Nach einem Corona-Ausbruch an der Florenbergschule in Pilgerzell sind mehr als 100 Schüler in Quarantäne. (Symbolfoto)
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Nach einem Corona-Ausbruch hat der Landkreis Fulda die Florenbergschule komplett geschlossen. (Symbolfoto)

Covid-19-Hotspot

Nach Corona-Ausbruch: Landkreis Fulda schließt Florenbergschule bis nach den Weihnachtsferien

Aufgrund von weiteren Corona-Infektionsfällen hat der Landkreis Fulda die Florenbergschule in Pilgerzell bis nach den Weihnachtsferien geschlossen. Das Gesundheitsamt hatte die Schule zunächst für fünf Tage bis zum 4. Dezember komplett dicht gemacht.

Update von 16.04 Uhr: Die Florenbergschule in Pilgerzell bleibt nach einem Corona-Ausbruch bis nach den Weihnachtsferien (10. Januar) geschlossen. Der erste Schultag nach den Ferien in Hessen ist planmäßig wieder am 11. Januar.

Corona-Ausbruch: Landkreis Fulda schließt Florenbergschule bis zum 10. Januar

„Die Ergebnisse der Reihentestung waren Anlass für die Entscheidung, den Distanzunterricht bis zum Ferienbeginn zu verlängern“, teilte der Landkreis Fulda am Freitagnachmittag mit. Aktuell sind den Angaben zufolge 18 positive Corona-Fälle in der Schulgemeinde ermittelt worden, darunter drei Lehrkräfte. Weitere Testergebnisse stünden noch aus.

Bereits Anfang dieser Woche war die Entscheidung gefallen, die Schule bis zum 4. Dezember zu schließen. Zunächst hatten sich fünf der insgesamt 16 Klassen der Grundschule in Corona-Quarantäne befunden. Nach der Testung am Montag vor Ort wurden fünf weitere positive Corona-Fälle bekannt. Die Konsequenz daraus war die Quarantänisierung zweier weiterer Klassen.

„Aufgrund der Anzahl der Fälle, der Wahrscheinlichkeit der Weitergabe der Infektionen innerhalb der Schule, weiterer ausstehender Testergebnisse und nach der Gesamtrisikoabwägung durch das Gesundheitsamts des Landkreises Fulda wurde die Schule geschlossen“, heißt es abschließend.

Corona-Ausbruch an der Florenbergschule: Tests rechtens

Update vom 4. Dezember, 12.2 Uhr: DieDarf das Gesundheitsamt Schüler an einer Schule auf Corona testen, ohne dass die Eltern informiert sind? Die Diskussion über diese Frage hat zuletzt die Region weiter beschäftigt. Der Landkreis Fulda hatte angeordnet, an der Florenbergschule alle Schüler auf Corona zu testen.

Weil die Zeit drängte, wurde die Eltern erst kurz vor dem Corona-Test per Mail informiert. 130 Schüler und 20 Lehrer wurden am Montag getestet. Dabei sind vier weitere Schüler sowie eine Lehrkraft positiv getestet worden. Danach meldeten sich mehrere Eltern und fragten, ob es rechtens sei, Kinder ohne Zustimmung der Eltern zu testen.

Antwort des Landkreises: Es sei bedauerlich, dass die Eltern wegen des Zeitdrucks nicht früher informiert werden konnten. Aber: Nach dem Infektionsschutzgesetz sei das rechtens. Es meldeten sich aber auch Eltern, deren Kinder den Corona-Test verpasst hatten. Sie wollten möglichst schnell einen Test für ihr Kind. Darum kümmerte sich der Kreis. 

Am Donnerstag kursierte ein Musterbrief. Auf der Internetseite „klagepaten.eu“ wurde Eltern, die einen Test ihres Kindes ablehnen, geraten, sich an den Schulleiter zu wenden und dort vorsorglich einer Testung zu widersprechen.  Nach Einschätzung des Fuldaer Rechtsanwalts Rudolf Karras hat das Gesundheitsamt korrekt gehandelt – ein schriftliches Nein der Eltern würde an der Möglichkeit, Kinder auch ohne Eltern zu testen, nichts ändern.

„Wenn eine Gefahrenlage besteht und kein milderes Mittel als der Test besteht, dann gibt es keinen Zweifel, dass ein Abstrich von Schleimhäuten, nach Paragraph 25 des Infektionsschutzgesetzes zu dulden ist.“ Diese Duldungspflicht gelte für die betroffenen Kindern ebenso wie für die Eltern.

„Weigert sich trotzdem jemand, ist der Ausschluss vom Schulbesuch für den Betreffenden möglich“, sagt Karras. „Das ist seit Jahrzehnten Rechtslage und hat mit der Debatte um den neuen Paragraphen §28a des Infektionsschutzgesetzes nichts zu tun.“

Der Landkreis Fulda will gar nicht auf Zwang setzen, erklärt Sprecherin Leoni Rehnert:„Zwar erlaubt das Gesetz, Tests zwangsweise durchzusetzen. Das hängt aber vom Einzelfall ab und muss stets verhältnismäßig sein. Von der Möglichkeit einer solchen zwangsweisen Durchsetzung haben wir im Verlauf der Pandemie des SARS-Cov-2 bislang keinen Gebrauch machen müssen.“ 

Reihentestung nach Corona-Ausbruch an Florenbergschule

Update vom 2. Dezember, 20.15 Uhr: Die Ergebnisse der Testungen vom Montag in der Florenbergschule liegen vor: Vier weitere Schülerinnen und Schüler sowie eine Lehrkraft sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Daher muss noch mindestens eine weitere Klasse in Quarantäne, gab der Landkreis Fulda am Mittwochabend bekannt.

Am Montag dieser Woche veranlasste das Gesundheitsamt eine Reihentestung der Schulgemeinde in Pilgerzell. Vor Ort wurden 150 Personen auf das Coronavirus getestet, darunter 20 Pädagogen und weitere Mitarbeiter der Schule. Die Ergebnisse, die am Mittwoch im Laufe des Tages vorlagen, sind den Eltern beziehungsweise dem Personal durch das Gesundheitsamt mitgeteilt worden.

Etwa 100 Personen, die am Montag nicht getestet wurden, sind am Dienstag und Mittwoch kontaktiert worden. 50 davon sind mittlerweile getestet. Für die anderen 50 Personen werden die Testungen veranlasst. Auch stehen noch die Corona-Testergebnisse von zehn Lehrkräften der Florenbergschule aus. Ziel ist es, einen umfassenden Überblick des Infektionsgeschehens zu erhalten und entsprechende Maßnahmen zu veranlassen. (sec)

Corona in Fulda: Alle Schüler und Lehrer der Florenbergschule getestet

Update vom 1. Dezember, 20.04 Uhr: Das Gesundheitsamt eine Corona-Reihentestung aller Schüler sowie aller Lehrer veranlasst. Hierzu wurde am Montag ein mobiles Testteam in die Schule geschickt. Sobald die Ergebnisse der Testungen vorliegen, wird über weitere Maßnahmen entschieden. Auch das Domgymnasium hat mit dem Coronavirus zu kämpfen.

Update vom 30. November, 20.50 Uhr: Aufgrund von weiteren Corona-Infektionsfällen hat der Landkreis Fulda die Florenbergschule in Pilgerzell am Montag komplett dicht gemacht. Das teilte der Landkreis Fulda mit. In der Presseerklärung heiß es: „Die Florenbergschule in Pilgerzell bleibt bis einschließlich Freitag, 4. Dezember, geschlossen. Über das Wochenende waren weitere Corona-Infektionsfälle bekannt geworden.“

Corona-Ausbruch: Landkreis Fulda macht Florenbergschule in Pilgerzell dicht

Ziel sei nun, schnellstmöglich einen umfassenden Überblick über das Infektionsgeschehen zu erhalten, um mögliche weitere Maßnahmen vorbereiten zu können. Am Freitag war bekannt geworden, dass es einen Corona-Ausbruch in der Florenbergschule gegeben habe.

Zunächst hatte sich 100 Schüler in Quarantäne befunden. Die Frage, wie viele Personen genau aus dem Umfeld der Florenbergschule nach Stand von Montag positiv auf das Coronavirus getestet worden sind, konnte der Landkreis Fulda auf Nachfrage am Montagabend zunächst nicht beantworteten.

Corona-Ausbruch in Künzeller Schule: Über 100 Kinder in Quarantäne

Erstmeldung vom 27. November, 19.04 Uhr: Nach dem Flüchtlingsheim in Pilgerzell gilt nun auch die Florenbergschule als Corona-Hotspot. Außerdem ist die Zahl der Covid-19-Todesfälle im Kreis Fulda von 29 auf 31 gestiegen.

Fulda - „Im Zusammenhang mit einem Infektionsschwerpunkt in einer Gemeinschaftsunterkunft in Pilgerzell gibt es einen neuen Schwerpunkt in der Pilgerzeller Florenbergschule“, teilte der Landkreis Fulda am Freitagabend mit. Auch die Kindertagesstätte Zwergenland“ sei vom Coronavirus betroffen.

Florenbergschule in Pilgerzell ist neuer Corona-Hotspot: 13 positive Testergebnisse

An der Florenbergschule sind nach aktuellem Stand fünf Klassen und zwei Nachmittagsbetreuungsgruppen betroffen, die quarantänisiert wurden. Bisher liegen nach Angaben der Behörden 13 positive Corona-Testergebnisse vor: „Es handelt sich um 11 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrkräfte“, so der Landkreis Fulda.

Etwa 110 Kinder sind in Quarantäne, hinzu kommen rund 30 Geschwisterkinder unter 12 Jahren, für die gemäß Verordnung ein Betretungsverbot für die Schule gilt. „Insgesamt sind derzeit also etwa 140 Kinder vom Schulbesuch ausgeschlossen“, heißt es in der Mitteilung weiter. Insgesamt besuchen 380 Kinder die Schule, eine Schulschließung ist aktuell nicht vorgesehen. Das Gesundheitsamt in Fulda steht hier in enger Abstimmung mit dem Schulamt.

Die Kindertagesstätte Zwergenland“ in Pilgerzell ist ebenfalls betroffen. Aufgrund von vier positiv getesteten Kindern ist für drei Gruppen eine Quarantäne angeordnet worden.

Neue Corona-Todesfälle: Altenheim Hofbieber und Bonifatiuskloster Hofbieber betroffen

Die Zahl der Gestorbenen, die positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, ist von 29 auf 31 gestiegen. Die Personen waren 84 und 87 Jahre alt. Eine von ihnen hat laut dem Landkreis Fulda im Bonifatiuskloster Hünfeld, das auch als Corona-Infektionsschwerpunkt gilt, gelebt. Die andere lebte in einem Altenheim in Hofbieber, in dem das Virus ebenfalls ausgebrochen war. Die 87-jährige Person sei bereits vor der Covid-19-Diagnose palliativ versorgt worden. (lio, sar)

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