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Bundesfreiwilligendienst beim Sportkreis – Hobby und freiwillige Arbeit vereint

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Seit Sommer diesen Jahres bietet der Sportkreis Fulda/Hünfeld einen Bundesfreiwilligendienst an. Der erste „Bufdi“ dort ist der 19-jährige Samuel Neubauer, der in seiner 38-Stunden-Woche Erfahrungen im praktischen wie theoretischen Bereich der Sporteinrichtung sammelt.

Von unserem Redaktionsmitglied Michel Ickler

Mit dem Slogan „Zeit, das Richtige zu tun“ wirbt das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Arbeit für den Bundesfreiwilligendienst, der vor acht Jahren den Zivildienst abgelöst hat. Ziel der sogenannten „Bufdis“ ist es, sich im sozialen, kulturellen, ökologischen Bereich, in Sporteinrichtungen oder für Projekte zu engagieren.

Dachorganisation aller 338 Sportvereine

Neubauer absolviert seit dem 1. August einen solchen Dienst in einer Sporteinrichtung, nämlich in der des Sportkreises Fulda/Hünfeld. Der Sportkreis ist die Dachorganisation aller 338 Sportvereine im Landkreis Fulda.

Montag, 10 Uhr: Arbeitsbeginn in der Geschäftsstelle in der Nonnengasse. Die Aufgaben von Neubauer verteilen sich auf etwa 60 Prozent Theorie und 40 Prozent Praxis. Bei der theoretischen Arbeit handelt es sich neben typischen Büroarbeiten wie der Pflege eingehender E-Mails oder dem Vorbereiten von Seminaren vor allem um das Verarbeiten der Daten der hiesigen Sportabzeichen, die vom Sportkreis bis zum 13. Dezember ausgestellt werden müssen. Aber auch bei andren bürokratischen Themen wie der Vereinsförderung darf Neubauer dem Sportkreisvorsitzendem Harald Piaskowski über die Schulter schauen.

Elterser sieht spätere Zukunft im Bereich Sport

Interessanter wird es für den Abiturienten aus Elters, der seine spätere Zukunft ebenfalls im Bereich Sport sieht, im praktischen Teil. Einmal in der Woche trainiert der Fußballer, der für den Gruppenligisten SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach die Schuhe schnürt, eine Flüchtlingsmannschaft aus Hünfeld. Das Organisieren einer Spielstätte und dem benötigten Trainingsmaterial ist bei Neubauers Tätigkeit mit inbegriffen.

Hinzu kommt die Leitung einer E-Junioren-Mannschaft im kommenden Jahr, das Begleiten einer Judo-AG und das Arbeiten mit Kindergarten- und Grundschulkindern. „In der zweiten Klasse führen wir den sogenannten Bewegungs-Check durch und testen die Kinder auf ihre Sportfähigkeiten. Anschließend helfe ich den Kindern, sie zu den zu Sportvereinen zu vermitteln“, gewährt der 19-Jährige Einblicke in seine Arbeit.

Hoffnung auf Orientierung für späteren Lebensweg

Den Bundesfreiwilligendienst vergleicht Neubauer mit einem freiwilligen sozialen Jahr, in dem Neubauer ebenfalls ein Taschengeld von 300 Euro im Monat erhalten würde. Den Dienst sieht der Abiturient als „große Hilfe in der Findungsphase“ und verspricht sich durch die Tätigkeit beim Sportkreis ein wachsendes Netzwerk und eine gewisse Orientierung für seinen späteren Lebensweg.

Noch bis zum 31. Juli geht Neubauer der Tätigkeit beim Sportkreis Fulda/Hünfeld nach, ehe er Platz für einen neuen Bufdi macht. Bis dahin ziehen zahlreiche Trainingseinheiten und Bewegungs-Checks ins Land, sodass der Feierabend in der Nonnengasse freitags um 14 Uhr immer schnell kommt.

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