Vor Fachwerkhäusern in der Lauterbacher Innenstadt hängen schon Volt-Plakate.
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Vor Fachwerkhäusern in der Lauterbacher Innenstadt hängen schon Volt-Plakate.

Bald wieder Schilderwälder

Bundestagswahl rückt näher: Warum im Vogelsberg bereits Plakate hängen - und in Fulda nicht

  • Volker Nies
    VonVolker Nies
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Es sind es nur noch 52 Tage bis zur Bundestagswahl. Wahlplakate hängen allerdings noch nicht – zumindest nicht im Kreis Fulda. In Vogelsberger Kommunen sind bereits die ersten Plakate zu sehen. Woran liegt das?

Fulda/Vogelsberg - Ab wann die Parteien mit dem Straßenwahlkampf beginnen können, entscheidet die jeweilige Stadt oder Gemeinde. Der Gesetzgeber erlaubt, dass Plakatwerbung für Wahlen von bis zu zwei Monate vor dem Wahltag erfolgt. In jedem Fall müssen die Parteien im jeweiligen Rathaus eine Genehmigung beantragen.

Im Vogelsberg wird schon fleißig plakatiert. In der Stadt Lauterbach und in der Gemeinde Wartenberg hängen schon die ersten Plakate zur Bundestagswahl. In Lauterbach hat Volt plakatiert, in Wartenberg die AfD. „Wir wollen den Parteien den vollen Zeitraum, den der Bundestag erlaubt, zugestehen“, erklärt Ralf Krömmelbein, Leiter des Ordnungsamts der Stadt Lauterbach. (Lesen Sie auch: CDU/CSU-Fraktionschef Brinkhaus bei Wahlkampfauftritt in Fulda selbstkritisch)

Bundestagswahl: Ab wann dürfen Wahlplakate aufgehängt werden?

„Die Parteien haben für ihre Plakatierung unterschiedliche Zeiträume gewählt. Teilweise wird der Zeitraum von zwei Monaten komplett ausgeschöpft, teilweise wurde eine Plakatierung erst ab Anfang August beantragt“, berichtet Mark Friedrich aus dem Wartenberger Rathaus.

In den anderen Kommunen des Wahlkreises Fulda-Lauterbach müssen die Wahlkämpfer noch warten. In Schlitz dürfen Plakate ab nächsten Montag, 9. August, aufgestellt werden. Dieser Termin sechs Wochen vor der Wahl ist für viele Kommunen der entscheidende Tag: Ab 9. August erlaubt auch Poppenhausen das Plakatieren – mit maximal 20 Plakaten pro Partei, sagt Tina Balling aus der Gemeindeverwaltung. Auch die Wahlkämpfer in den Städten Fulda und Hünfeld sind ab 9. August gefordert – jeweils ohne Beschränkung der Plakatzahl, teilen die Sprecher der beiden Städte, Helmut Käsmann und Johannes Heller, mit.

Ab 14. August darf in Neuhof plakatiert werden, teilt Kerstin Klüber aus dem Rathaus mit. Erlaubt sind pro Partei ein Großflächenplakat sowie maximal 100 Plakatständer, höchstens 15 je Ortsteil.

Ab 15. August erlaubt Eichenzell den Parteien das Aufstellen und Aufhängen von Plakaten, erläutert Thomas Gernhardt vom Ordnungsamt. Noch einen Tag später, ab 16. August, dürfen die Parteien in Petersberg ran, berichtet Gemeindesprecher Sebastian Kircher. Eine zahlenmäßige Beschränkung gibt es in Eichenzell und Petersberg nicht.

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Erst ab 22. August darf in Großenlüder plakatiert werden, berichtet Bürgermeister Florian Fritzsch (SPD). Pro Partei sind bis zu 50 Plakate im Gemeindegebiet zulässig.

Ab 29. August dürfen die Gersfelder Wahlkämpfer aktiv werden, erklärt Bürgermeister Dr. Steffen Korell (CDU). Im Stadtgebiet darf nur vier Wochen vor der Wahl plakatiert werden. Im Bereich des Marktplatzes darf sogar nur in der Woche vor der Wahl plakatiert werden. Die Zahl der Plakate ist nicht beschränkt.

In Künzell plakatieren nicht die Parteien, sondern der Bauhof – und zwar ab 23. August. „Insgesamt haben wir 25 Standorte für Wahlplakattafeln, pro Standort hängen hier zwölf Plakate unterschiedlicher Parteien. Koordiniert wird das vom Hauptamt. Insgesamt können somit 300 Plakate in der Gemeinde Künzell aufgestellt werden“, berichtet Luisa Möller vom Ordnungsamt.

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