Markus Röder vor der Kita in Langenbieber
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Hofbiebers Bürgermeister Markus Röder stand bezüglich des Coronafalls in einer Kita in Langenbieber unserer Zeitung Rede und Antwort.

Infektion zufällig festgestellt

Bürgermeister Röder äußert sich im Video zu Coronafall in der Kita Langenbieber

  • Jessica Vey
    vonJessica Vey
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Es gibt immer mehr Lockerungen, der normale Betrieb an Schulen und Kitas rückt näher. Doch ein Fall in der Kindergarten Langenbieber zeigt, wie schnell es gehen kann, dass eine Betreuungseinrichtung plötzlich für zwei Wochen geschlossen werden muss.

  • In einer Kita in Langenbieber hat es einen Coronafall gegeben
  • Das betroffene Kind musste allerdings nicht ins Krankenhaus
  • Zwölf Kinder samt Erzieher sind nun für zwei Wochen in Quarantäne

Langenbieber - Bisherigen Studien zufolge erkranken Kinder deutlich seltener an Covid-19 als Erwachsene. Und: Wenn Kinder erkranken, sind die Symptome in der Regel eher mild. Im Falle des infizierten fünfjährigen Kindes in der Kita Langenbieber, der am Dienstagabend bekanntgemacht wurde, handelt es sich offenbar um eine Erkrankung, die durch Zufall entdeckt worden ist.

Hofbiebers Bürgermeister Markus Röder (parteilos) sagte heute im Gespräch mit unserer Zeitung nur so viel: „Aus dem Umfeld der Familie des Kindes heraus hat es einen Umstand gegeben, dass die Familie sich ohne Symptome zu einer Testung entschied. Dabei entdeckte man ganz zufällig diesen Fall.“

Erste Ergebnisse am Donnerstag?

Der Bürgermeister erklärt: „Am Dienstagvormittag hat uns das Gesundheitsamt informiert, dass wir in der Kita ein infiziertes Kind haben.“ Die Gemeinde betreibt die Kindertagesstätte und ist sofort tätig geworden. „Die Kinder wurden von den Eltern abgeholt. Um circa 13 Uhr haben wir die Kita zugeschlossen“, berichtet Röder.

Sie war ohnehin nur für die Notbetreuung geöffnet, die zwölf Kinder in Anspruch genommen haben. Alle Kinder sowie sieben Erzieherinnen sind jetzt in Quarantäne.

Leoni Rehnert, Sprecherin des Landkreises Fulda, erklärt, dass die Kinder und die Erzieherinnen noch am Dienstag getestet wurden. Mit Ergebnissen rechne sie am Donnerstag. Im Falle des infizierten Kindes hat das Gesundheitsamt bereits die Kontaktpersonen recherchiert.

Nun komme es darauf an, wie viele der Kinder und Erzieherinnen positiv getestet werden. Falls es noch mehr Infizierte gibt, würden auch von diesen Personen die Kontakte ermittelt werden. Das Gesundheitsamt wird laut Rehnert auch versuchen herauszufinden, wo sich das Kind angesteckt hat.

Eltern haben besonnen reagiert

Bei den Eltern der zwölf Kinder handelt es sich größtenteils um Personen in systemrelevanten Berufen – also um Mitarbeiter aus Pflege- und Gesundheitswesen. Sie hätten laut Bürgermeister Röder „besonnen“ reagiert, als sie von der Quarantänemaßnahme und der Schließung der Notgruppe in Langenbieber gehört haben.

Doch: „Vor allem in lokalen Whatsapp-Gruppen gibt es einiges an Verunsicherungen. Man ist besorgt und beunruhigt, aber niemand verfällt in Panik“, berichtet er.

Die Einrichtung bleibt nun zwei Wochen geschlossen. Auf die Fragen, wie es dem Kind gehe wollte Röder keine Informationen geben. Er sagte nur, dass das Kind zu Hause sei. Heißt: Ein Aufenthalt in einem Krankenhaus ist nicht nötig.

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