Wahlhelfer im Einsatz
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Die Kommunen in Hessen brauchen am 26. September Tausende Wahlhelfer. (Symbolbild)

Viele Aufgaben

Bundestagswahl: Fulda sucht 1800 Wahlhelfer - Besondere Situation durch Corona

Die beiden Kreuze bei der Wahl zu machen, ist das eine. Sie später auszuzählen, ist etwas anderes. Für die Bundestagswahl brauchen die Kommunen in Hessen Tausende ehrenamtliche Helfer. Kommen genug helfende Hände zusammen?

Fulda/Wiesbaden - Ohne ehrenamtliche Helferinnen und Helfer geht bei Wahlen gar nichts - und vor jeder Wahl geht die Suche von neuem los. In großen Städten in Hessen läuft die Suche nach der nötigen Unterstützung für die Bundestagswahl am 26. September auf Hochtouren.

Eine Corona-Impfung ist für die Helfer nach Angaben der Städte keine Pflicht. Angesichts der Pandemie rechnen einige Kommunen wieder mit einem hohen Briefwahlanteil.

Bundestagswahl: Hessens Kommunen brauchen Tausende Wahlhelfer

Allein Hessens größte Stadt Frankfurt braucht rund 4700 ehrenamtliche Helfer für die Wahlvorstände. „Erfreulicherweise haben sich - wie schon bei der Kommunalwahl im Frühjahr - viele Bürgerinnen und Bürger gemeldet, die diese Aufgabe übernehmen wollen“, teilte die Stadt auf Anfrage mit. Gegenwärtig sei man auf einem guten Weg, alle Wahllokale mit ausreichend Helfenden zu versorgen. Viele Wahllokale seien bereits voll besetzt. Regional begrenzt gebe es nur noch wenige Lücken zu füllen.

Fulda geht in Zeiten der Corona-Pandemie auf Nummer sicher. Für den Wahlkreis werden 1800 Wahlhelfer gesucht. „Aufgrund des möglichen erhöhten Ausfallrisikos von Wahlhelfenden bedingt durch Corona beruft die Stadt Fulda mittlerweile die doppelte Anzahl an Ersatzleuten ein“, teilte die Stadt mit. Am Wahltag selber würden hiervon rund die Hälfte zum Einsatz kommen. „Wir werden alle benötigten Personen finden.“

Auch in der Landeshauptstadt Wiesbaden sieht man sich gerüstet. „Es haben sich circa 2300 Personen gemeldet, es fehlen noch circa 150, allerdings kommen immer noch Meldungen an.“

In Hanau wartet man nun ab, ob sich ausreichend Helfer melden. Nach Angaben der Stadt würden rund 800 Helferinnen und Helfer für die Wahllokale gebraucht. „Entsprechende Berufungsschreiben wurden verschickt, es bleiben nun die Rückmeldungen abzuwarten.“ (Lesen Sie hier: Klare Ansage von Ralph Brinkhaus (CDU): Wer sich nicht impfen lässt, muss mit Konsequenzen leben)

Bundestagswahl: Fulda sucht für 26. September 1800 Wahlhelfer

Im Internet werben die Städte offensiv um Wahlhelfer. „Mitarbeit in einem Wahlvorstand - im negativen Sinne betrachtet ist sie einfach nur lästige und zeitraubende Bürgerpflicht. Betrachtet man sie aber im positiven Sinne, dann ist sie ein Bürgerrecht, das die Möglichkeit bietet, sich aus freien Stücken aktiv an unserer Demokratie zu beteiligen“, heißt es auf der Homepage von Darmstadt.

„Die Wahlen werden in Deutschland nicht durch die normale staatliche Verwaltung, sondern durch unabhängige Wahlorgane durchgeführt“, erklärt das Bundesinnenministerium auf seiner Homepage. Für bundesweite Wahlen würden im ganzen Land rund 650.000 Menschen für einen reibungslosen Ablauf gebraucht. Helferinnen und Helfer prüfen in den Lokalen vor Ort die Wahlberechtigung anhand des Verzeichnisses, geben die Stimmzettel aus und zählen das Ergebnis aus, auch von den Briefwählern.

Video: Alles Wichtige zur Bundestagswahl 2021

Für die Hilfe am Wahltag bekommen die Ehrenamtlichen das sogenannte Erfrischungsgeld. „Für die Vorsitzenden der Wahlvorstände und Wahlausschüsse sind jeweils 35 Euro vorgesehen, für die übrigen Mitglieder jeweils 25 Euro“, heißt es beim Bundeswahlleiter. Die Kommunen können aber noch den einen oder anderen Euro drauflegen. So zahlt zum Beispiel Hanau in den allgemeinen Wahlbezirken 75 und in den Briefwahlbezirken 40 Euro.

Sollten für den Wahltag nicht genug Helfer gefunden werden, können diese auch einfach verpflichtet werden. Ablehnen können die Menschen dann nur aus ganz bestimmten Gründen wie beruflichen Pflichten, Krankheit oder körperlichen Beeinträchtigungen. Wahlhelfer können nur Menschen werden, die für die Bundestagswahl wahlberechtigt sind. In Hessen sind das 4,3 Millionen Menschen. (dpa)

Hinweis: Die genannten Zahlen aus den einzelnen Kommunen beziehen sich auf den Stand 6. August.

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