Buchmesse in Frankfurt: Alles fließt. Jedenfalls visuell.
+
Buchmesse in Frankfurt: Alles fließt. Jedenfalls visuell.

Ein Rundgang

Buchmesse jetzt für alle geöffnet - Kanada begeistert mit Lichtpavillon

Mit einem faszinierenden Lichtpavillon begeistert Kanada die Besucher der Buchmesse in Frankfurt. Das nordamerikanische Land ist Gast des großen Events in Hessen. Ein Rundgang.

Frankfurt - Die Frankfurter Buchmesse hat am Freitag (seit 9 Uhr) die Türen für das allgemeine Publikum geöffnet, nachdem die ersten beiden Tagen den Fachbesuchern vorbehalten waren. Auch ein Bücherverkauf wird dann angeboten. Verschiedene Autorinnen und Autoren werden zu Live-Veranstaltungen bei der Messe in Hessen erwartet.

Wegen Corona sind pro Tag nur 25.000 Personen zugelassen, sie alle müssen geimpft, genesen oder getestet sein (3G). Für Samstag ist die Buchmesse bereits ausgebucht, es gibt nur noch für Sonntag Karten. Um Gedränge zu vermeiden, wurden die Eingangsbereiche vergrößert und die Gänge zwischen den Messeständen verbreitert. Dass es bereits am Freitag einen allgemeinen Besuchertag gibt, ist neu. Normalerweise darf das Lesepublikum immer erst samstags und sonntags auf das Messegelände. 2020 fand die Frankfurter Buchmesse ausschließlich digital statt. (Lesen Sie auch: Fuldaerin macht Film-Karriere: Viola M. J. Schmidt schrieb Drehbuch für „Schule der magischen Tiere“)

Buchmesse in Frankfurt: Kanada begeistert mit Lichtpavillon

Der Eindruck ist atemberaubend und entführt die neugierigen Besucher virtuell in die kanadische Provinz. Die Visualisierung von bewegtem Wasser in leuchtenden Farben. Ein stilisierter Wasserfall mit harmonischer Hintergrundmusik. Klangvolle Melodien, die eine friedliche Stimmung erzeugen, und leuchtende Designs, die an Screens und bewegten Bildern erkennbar sind. Der Raum auf der Frankfurter Buchmesse ist eher dunkel gehalten, und die Deckenbeleuchtung kommt nur dezent zum Einsatz. All das schafft eine einladende, beruhigende und sinnliche Atmosphäre.

Designt hat den Pavillon Gonzalo Soldi mit seiner Geschäftspartnerin Jennifer-Ann Weir. „Wir sehen die typische Geografie von Kanada. Ein Gebiet voller Wasser und Felsen. Das Design haben wir bewusst aus mehreren Farben gewählt, um die Vielfalt reinzubringen“, sagt der Designer. Denn genauso reichhaltig sei Kanada.

Video: Frankfurter Buchmesse: „Wie wollen wir leben?“ Mit Literatur!

Doch wir befinden uns in der Welt der Literatur: „Darum ermöglichen wir ein Meet and Greet. Besucher der Buchmesse können bedeutenden Menschen aus der Kunstszene, besonders vielen Autoren Kanadas virtuell begegnen“, fügt Jennifer-Ann Weir hinzu. Der Designer des Mirari-Studios schwärmt von seiner Heimat. „Wir wollen mit unserer Pavillon-Idee eine Geschichte erzählen und die Menschen dazu bewegen, Kanada kennenzulernen, es mit eigenen Augen zu erleben.“ Soldi plädiert zudem für Weltoffenheit und würde sich freuen, Menschen für den großen weißen Norden Amerikas international zu begeistern. Auch möchte er die Gäste aus aller Welt mit seiner Kunst berühren.

Was den diesjährigen Pavillon betrifft, scheint Papier eher in den Hintergrund gerückt zu sein. Könnte es etwa der Fall sein, dass Papier aus der Mode kommt und die Gesellschaft sich immer mehr der Digitalisierung hingibt? Dies wird durch die virtuelle Videoinstallation zumindest angedeutet. Fast vergisst der Besucher, dass er auf der Buchmesse ist. Doch dann geht er um die Ecke und sieht dort ein ganz klassisches Bücherregal stehen. (von Sanja Winhold, mit dpa-Material)

Das könnte Sie auch interessieren