Fotos: Jacqueline Kleinhans

Bundestagsabgeordneter Omid Nouripour spricht beim Neujahrsempfang der Grünen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Mit dem Bundestagsabgeordneten Omid Nouripour hat der Kreisverband Fulda der Grünen am Sonntag seinen Neujahrsempfang im antonius-Cafè gefeiert. Neben dem Rückblick auf 2019, den Ausblick auf 2020 schauten die Mitglieder ebenso auf 40 Jahre Grünen zurück.

Von unserem Redaktionsmitglied Jacqueline Kleinhans

„In 40 Jahren sind die Grünen durch viele Höhen und Tiefen gegangen“, sagte Omid Nouripour, der seit 2006 Bundestagsabgeordneter ist. Da seien zum Beispiel die Mitgliederzahlen, die 1999 auf 32.000 sanken. Mittlerweile sind es 100.000 Mitglieder.

„Weltverbesserer zu sein, ist großes Lob“

Den Grünen werde oft vorgeworfen, dass sie ihren Grundgedanken verloren hätten. „Wir wurden damals immer als Weltverbesserer bezeichnet. Das ist nie so ein großes Lob gewesen wie heute“, so der Bundestagsabgeordnete.

Viele hätten vergessen, dass sich die Partei aus der Friedens-, Frauen- und ökologischen Bewegung gegründet hat. „Die Gleichberechtigung ist heute immer noch nicht da, wo sie sein sollte, solange Frauen für die gleiche Arbeit nicht so viel verdienen wie Männer“, erklärte Omid Nouripour. Zudem würde die Rolle der Frau in der Geschichte oft untergehen, was der Politiker am Beispiel Martin Luther Kings berühmter Rede („Ich habe einen Traum.“) belegte. „Auf diese Idee hat ihn die Gospel-Sängerin Mahalia Jackson gebracht, die ihm zuvor gesagte hatte: ‚Erzähl ihnen von unserem Traum‘“.

Nouripour kritisiert Außenminister Maas

Des Weiteren sprach der Bundestagsabgeordnete über den Frieden. „Bei Krisendebatten wird sofort von einem möglichen Bundeswehreinsatz gesprochen. Dabei muss das die letzte Frage sein.“ Mit der Arbeit des Bundesaußenministers Heiko Maas zeigte sich Nouripour nicht zufrieden, da sich Maas vor Auslandseinsätzen scheuen würde. „Wenn ich unseren Außenminister im TV sehe, wünsche ich mir Sigmar Gabriel als Außenminister zurück – und ich war kein Fan von ihm“, so der Politiker. Abschließend appellierte er an die anwesenden Mitglieder, sich „von den Miesepetern abzugrenzen und mutig zu sein“.

Freude über Peter Kirchner als Bürgermeister

Einen Blick zurück auf 2019 warf Knut Heiland, Grünen-Vorstandssprecher, und hatte auch den für ihn politischen Höhepunkt parat. „Dass Peter Kirchner in Ehrenberg als langjähriges Grünen-Mitglied zum Bürgermeister gewählt wurde, ist toll. Das habe ich hier lange nicht für möglich gehalten“, erklärte Heiland.

Geschockt zeigte sich Heiland über den Tod von Walter Lübcke. „Das ist das traurigste Ereignis 2019. Dass so etwas überhaupt passieren kann, macht mich immer noch sprachlos.“

Zudem gaben die beiden Landtagsabgeordneten Silvia Brünnel und Markus Hofmann einen politischen Überblick über das vergangene Jahr. Anschließend wurde die ehemalige Kreisgeschäftsführerin Marion Neumeister für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt.

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