Der Busbahnhof am Stadtschloss. / Foto: privat

Busfahrplan: Der Stadt liegen 46 Beschwerden vor

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Seit Wochen streitet die Fuldaer Stadtpolitik über die Umsetzung des Nahverkehrsplans und die neuen Busfahrpläne. Für die jüngste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am Montag hatten mit SPD, CWE und Linken gleich drei Fraktionen Anfragen an den Magistrat vorbereitet.

Unsere Zeitung dokumentiert die wichtigsten Fragen der Stadtpolitiker und die Antworten seitens des Magistrats im Wortlaut.

Wie viele Beschwerden zu den Fahrplänen sind seit Dezember 2019 beim Magistrat oder der RhönEnergie eingegangen?

Antwort von Stadtbaurat Daniel Schreiner (parteilos): „Eingehende Beschwerden werden zusammen mit dem Verkehrsunternehmen geprüft und wenn möglich abgestellt. Zu einem Zwischentermin am 20. Januar lagen der RhönEnergie 46 Meldungen vor, davon bezogen sich 29 auf den Landkreis, 5 auf das AST, 2 auf den Schülerverkehr und 10 auf die städtischen Linien.“

Wogegen richten sich die Beschwerden?

Antwort von Stadtbaurat Schreiner: „Die Kritikpunkte wurden überwiegend von Eltern (Schülerverkehr) und Fahrgästen geäußert, die von den Neuregelungen negativ betroffen sind oder waren.

Hierbei ist zu unterscheiden, ob es sich um kurzzeitige Umstellungsschwierigkeiten im Betriebsablauf handelt (z.B. Verspätungen, Transportengpässe im Schülerverkehr, Informationsdefizite seitens der Fahrgäste, Umgewöhnungsphase der Busfahrer etc.) oder um strukturelle Änderungen, die aus dem neuen Anforderungsprofil des beschlossenen Nahverkehrsplans sowie den notwendigen Anpassungen an die geänderten Linienführungen in den Nachbargemeinden resultieren.

Bei Ersterem konnten die meisten Beschwerden innerhalb kürzester Zeit durch das Verkehrsunternehmen durch Nachsteuerung beseitigt werden. Hier wird die Situation auf den einzelnen Linien weiterhin beobachtet und nachgesteuert.

Bei den strukturellen Änderungen sind die Handlungsspielräume aufgrund der sich teilweise widersprechenden Anforderungen und Wünsche dagegen eingeschränkt. Im Rahmen der Vorbereitungen für eine weitere Umsetzungsstufe des Nahverkehrsplans wird geprüft, in wie weit auch in diesem Bereich Optimierungsmöglichkeiten bestehen, ggf. in Kombination mit neuen Maßnahmen. Grundsätzlich bleibt aber festzustellen, dass bei einem linienhaften Verkehrssystem wie dem ÖPNV nicht alle Verkehrsbeziehungen für jeden optimal gestaltet werden können.“

Wie wurde vom Magistrat darauf reagiert?

Antwort von Stadtbaurat Schreiner: „Eingehende Beschwerden, welche den Betriebsablauf des Verkehrsunternehmens betreffen (z.B. Verspätungen, Beschwerden zum AST, etc.), werden unmittelbar an das zuständige Verkehrsunternehmen weitergeleitet . Dieses prüft umgehend den Sachverhalt und beantwortet die jeweilige Beschwerde.

Beschwerden, die in Zusammenhang mit den neuen Festlegungen des Nahverkehrsplans stehen, werden seitens der Stadt Fulda geprüft und beantwortet. Bei dem Verkehrsunternehmen eingehende diesbezügliche Beschwerden werden an die Stadt weitergeleitet, den Beschwerdeführern wird eine Zwischennachricht gegeben.

Im Rahmen der Vorbereitungen zu einer weiteren Umsetzungsstufe des Nahverkehrsplans werden wir in Kooperation mit dem Verkehrsunternehmen die eingegangenen Beschwerden nochmals hinterfragen und versuchen, hierzu Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten.“

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