern sei ein Verhältnis von 1:10 erforderlich.

Nach Angaben der Stadt Fulda wurden für die Demonstration 100 Teilnehmer angemeldet. Es sei allerdings nicht auszuschließen, dass mehr Menschen teilnehmen, als von den Organisatorin angemeldet wurden.

Das Ordnungsamt der Stadt Fulda appelliert an die Versammlungsteilnehmer, eigenverantwortlich zum Schutze aller Personen die vorgegebenen Auflagen - insbesondere die erforderlichen Abstands- und Hygieneregeln - einzuhalten. Zwar könne die Stadt Fulda keine Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes bei einer Versammlung aussprechen. Es gelte allerdings die ausdrückliche Empfehlung zum Tragen einer Maske.

Lesen Sie hier: Demo-Initiatorin Saba Hussein über ihre Erfahrungen mit und ihren Kampf gegen Rassismus.

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