Zehn Bewerber

Bundestagswahl in Fulda: Diese Politiker treten im Wahlkreis 174 an

  • Eike Zenner
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Im Wahlkreis 174 (Fulda-Lauterbach) bewerben sich bei der Bundestagswahl 2021 zehn Politikerinnen und Politiker um das Direktmandat. 23 Listen konkurrieren um die Zweitstimme.

Fulda - Im Bundestagswahlkreis 174 (Fulda-Lauterbach) ist die Auswahl für die Wählerinnen und Wähler bei der Bundestagswahl 2021 so groß wie nie. Politikerinnen und Politiker von zehn Parteien wollen das Direktmandat erringen.

Der Wahlkreis Fulda-Lauterbach gilt als Hochburg der CDU. Insgesamt 33 Städte und Gemeinden gehören zum Wahlkreis. Das sind zum einen die 23 Kommunen das Landkreises Fulda, also: Bad Salzschlirf, Burghaun, Dipperz, Eiterfeld, Ebersburg, Ehrenberg, Eichenzell, Flieden, Fulda, Gersfeld, Großenlüder, Hilders, Hofbieber, Hosenfeld, Hünfeld, Kalbach, Künzell, Neuhof, Nüsttal, Petersberg, Poppenhausen, Rasdorf und Tann.

Zum Wahlkreis 174 gehören aber auch die Städte und Gemeinden Freiensteinau, Grebenau, Grebenhain, Herbstein, Lauterbach, Lautertal, Schlitz, Schwalmtal, Ulrichstein sowie Wartenberg aus dem Vogelsberg.

Bundestagswahl 2021: Diese Politiker treten im Wahlkreis 174 (Fulda) an

ParteiDirektkandidat/Direktkandidatin
CDUMichael Brand (Fulda)
SPDBirgit Kömpel (Eichenzell)
AfDMartin Hohmann (Neuhof)
FDPJürgen Lenders (Fulda)
GrüneGianina Zimmermann (Kelkheim)
Die LinkeNuha Sharif-Ali (Fulda)
Freie WählerPeter Klug (Flieden)
Bündnis C – Christen für Deutschland (Bündnis C)Peter Schäfer-von Reetnitz (Hünfeld)
Basisdemokratische Partei Deutschland (dieBasis)Petra Herchenröder (Freiensteinau)
Aktion Bürger für GerechtigkeitEva Hemm (Poppenhausen)

Für die CDU geht erneut Michael Brand ins Rennen um das Direktmandat. Der Politiker aus Fulda sitzt seit 2005 im Bundestag und hat zuletzt vier Mal das Direktmandat im Wahlkreis Fulda-Lauterbach gewonnen. 2017 erreichte Brand 45,2 Prozent der Erststimmen.

Die SPD hat Birgit Kömpel nominiert. Sie gehörte dem Bundestag bereits von 2013 bis 2017 an und war vor acht Jahren über die Landesliste ihrer Partei ins Parlament eingezogen. 2015 trat die Eichenzellerin bei der Oberbürgermeister-Wahl in Fulda als Kandidatin der SPD an, unterlag aber Dr. Heiko Wingenfeld (CDU).

Martin Hohmann tritt für die AfD an. Der frühere CDU-Politiker und Bürgermeister von Neuhof sitzt seit 2017 für die AfD im Parlament. Er war über die Landesliste der Partei gewählt worden.

Die FDP schickt Jürgen Lenders ins Rennen. Der Liberale aus Fulda sitzt seit 2008 im hessischen Landtag und will jetzt von Wiesbaden nach Berlin wechseln. Derzeit ist Lenders Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion im Landtag.

Direktkandidatin der Fuldaer Grünen ist Gianina Zimmermann. Sie ist Krankenschwester und kommt aus Kelkheim. Die Linke schickt die Politologin Nuha Sharif-Ali ins Rennen. Sie gehört seit dem Frühjahr der Fuldaer Stadtverordnetenversammlung an.

Direktkandidat der Freien Wähler ist Peter Klug. Der Politiker aus Flieden war Bürgermeister der hessischen Gemeinde Laubach. Für das Bündnis C kandidiert Peter Schäfer-von Reetnitz aus Hünfeld.

Bundestagswahl: Wahlkreis Fulda ist Hochburg der CDU

Petra Herchenröder aus Freiensteinau bewirbt sich für die Partei „dieBasis“ um das Mandat im Wahlkreis Fulda-Lauterbach. Die Aktion Bürger für Gerechtigkeit hat Eva Hemm aus Poppenhausen als Direktkandidatin aufgestellt. (Lesen Sie hier: Bundestagswahl 2021: Das sind die Kandidaten im Wahlkreis Main-Kinzig)

Bei der Bundestagswahl 2017 hatte die CDU im Wahlkreis Fulda-Lauterbach die meisten Stimmen geholt. Die Union kam auf 39 Prozent. Die SPD wurde mit 18,1 Prozent zweite Kraft, gefolgt von der AfD mit 15,8 Prozent. Die FDP erreichte im Wahlkreis 174 ein Zweitstimmen-Ergebnis von 10,8 Prozent. Die Grünen kamen auf 6,7 Prozent. Die Linke holte 5,8 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 77,1 Prozent.

Mit Blick auf Corona wird erwartet, dass viele Wählerinnen und Wähler in diesem Jahr Briefwahl machen werden.

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa/Symbolbild

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