Umfrage zur Bundestagswahl

ARD-Deutschlandtrend: SPD-Vorsprung schrumpft leicht - Schafft Laschet noch die Wende?

Gut eine Woche vor der Bundestagswahl ist der Vorsprung der SPD vor der Union laut ARD-Deutschlandtrend leicht geschmolzen.

Berlin - Gut eine Woche vor der Bundestagswahl ist der Vorsprung der SPD vor der Union laut ARD-Deutschlandtrend leicht geschmolzen. Der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage von Infratest dimap zufolge verbessern sich die Sozialdemokraten im Vergleich zur vorvergangenen Woche zwar um einen Punkt auf 26 Prozent - doch im gleichen Zeitraum kletterten CDU und CSU von 20 auf 22 Prozent.

Die Grünen fielen um einen Punkt auf 15 Prozent zurück, und auch FDP und AfD mussten leichte Verluste hinnehmen: Sie liegen gleichauf bei 11 Prozent. Die Linke verharrt bei einem Stimmenanteil von 6 Prozent. (Lesen Sie hier: Bundestagswahl 2021: Interaktive Karte - Ergebnisse aus allen Wahlkreisen)

Bundestagswahl: ARD-Deutschlandtrend - Vorsprung der SPD schmilzt leicht

Auch im Vergleich der Kanzlerkandidaten konnte CDU-Chef Armin Laschet ein wenig Boden gut machen. Bei einer Direktwahl würden sich der Umfrage zufolge zwar noch immer 40 Prozent der Leute für den SPD-Kandidaten Olaf Scholz entscheiden - doch das sind drei Prozentpunkte weniger als vor zwei Wochen. Im gleichen Zeitraum verbesserte sich Laschet von 16 auf 19 Prozent. Für Annalena Baerbock von den Grünen würden sich lediglich 13 Prozent entscheiden.

Die große Frage für die Union: Schafft Laschet noch die Trendwende? In der kommenden Woche macht der Kandidat der Union im Wahlkampf unter anderem in Fulda Station.

Bundestagswahl 2021: Aktuelle Umfragen

Eine repräsentative Befragung des Meinungsforschungsinstituts Kantar für das Magazin „Focus“ zeichnet ein anderes Bild als der ARD-Deutschlandtrend. Nach den ebenfalls am Donnerstag veröffentlichten Zahlen verbessert sich die SPD im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 26 Prozent, während die Union sogar auf 20 Prozent (-1) abrutscht. Heißt: Hier wird der Abstand sogar größer.

Wichtig: Grundsätzlich spiegeln Wahlumfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. Sie sind außerdem immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. (dpa)

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa

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