Nach schwachen Prognosen für CDU

Bundestagswahl in Hessen: Diese Koalition wünscht sich Volker Bouffier

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat sich zu den vorläufigen Ergebnissen der Bundestagswahl geäußert. Dabei nimmt der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende eine bestimme Koalition in den Blick.

Wiesbaden - CDU-Bundesvize Volker Bouffier hat den Willen der Christdemokraten betont, die nächste Bundesregierung zu bilden. Nach dem voraussichtlich sehr knappen Wahlausgang bei der Bundestagswahl 2021 werde es um die Frage gehen, wer eine stabile Mehrheit hinter sich bekomme, sagte Hessens Ministerpräsident am Sonntagabend gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

„Wir sind bereit, diese Gespräche zu führen.“ Nach den ersten Hochrechnungen werde die künftige Bundesregierung wohl aus drei Partnern bestehen. „Das wird anspruchsvoll. Aber ich glaube, dass das gelingen kann.“ Wie die CDU ihre Koalitionsverhandlungen bestreitet, können Sie live in unserem News-Ticker zur Bundestagswahl verfolgen.

Bundestagswahl in Hessen: Diese Koalition wünscht sich Volker Bouffier

Bouffier hatte bereits wenige Tage vor der Bundestagswahl gesagt: „Selbstverständlich können auch zweitplatzierte Parteien versuchen, eine Regierung zu bilden. Ich finde es albern, dass nun darüber diskutiert wird, ob nur der Erstplatzierte die moralische Legitimation hat, den Kanzler zu stellen.“ Es komme nur darauf an, wer die meisten hinter sich bringe. (Lesen Sie hier: Bouffier-Sohn will OB in Wiesbaden werden)

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier, hier bei der CDU-Wahlparty neben Angela Merkel, wünscht sich nach der Wahl eine bestimmte Koalition.

Mit Blick auf eine rechnerisch möglich Koalition aus CDU, Grünen und FDP sagte Bouffier: „Das ist das, was wir für richtig halten.“ Entscheidend sei, dass wohl ein Rot-Rot-Grünes Bündnis verhindert werden konnte. „Wir wollten nicht, dass das Land politisch links geführt wird.“

Bundestagswahl 2021: Bouffier für Bündnis mit FDP und Grünen

Der Ausgang der Bundestagswahl bleibt weiter spannend - nach derzeitigen Rechnungen liegt die SPD bei 25,5 Prozent, dicht gefolgt von Bouffiers CDU (24,5 Prozent). Die Grünen (13,8 Prozent) und die FDP (11,7) sind ebenfalls beinahe gleich auf (Stand 20.35 Uhr). (Lesen Sie hier: Bundestagswahl in Fulda - Alle Ergebnisse auf einen Blick)

Das offensichtliche Absinken in der Wählergunst beschäftigt Kanzleramtschef und den Spitzenkandidaten der CDU-Hessen, Helge Braun. „Das tut weh“, wird Braun am Sonntagabend von der dpa mit Blick auf die ersten Prognosen zitiert. Auch in seinen Augen sei eine Bundesregierung unter CDU-Führung etwa mit den Grünen und der FDP möglich. „Das ist gut, aber die Verluste, die die Union eingefahren hat, die sind natürlich herb, die treffen uns.“ (akh mit dpa-Material)

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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