"Wahl-O-Mat"
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„Willst du mit mir wählen gehen?“ - Der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2021 startet am 2. September. (Archivbild)

Hilfe bei Entscheidung

Welche Partei soll ich wählen? - Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2021

  • Eike Zenner
    VonEike Zenner
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Die Bundestagswahl rückt näher und viele Wählerinnen und Wähler sind noch unentschlossen. Die Frage lautet: Welche Partei soll ich wählen? Entscheidungshilfe kann der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung geben.

Fulda - Am 26. September wird in Deutschland gewählt. Insgesamt treten mehr als 50 Parteien und Gruppierungen an. Gerade für unentschlossene Wählerinnen und Wählern - und davon gibt es laut Umfragen noch eine ganze Menge - bietet der Wahl-O-Mat der Bundes­zentrale für politische Bildung auch bei dieser Wahl eine Entscheidungshilfe.

Der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2021 ist seit Donnerstag, 2. September, online. Interessierte können das Wahlhilfetool nutzen. Eine Registrierung ist nicht notwendig, die Nutzung ist kostenfrei. Der Wahl-O-Mat kann über die Seite www.wahl-o-mat.de aufgerufen werden.

Bundestagswahl: Wahl-O-Mat zur Wahl 2021 ist online

Mithilfe des Wahl-O-Mat lassen sich Wahl­programme der Parteien sehr leicht mit den eigenen politischen Standpunkten vergleichen. Das Tool soll vor allem Jung­wählerinnen und ‑wählern sowie Unentschlossenen eine Orientierungs­hilfe bieten.

Mithilfe von 38 Thesen, zu denen die einzelnen Parteien vorab Stellung beziehen, können Nutzerinnen und Nutzer ermitteln, welche Partei am ehesten die eigenen politischen Standpunkte vertritt. Die Thesen können mit „Stimme zu“, „Neutral“ oder „Stimme nicht zu“ beantwortet werden. Thesen lassen sich auch überspringen. Zudem können einzelne Thesen besonders gewichtet werden und zählen dann bei der Wertung doppelt.

Nach Beantwortung der Thesen errechnet der Wahl-O-Mat, wie hoch der Grad der Übereinstimmung der eigenen Antworten mit denen der Parteien ist. (Lesen Sie hier: Bundestagswahl: Briefwahl ist angelaufen - Kandidaten früh im Wahlkampfmodus)

39 von 40 Parteien, die mit einer Landesliste zur Wahl antreten, haben die Wahl-O-Mat-Thesen beantwortet. Die Nutzerinnen und Nutzer können die für sie interessanten Parteien - oder auch alle Parteien gleichzeitig - für ihre Auswertung auswählen. Die Parteienauswahl kann beliebig oft geändert werden, ohne dass die Wahl-O-Mat-Thesen erneut beantwortet werden müssen.

Seit 2002 gibt es den Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung. „Er hat sich zu einer festen Informationsgröße im Vorfeld von Wahlen etabliert: Insgesamt wurde er im Vorfeld von Wahlen über 85 Millionen Mal genutzt“, erklären die Verantwortlichen. 

Video: Alles Wichtige zur Bundestagswahl

Die Thesen des Wahl-O-Mat entstehen in mehreren Workshops, wie die Bundeszentrale berichtet. „Maßgeblich beteiligt am Redaktionsprozess ist eine Redaktion aus Jung- und Erstwählern.“ Für die Mitgliedschaft kann sich jeder bewerben. Wissenschaftler beraten das Redaktionsteam.

Für die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und im Land Berlin, die ebenfalls am 26. September stattfinden, ist ein eigener Wahl-O-Mat verfügbar.

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