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Die Corona-Krise macht dem Kreuz zu schaffen.

Corona belastet Kultur

„Die Lage ist dramatisch“: Start-Next-Spendenkampagne für das Kreuz

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„Wir wissen nicht, wie es weitergeht“, sagt Katja Schmirler-Wortmann, Erste Vorsitzende vom Kulturzentrum Kreuz. Die Coronakrise zerschmettert derzeit den Kulturbetrieb, das Kreuz setzt deswegen nun auf eine Start-Next-Spendenkampagne.

„Fulda ohne das Kreuz, Leute, das ist doch undenkbar“, sagt Kabarettist Wolf Mihm in einem YouTube-Video, das auf die prekäre Lage des Kulturzentrums aufmerksam machen soll. „Schützt die Schätze der Kleinkunst“, wünscht Christine Geyer alias Clown-Dame Gaya, Mambo-Kingx-Frontmann Uli Fromm und Michael Bleuel alias Franz Habersack appellieren an den guten Willen der rund 70.000 Besucher des vergangenen Jahres: Spenden für das Kreuz.

„Die Lage ist wirklich dramatisch“

Mit einer so genannten Start-Next-Spendenkampagne versucht das Kulturzentrum nun, das Schlimmste abzuwenden. „Die Lage ist wirklich dramatisch“, sagt Schmirler-Wortmann. Auch wenn draußen in der Welt nun einige Lockerungsmaßnahmen durchgeführt werden – „Kultur bleibt erstmal außen vor“. Bis zum 31. August sind alle Großveranstaltungen abgesagt, das Herzberg-Festival hat es auch getroffen, ein Kreuz-Baby. „Gerade jetzt im März und April hätten wir einige Großveranstaltungen gehabt“, betont Schmirler-Wortmann. „Und mit den großen Veranstaltungen in der Orangerie oder in der Esperantohalle finanzieren wir unsere kleinen Konzerte, Kabarettabende und Lesungen im Kulturkeller. Das ist gerade echt ein Teufelskreis.“

Statt in Hoffnungslosigkeit und schlechter Laune zu versinken, haben die Kreuz-Mitarbeiter die Ärmel hochgekrempelt und überlegt, was sie tun können. Kreativität ist gefragt. „Wir haben unseren Podcast ins Leben gerufen“, erzählt Schmirler-Wortmann, „und wir planen gemeinsam mit der Hochschule einen Science-Slam-YouTube-Stream.“ Doch natürlich kompensiere das nicht die 300 Veranstaltungen im Jahr, die das Kreuz mittlerweile biete.

Leute wollen sich in echt sehen

„Und das Kreuz ist ein Ort, an dem sich die Leute in echt sehen wollen.“ So setzen Schmirler-Wortmann und ihre Kollegen nun auf die Solidarität ihrer Gäste und Freunde. Und auf die Stadt Fulda. „Natürlich müssen wir erstmal sehen, wie sich die Lage entwickelt, doch wir hoffen natürlich darauf, dass die Stadt uns unterstützt.“ Denn sonst sieht es für den großen Fuldaer Kulturanbieter düster aus.

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