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Bundestagswahl 2021 live: Grüne und FDP treffen sich zu ersten Gesprächen - und veröffentlichen Selfie

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  • Ann-Katrin Hahner
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Wer regiert Deutschland? Bei der Bundestagswahl hatten die Wählerinnen und Wähler am Sonntag das Wort. Die Regierungsbildung jedoch gestaltet sich schwierig. Grüne und FDP haben sich zu ersten Gesprächen getroffen. Alle Ergebnisse und Entwicklungen finden Sie in unserem Live-Ticker.

  • Am Sonntag, 26. September, fand die Bundestagswahl 2021 statt
  • Olaf Scholz oder Armin Laschet - wer regiert Deutschland?
  • Das Buhlen um die Koalitionspartner - FDP und Grüne - hat begonnen (Update vom 27. September, 18.08 Uhr)
  • In unserem Live-Ticker finden Sie Ergebnisse und Reaktionen zur Bundestagswahl.

>>> Ticker zur Bundestagswahl 2021 aktualisieren <<<

Update vom 29. September, 11.17 Uhr: Die Spitzen von Grünen und FDP haben überraschend schon am Dienstag erste Vorgespräche über eine gemeinsame Regierungsbeteiligung geführt. Die Grünen-Parteichefs Annalena Baerbock und Robert Habeck trafen sich mit FDP-Chef Christian Lindner und Generalsekretär Volker Wissing. Alle vier posteten auf Instagram ein Selfie des Quartetts und schrieben dazu: „Auf der Suche nach einer neuen Regierung loten wir Gemeinsamkeiten und Brücken über Trennendes aus. Und finden sogar welche. Spannende Zeiten.“

Grüne und Liberale könnten nach der Bundestagswahl sowohl eine Ampelkoalition mit der SPD als auch ein Bündnis mit der Union eingehen. Allerdings hat die SPD mit Kanzlerkandidat Olaf Scholz die Wahl am Sonntag gewonnen. Erklärtes Ziel von Grünen und FDP ist die Einigung auf Grundlinien einer politischen Zusammenarbeit, die als Voraussetzung für einen „Neustart“ der Regierungspolitik in Deutschland dienen soll. Erst später wollen beide mit der Partei eines möglichen Kanzlers sprechen.

Bundestagswahl 2021: Grüne und FDP treffen sich - und veröffentlichen Selfie

Die Abgeordneten von CDU und CSU haben am Dienstag Ralph Brinkhaus mit 85 Prozent der Stimmen im Amt des Fraktionsvorsitzenden wiedergewählt - allerdings nur bis Ende April und nicht wie üblich für ein Jahr. In der Sitzung wurde auch deutliche Kritik an Kanzlerkandidat Armin Laschet laut.

Trotz des Wahlsiegs der SPD will die Union gleichwohl nicht abwarten, ob eine Ampelkoalition zustande kommt. Laschet sagte am Dienstagabend nach der Sitzung der Unions-Fraktion: „Wir werden jetzt in den nächsten Tagen mit FDP, mit Grünen sprechen. Unser Gesprächsangebot steht.“

ParteiErgebnis (Stand: 27. September, 5.29 Uhr)
CDU24,1 Prozent
SPD25,7 Prozent
Grüne14,8 Prozent
AfD10,3 Prozent
FDP11,5 Prozent
Die Linke4,9 Prozent
Sonstige8,7 Prozent

+++ 18.08 Uhr: Unmittelbar nach der Bundestagswahl mit dem Unionsdebakel und Zugewinnen für die SPD hat das Tauziehen um die Bildung der nächsten Bundesregierung begonnen. Trotz des historisch schlechten Ergebnisses der Union warb der CDU-Vorsitzende Armin Laschet am Montag für eine Jamaika-Koalition mit Grünen und FDP.

Beide Parteien werden auch von der SPD für die Bildung einer Ampel-Koalition umworben. SPD, Grüne und FDP seien gestärkt, sagte Kanzlerkandidat Olaf Scholz mit Blick auf die Zugewinne aller drei Parteien. Dies sei „der sichtbare Auftrag, den die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes formuliert haben.“

Bundestagswahl 2021: Ampel-Koalition? Scholz sieht „sichtbaren Auftrag“

FDP-Chef Christian Lindner will zunächst „Vorsondierungen“ mit den Grünen führen. Deren Vorsitzender Robert Habeck wies darauf hin, dass die SPD als stärkste Kraft eher dazu berechtigt sei, zuerst zu Sondierungen einzuladen. „Das hat der Souverän so gemacht, und das muss man auch ernst nehmen“, sagte er in Berlin.

In der Union mehren sich nach dem Absturz derweil kritische Stimmen, auch Rücktrittsforderungen gegen Laschet wurden laut. Insgesamt äußerten sich die führenden Unionspolitiker am Montag spürbar zurückhaltender als noch am Wahlabend. Von einem Anspruch auf eine Regierungsbildung war nicht mehr die Rede. Als Zweitplatzierter habe die Union keinen solchen Anspruch, sagte CSU-Chef Markus Söder.

Christian Lindners FDP hat in den Verhandlungen um eine Regierungskoalition gut lachen. Ohne große Koalition können CDU und SPD nur im Dreierbündnis an der Macht bleiben.

+++ 9.13 Uhr: Die Zahlen machen deutlich: Ein regierungsfähiges Zweierbündnis bekommen nur SPD und Union zustande, was beide Parteien allerdings nicht wollen. Deshalb dürfte es zum ersten Mal seit den 50er-Jahren ein Dreierbündnis geben. Das Buhlen um die Koalitionspartner Grüne und FDP hat bereits begonnen.

FDP-Chef Christian Lindner schlug noch am Wahlabend vor, dass sich Liberalen und Grüne vorab zusammensetzen, um Schnittmengen und Streitpunkte zunächst untereinander auszuloten, bevor es in Sondierungen geht. Sein Vize Wolfgang Kubicki unterstützte das in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Lindner würde lieber mit Laschet koalieren, die Grünen lieber mit Scholz. Wann grün-gelbe Gespräche beginnen, war zunächst nicht bekannt.

Update vom 27. September, 6.23 Uhr: Nach der Auszählung aller Wahlkreise liegt die SPD mit 25,7 Prozent knapp vor der CDU/CSU. Die Union dagegen erlebt ein historisches Debakel, sie kommt nur noch auf 24,1 Prozent (32,9). Die Grünen werden mit 14,8 Prozent drittstärkste Partei. Die FDP erzielt 11,5 Prozent, die AfD 10,3 Prozent. Die Linke scheitert mit einem Ergebnis von 4,9 Prozent an der 5-Prozent-Hürde. Da sie aber drei ihrer zuletzt fünf Direktmandate verteidigt, kann sie trotzdem wieder entsprechend ihrem Zweitstimmenergebnis in den Bundestag einziehen.

Die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag ändern sich damit erheblich. Die Sitzverteilung wurde zunächst noch nicht bekanntgegeben und könnte nach den letzten Hochrechnungen von ARD und ZDF so aussehen: SPD 205 bis 209 (2017: 153), CDU/CSU 194 bis 196 (2017: 246), Grüne 116 bis 118 (67), FDP 91 bis 93 (80), AfD 84 (94), Linke 39 bis 40 (69).

Die Wahlbeteiligung lag mit 76,6 Prozent auf dem Niveau der vergangenen Wahl (76,2).

Bundestagswahl 2021: SPD wird stärkste Kraft

+++ 23.36 Uhr: Die SPD wird laut aktueller ARD-Hochrechnung mit 25,8 Prozent stärkste Kraft. Dahinter folgt die CDU mit 24,1 Prozent. Die Grünen vereinen 14,6 Prozent der Stimmen auf sich. Die FDP erhält 11,5 Prozent, die AfD 10,5 Prozent der Stimmen. Die Linke ist mit 4,9 Prozent unter die 5-Prozent-Hürde gefallen. Andere Parteien erzielen gemeinsam 8,6 Prozent.

+++ 21.38 Uhr: Bei der aktuellen Hochrechnung erreicht die SPD 26 Prozent (2017: 20,5 Prozent) der Stimmen. Die CDU liegt mit 24,5 Prozent (2017: 32,9 Prozent) knapp dahinter. Die Grünen vereinen 13,9 Prozent (2017: 8,9 Prozent) der Stimmen auf sich. Dahinter kommen FDP mit 11,7 Prozent (2017: 10,7 Prozent) und AfD mit 10,5 Prozent (2017: 12,6 Prozent). Die Linke zieht zum aktuellen Stand mit 5,0 Prozent (2017: 9,2 Prozent) wieder in den Bundestag.

+++ 20.36 Uhr: Eine „ermutigende Botschaft“ nennt Olaf Scholz das Wahlergebnis der SPD nach den ersten Hochrechnungen auf ARD und ZDF in der Berliner Runde.

CDU/CSU haben bei der Wahl 2021 das schwächste Ergebnis eingefahren, das jemals bei einer Bundestagswahl erzielt wurde. Das ist ein „Verlust an Stimmen, der nicht schön ist“, erklärt Armin Laschet. Das Bündnis Rot-Rot-Grün habe „heute eine Klatsche bekommen“, ist CSU-Vorsitzender Markus Söder der Meinung.

Annalena Baerbock ordnet das vorläufige Wahlergebnis der Grünen ein: „Wir haben unser kühnes Wahlziel, führende Kraft in diesem Land zu sein, nicht erreicht.“ Aber: Die Grünen hätten ihr Ergebnis klar verbessert.

Bundestagswahl 2021: CDU mit historisch schlechtem Ergebnis

„Die FDP war und ist bereit, Verantwortung zu übernehmen“, sagt Christian Lindner in der Berliner Runde. Es sei sinnvoll, dass Grüne und FDP zuerst miteinander ins Gespräch kommen, bevor Verhandlungen mit Union und SPD geführt werden.

„Für uns ist es kein schöner Abend“, bilanziert Susanne Hennig-Wellsow von der Linken. Sie gehe aber davon aus, dass ihre Partei im deutschen Bundestag bleibt.

„Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Wir sind zweistellig geblieben“, urteilt Alice Weidel (AfD) im Hinblick darauf, dass ihre Partei im Vergleich zu 2017 Stimmen verloren hat. Die AfD sehe „gut gelaunt“ in die nächste Legislaturperiode.

Bundestagswahl 2021: SPD liegt nach Hochrechnung vorne, CDU knapp dahinter

+++ 20.15 Uhr: SPD (25,9 Prozent) und CDU (24,5 Prozent) liegen bei der aktuellen Hochrechnung weiterhin vorne. Den drittgrößten Anteil der Stimmen fahren die Grünen mit 14,1 Prozent der Stimmen ein. FDP (11,7 Prozent) und AfD (10,6 Prozent) folgen. Die Linke schaffen aktuell knapp die 5-Prozent-Hürde.

+++ 19.34 Uhr: Die SPD bleibt bei der aktuellen Hochrechnung stärkste Kraft mit 25,7 Prozent der Stimmen. Die CDU liegt mit 24,6 Prozent dahinter. Es folgen die Grünen mit 14,4 Prozent, die FDP mit 11,7 Prozent und die AfD mit 10,7 Prozent. Die Linken kommen mit 5,0 Prozent der Stimmen in den Bundestag.

+++ 19.24 Uhr: Nach der aktuellen Hochrechnung fährt die SPD 25,6 Prozent der Stimmen ein, die CDU 24,4 Prozent. Die Grünen liegen mit 14,7 Prozent auf Platz 3. Die FDP vereint 11,6 Prozent der Stimmen auf sich, dahinter liegt die AfD mit 10,3 Prozent. Die Linke schafft es zum aktuellen Stand mit 5,0 Prozent in den Bundestag. Andere Parteien fahren gemeinsam 8,4 Prozent der Stimmen ein.

Bundestagswahl 2021: Olaf Scholz freut sich über das Wahlergebnis

+++ 19.17 Uhr: SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat sich hocherfreut über das Abschneiden seiner Partei bei der Bundestagswahl geäußert. „Natürlich freue ich mich über das Wahlergebnis“, sagte Scholz am Sonntagabend in Berlin. „Das ist ein großer Erfolg.“ Viele Wählerinnen und Wähler hätten deutlich gemacht, dass sie einen „Wechsel in der Regierung“ wollten und dass der nächste Kanzler Olaf Scholz heißen solle.

Unionskanzlerkandidat Armin Laschet will trotz des schwachen Abschneidens bei der Bundestagswahl versuchen, eine unionsgeführte Regierung zu bilden. „Eine Stimme für die Union ist eine Stimme gegen eine linksgeführte Bundesregierung. Und deshalb werden wir alles daran setzen, eine Bundesregierung unter Führung der Union zu bilden“, sagte Laschet am Sonntagabend in Berlin. „Deutschland braucht jetzt eine Zukunftskoalition, die unser Land modernisiert.“ In einer solchen Koalition müsse sich jeder Partner wiederfinden mit seinen Schwerpunkten.

Zugleich sagte Laschet: „Mit dem Ergebnis können wir nicht zufrieden sein.“ Der Ausgang sei jedoch völlig unklar. „Es wird ein langer Abend.“

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat das mutmaßliche Abschneiden ihrer Partei als das „historische beste Ergebnis“ gelobt. Nach Hochrechnungen vom frühen Sonntagabend können die Grünen mit fast 15 Prozent der Stimmen rechnen. Das bislang beste Ergebnis bei einer Bundestagswahl erreichte die Ökopartei 2009 mit 10,7 Prozent.

„Wir sind erstmals angetreten, um als führende Kraft dieses Land zu gestalten“, sagte Baerbock bei der Wahlparty ihrer Partei in Berlin. „Wir wollten mehr“, räumte sie ein. Das habe nicht geklappt, auch aufgrund eigener Fehler - ihrer Fehler, wie sie präzisierte.

„Dieses Land braucht eine Klimaregierung“, betonte Baerbock, die mit „Annalena“-Sprechchören empfangen wurde. „Dafür kämpfen wir jetzt weiter mit euch allen.“ Co-Chef Robert Habeck umarmte Baerbock auf der Bühne und nannte sie „eine Kämpferin, ein Löwenherz“.

Bundestagswahl 2021: CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak sieht Jamaika als möglich an

+++ 18.56 Uhr: SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sieht den Auftrag zur Regierungsbildung bei den Sozialdemokraten. „Wir wussten, das wird ein knapper Wahlkampf“, sagte Klingbeil. „Aber ganz klar: Die SPD hat den Regierungsauftrag. Wir wollen, dass Olaf Scholz Kanzler wird.“

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak will trotz des schwachen Abschneidens eine unionsgeführte Regierung ausloten. „Wir haben ein Credo in der Union: Erst das Land, dann die Partei“, sagte er kurz nach Schließung der Wahllokale. Nach den ersten Zahlen gebe es eine Möglichkeit für eine „Zukunftskoalition“ aus Union, Grünen und FDP.

+++ 18.53 Uhr: Bei der ersten Hochrechnung der Wahlergebnisse liegt die SPD mit 24,9 Prozent der Stimmen vorne, dahinter kommt die CDU mit 24,7 Prozent. Den drittgrößten Anteil der Stimmen haben zum aktuellen Stand die Grünen mit 14,8 Prozent. Die AfD kann 11,3 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, die FDP 11,2 Prozent. Die Linken würden es momentan mit 5 Prozent der Stimmen knapp in den Bundestag schaffen.

+++ 18.04 Uhr: Nach den Prognosen von ARD und ZDF verbessert sich die SPD 25 bis 26 Prozent (2017: 20,5 Prozent). Die CDU/CSU fällt auf 24 bis 25 Prozent (32,9). Die Grünen fahren mit Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin 14,5 bis 15 Prozent ein (8,9). Die FDP verbessert sich auf 11 bis 12 Prozent (10,7). Die AfD, bisher drittstärkste Kraft, kommt auf 10 bis 11 Prozent (12,6). Die Linke rutscht auf 5 Prozent ab (9,2).

Die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag ändern sich damit deutlich, die Sitzverteilung hängt aber unter anderem davon ab, ob es die Linke ins Parlament schafft. Wahlforscher weisen außerdem darauf hin, dass die 18-Uhr-Prognosen wegen vieler Briefwähler unsicherer sein könnten als früher.

++ 13.06 Uhr: In den Meinungsumfragen zur Bundestagswahl lag die Union zuletzt leicht hinter der SPD mit Kanzlerkandidat Olaf Scholz. Die SPD kam dort auf 25 bis 26 Prozent, die Union auf 22 bis 25. Auf Platz drei lagen die Grünen mit 16 bis 17 Prozent. Es folgen FDP (10,5 bis 12 Prozent), AfD (10) und Linke (5 bis 6). Als wahrscheinlich scheint deshalb, dass Deutschland künftig von einem Dreier-Bündnis regiert wird. Derzeit sind den Umfragen zufolge verschiedene Dreier-Bündnisse möglich, neben einer Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP auch ein Bündnis aus SPD, Grünen und Linken sowie eine CDU-geführte Koalition mit Grünen und FDP.

Update vom 26. September, 8.05 Uhr: Die Wahllokale haben geöffnet, die Deutschen entscheiden, wer künftig das Land regieren soll. Bis 18 Uhr können die Menschen ihre Stimmen abgeben. Kurz nach Schließung der Wahllokale werden bei den Rundfunkanstalten ARD und ZDF die ersten Prognosen gezeigt. Wahlforscher erwarten, dass die 18-Uhr-Prognose dieses Mal wegen des hohen Anteils an Briefwählerinnen und -wählern eine etwas größere Differenz zum Endergebnis aufweisen könne als üblich. Matthias Jung, Vorstand der Forschungsgruppe Wahlen geht aber davon aus, dass die Fehler „statistisch gesehen zu keinem katastrophalen Ergebnis führen“. Näher am Endergebnis liegen dann die Hochrechnungen. Diese beruhen nicht mehr auf der Befragung der Wählerinnen und Wähler nach ihrem Urnengang, sondern auf den Stimmauszählungen selbst. 

+++ 16.53 Uhr: An diesem Sonntag entscheiden die Bürgerinnen und Bürger über die Zusammensetzung des nächsten Bundestags - und damit indirekt auch über die nächste Bundesregierung. Zur Wahl aufgerufen sind rund 60,4 Millionen Bürger. Es wird damit gerechnet, dass diesmal so viele wie nie zuvor ihre Stimme per Briefwahl abgegeben haben. Parallel zur Bundestagswahl wird in Mecklenburg-Vorpommern auch eine neuer Landtag gewählt und im Land Berlin das Abgeordnetenhaus.

Bundestagswahl 2021 live: Noch viele Wählerinnen und Wähler unentschlossen

Der Wahlausgang gilt angesichts zahlreicher noch unentschlossener Wählerinnen und Wähler als offen. In den Umfragen konnte die SPD ihre Führung zuletzt halten, teilweise aber nur sehr knapp. Sie lag je nach Meinungsforschungsinstitut bei 25 bis 26 Prozent - und damit ein bis vier Prozentpunkte vor der Union. Die Grünen mit ihrer Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock liegen in den Umfragen auf dem dritten Platz. Es folgen FDP (10,5 bis 12 Prozent), AfD (10) und Linke (5 bis 6).

Baerbock, Scholz oder Laschet? Bei der Bundestagswahl am Sonntag zählt es für die Parteien und ihre Kanzlerkandidaten.

Update vom 25. September, 11.46 Uhr: Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage haben 15 Prozent der Befragten noch keine endgültige Entscheidung getroffen, wen sie wählen werden. Die Befragung wurde online zwischen dem 16. und 22. September durchgeführt. Die Parteien versuchen bis zuletzt, Unentschlossene zu überzeugen. Eine Entscheidungshilfe ist der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung. Mithilfe des Tools lassen sich die Programme von Parteien mit eigenen Positionen vergleichen.

Update vom 24. September, 12.07 Uhr: CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet und seine Kontrahenten Olaf Scholz (SPD) und Annalena Baerbock wollen am Freitag den Wahlkampf offiziell beenden. Scholz und Baerbock reisen dafür in das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen. Laschet wird in Bayern erwartet. Scholz und Laschet werden aber auch am Samstag noch Termine bestreiten. Die offiziellen Wahlkampfabschlüsse von AfD und Linken sind am Freitag in Berlin. Die FDP beschließt ihren Wahlkampf am Samstag offiziell in Düsseldorf.

In letzten Umfragen zur Bundestagswahl schmilzt der Vorsprung der SPD vor der Union - das ZDF-Politbarometer sieht die Sozialdemokraten aber weiter als stärkste Kraft.

FDP-Chef Christian Lindner hat sich indes erneut für ein Regierungsbündnis mit Union und Grünen ausgesprochen. „Es ist kein Wunschkonzert. Aber richtig ist, dass mit Union und Grünen es einfacher ist als mit SPD und Grünen“, sagte Lindner im ZDF-Morgenmagazin.

Bundestagswahl 2021 live: Alle Entwicklungen im Live-Ticker

Erstmeldung vom 23. September, 11.48 Uhr: Berlin/Fulda - Nur noch wenige Tage bis zur Bundestagswahl: Der Wahlkampf ist auf der Zielgeraden und die letzten Stunden könnten für Union wie SPD zur Zitterpartie werden. Zwar gehen die Sozialdemokraten erstmals seit fast 20 Jahren als Favorit in die Wahl, doch bangen sie, welche Auswirkungen die Durchsuchungen im Finanzministerium auf ihren Kanzlerkandidaten Olaf Scholz haben könnten.

Die in Umfragen hinten liegende Union hofft inständig auf einen Stimmungsumschwung zum Finale. Kanzlerkandidat Armin Laschet versucht, die Basis zu mobilisieren - unter anderem mit einem Wahlkampfauftritt in der Hochburg Fulda.

Die große Frage: Wer regiert Deutschland? Neben Scholz und Laschet hoffen auch die Grünen mit Annalena Baerbock auf ein starkes Ergebnis am Wahlabend.

Nach derzeitigem Stand sind verschiedene Regierungsbündnisse möglich - von Jamaika (Union/ Grüne/FDP) über die Ampel (SPD/Grüne/FDP) bis Rot-Grün-Rot (SPD/Grüne/Linke). (Lesen Sie hier: Bundestagswahl 2021: Interaktive Karte mit Ergebnissen aus allen Wahlkreisen und Kommunen)

In den letzten Tagen vor der Wahl gibt es noch einmal Marktplatz-Reden, Diskussionsrunden und Fernsehauftritte. Die Parteien werben vor allem um die Unentschlossenen. Und davon gibt es laut Umfragen noch jede Menge. 

Kanzler oder Chaos - vor allem für die CDU/CSU gilt die Bundestagswahl inzwischen als Schicksalswahl. In der CDU-Hochburg Fulda dürfte der Union das Direktmandat sicher sein.

Rubriklistenbild: © Volker Wissing/dpa

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