Arbeitsagentur
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Die Zahl der Arbeitslosen in der Region ist gesunken. (Symbolbild)

Quote bei 3,5 Prozent

Trotz Corona: Zahl der Arbeitslosen im Kreis Fulda sinkt deutlich - Einen Wermutstropfen gibt es jedoch

  • Eike Zenner
    vonEike Zenner
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Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Fulda ist im März deutlich gesunken. Nach Angaben der Agentur für Arbeit sind aktuell 4404 Menschen arbeitslos gemeldet. Dies sind 236 weniger als im Februar. Die Arbeitslosenquote ist auf 3,5 Prozent zurückgegangen (Vormonat: 3,7 Prozent; Vorjahr: 2,8 Prozent) und ist bei weitem die niedrigste in Hessen.

Kreis Fulda - „Trotz des Lockdowns ist die Arbeitslosigkeit im März gegenüber dem Vormonat stärker zurückgegangen als in den vergangenen drei Jahren. Das halte ich für sehr bemerkenswert“, kommentiert Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, die Zahlen. Er sieht erste Anzeichen einer Frühjahrsbelebung.

Zwar liegt die Zahl der Arbeitslosen aktuell noch um 24,8 Prozent höher als vor einem Jahr, der Abstand zum Vorjahr hat sich jedoch weiter verringert. Die Agentur für Arbeit verzeichnete zum Ende des Monats 2395 Arbeitslose - das sind 7,9 Prozent weniger als im Februar. Beim Kreisjobcenter, das Langzeitarbeitslose betreut, sind 2009 Personen arbeitslos gemeldet (minus 1,5 Prozent).

Fulda: Zahl der Arbeitslosen ist im März gesunken

Auffällig: Auch in der Corona-Krise stellt sich die Situation im Altkreis Hünfeld etwas günstiger dar als im Rest des Landkreises. Im Norden liegt die Arbeitslosenquote bei 3,1 Prozent.

Kurzarbeit

Die Arbeitsagentur hat im Landkreis Fulda im März 40 Anzeigen von Betrieben auf Kurzarbeit registriert. Seit Mitte März vergangenen Jahres haben insgesamt 3435 Betriebe für 55.561 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Da die konkrete Beantragung und Bearbeitung des Kurzarbeitergeldes nachträglich erfolgt, können erst mit einigen Monaten Verzögerung Aussagen zur tatsächlichen Inanspruchnahme der Kurzarbeit getroffen werden. In der Region haben im September vergangenen Jahres 9.82 Beschäftigte Kurzarbeitergeld bezogen. Das waren 10,2 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Landkreis Fulda. „Damit erfüllt die Kurzarbeit ihre Funktion als Beschäftigungssicherungsinstrument in schwerer Krise“, stellt Waldemar Dombrowski fest. Erste Hochrechnungen weisen auf einen weiteren Rückgang für den Oktober hin.

„Von der positiven Entwicklung gegenüber dem Vormonat haben die meisten Personengruppen – und erfreulicherweise insbesondere die jüngeren Menschen unter 25 Jahren – profitiert. Deren Anzahl verringerte sich um 11 Prozent auf 462“, berichtet die Arbeitsagentur. Einziger Wermutstropfen: Die „begrenzte Aufnahmefähigkeit“ des Arbeitsmarktes führte zu einem erkennbaren Anstieg bei den Langzeitarbeitslosen (plus 31 im Vergleich zum Vormonat).

Video: So verändert sich der Arbeitsmarkt bis 2030

Für eine „relative Stabilität des Arbeitsmarktes“ im Landkreis Fulda spricht nach Ansicht der Arbeitsagentur, dass sich 112 Personen weniger aus einer Beschäftigung heraus arbeitslos gemeldet haben als vor einem Jahr.

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