In zwei Pflegeeinrichtungen in Gersfeld und Hofbieber kam es zu vermehrten Corona-Fällen.
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In zwei Pflegeeinrichtungen in Gersfeld und Hofbieber kam es zu vermehrten Corona-Fällen.

Hofbieber und Gersfeld

Corona-Ausbrüche in Rhöner Altenheimen: Zwei weitere infizierte Bewohner gestorben

  • Daniela Petersen
    vonDaniela Petersen
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  • Ann-Katrin Hahner
    Ann-Katrin Hahner
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Zwei Pflegeeinrichtungen in Gersfeld und Hofbieber gelten laut dem Gesundheitsamt in Fulda als Corona-Hotspots. In beiden Rhöner Altenheimen sind jeweils mehrere Infizierte gestorben.

Update vom 30. November, 18.06 Uhr: Die Zahl der Verstorbenen im Landkreis Fulda, die positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, ist um zwei Personen von 31 auf 33 gestiegen. Die Personen waren 83 und 84 Jahre alt und haben in den Altenheimen in Hofbieber beziehungsweise Gersfeld gelebt, gab das Gesundheitsamt in Fulda am Montag bekannt. Beide Personen waren bereits vor der Covid-19-Diagnose in palliativer Versorgung.

Update vom 27. November, 20.06 Uhr: Ein weiterer mit dem Coronavirus infizierter Bewohner des Altenheims in Hofbieber ist gestoben.

Update vom 26. November, 16.53 Uhr: Die Zahl der Verstorbenen im Kreis Fulda, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, ist um eine Person von 28 auf 29 gestiegen, teilt der Landkreis am Donnerstag mit. Die Person sei 82 Jahre alt gewesen und in dem Altenheim in Gersfeld gestorben. Bereits vor ihrer Covid-19-Diagnose sei sie palliativ versorgt worden.

Update vom 25. November, 14.59 Uhr: Zwei weitere Bewohner des Altenheims in Hofbieber, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, sind gestorben. Wie der Landkreis Fulda berichtet, waren die Personen 88 und 91 Jahre alt. Eine der Personen sei im Krankenhaus gestorben, die andere sei bereits vor der Covid-19-Diagnose palliativ versorgt worden, heißt es. Die Zahl der Corona-Todesfälle in Fulda ist damit auf 28 gestiegen.

Im Pflegezentrum am Golfplatz in Hofbieber hat es weitere Corona-Todesfälle gegeben.

Lesen Sie hier: Altenheime wieder Corona-Hotspots - So regeln Einrichtungen in Osthessen den Zugang für Besucher.

Update vom 23. November, 16.50 Uhr: Die Zahl der Verstorbenen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, ist um vier Personen von 21 auf 25 gestiegen, gab das Gesundheitsamt des Landkreises Fulda am Montag bekannt. Die Personen waren 58, 87, 91 und 92 Jahre alt. Drei von ihnen sind in den beiden Pflegeeinrichtungen für Senioren in Gersfeld und Hofbieber gestorben. Nähere Angaben machte das Gesundheitsamt nicht.

Video: Corona-Hotspots in Gersfeld und Hofbieber - Vermehrte Infektionen

Außerdem ist eine 58-jährige Person ist im Klinikum Fulda gestorben. Alle vier Personen wurden bereits vor ihrer Covid-19-Diagnose palliativ versorgt, teilte der Landkreis Fulda mit. 

Update vom 19. November, 19.13 Uhr: Die Zahl der Verstorbenen im Landkreis Fulda, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, ist um zwei Personen von 18 auf 20 gestiegen, gab die Pressestelle am Donnerstagabend bekannt.

Die Personen waren 86 und 87 Jahre alt und sind beide in der Pflegeeinrichtung für Senioren in Hofbieber verstorben, in der es zu einem Corona-Ausbruch gekommen war. Ob sie an oder mit der Corona-Infektion gestorben sind, gab der Landkreis Fulda nicht bekannt.

Update vom 18. November, 18.23 Uhr: Schon seit dem Frühjahr hat Stefan Burkard einen Notfallplan in der Schublade – für den Fall, dass das Coronavirus im Seniorenzentrum Rhön ausbricht. Jetzt ist dieser Ernstfall eingetreten. In der Gersfelder Einrichtung, in der der 56-Jährige Geschäftsführer ist, wurden 14 Mitarbeiter und 20 Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet.

Stefan Burkard ist Geschäftsführer des Seniorenzentrums Rhön.

„Von den betroffenen Bewohnern haben drei von 20 leichte Symptome. Bis jetzt sind 80 Prozent symptomfrei. Ins Krankenhaus musste bislang niemand“, sagt Burkard. Aufgefallen seien die ersten Corona-Infizierten nach einer Routineuntersuchung im Kollegenkreis: „Wir können als Pflegeeinrichtung an freiwilligen Selbsttests teilnehmen. 28 Mitarbeiter haben sich am 9. und 10. November testen lassen. Dabei kam heraus, dass zwei positive Tests dabei waren.“ Daraufhin habe das Gesundheitsamt eine Reihentestung veranlasst, bei der die gesamte Einrichtung mit allen 60 Bewohnern und den 65 Mitarbeitern Proben abgaben. „Sonntagabend stand fest, dass wir insgesamt 34 Infizierte haben. Zwei Testergebnisse von Mitarbeitern stehen noch aus“, sagt Burkard.

Corona-Fallzahlen im Landkreis Fulda steigen - Mehrere Wohngruppen in Gersfelder Einrichtung betroffen

Betroffen sei nicht nur eine Wohngruppe des Heims, das in Trägerschaft der Tanner Diakonie steht. „Leider sind mehrere Wohngruppen betroffen. Das macht es komplizierter. Von den betroffenen Bewohnern leben 13 im Erdgeschoss und sieben im Obergeschoss. Wir werden zwei Wohngruppen mit jeweils zehn Plätzen einrichten, in die die Corona-Patienten einziehen.“

Burkard geht davon aus, dass der Umzug zeitnah erfolgen werde. Bis dahin würden die Corona-Infizierten auf ihren Zimmern bleiben und von Kollegen in Schutzkleidung versorgt werden. Vor den Wohnbereichen gebe es Hygieneschleusen mit Schutzmaterialien und Desinfektonsmittel. Außerdem seien alle Bewohner angehalten, in ihren Bereichen beziehungsweise im geschlossenen Außenbereich zu bleiben. Besucher seien momentan gar nicht erlaubt. „Wir stehen mit den gesetzlichen Vertretern der Bewohner in Kontakt. Einige sind besorgt. Aber da wir seit März mit Corona zu tun haben, haben wir uns auf den Fall theoretisch gut vorbereitet“, erklärt der 56-Jährige.

Ein Problem müsse aber noch gelöst werden: Viele der Pflegekräfte haben sich infiziert. „Von den neun Pflegefachkräften können momentan nur drei eingesetzt werden. Von den 13 Pflegehilfskräften sind es sieben“, verdeutlicht der Geschäftsführer. Er sei daher mit Leiharbeiterfirmen in Kontakt. „Da gibt es schon Lösungen am Horizont.“

Mitarbeiter in Altenheim in Hofbieber mit Corona infiziert - nun gibt es einen Engpass

Ein Engpass unter den Pflegekräften gibt es im Nurona, dem Pflegezentrum am Golfplatz in Hofbieber, noch nicht. Auch dort hat es in dieser Woche einen Corona-Ausbruch gegeben. Derzeit gelten zwölf Bewohner und zwei Mitarbeiter als infektiös. Einige Testergebnisse würden aber noch nicht vorliegen, wie Einrichtungsleitung Kristin Heger sagt. Die 36-Jährige betont, dass die Einrichtung vorbereitet sei. „Es werden alle Maßnahmen ergriffen.“

Auch bei Nurona sei eine Kohortierung geplant, um Corona-Infizierte und Gesunde getrennt betreuen zu können. Wie es den Erkrankten geht, dazu möchte sich Heger nicht äußern. „So ein Verlauf kann sich schnell ändern, sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung.“ Dass es ein Infektionsgeschehen in der Einrichtung gibt, fiel auf, weil eine Person, die im Krankenhaus war, Symptome gezeigt habe.

Corona-Hotspots in Gersfeld und Hofbieber: Vermehrte Infektionen in Altenheimen

Erstmeldung vom 17. November, 19.42 Uhr:

Fulda - Die positiven Corona-Fälle verteilen sich auf zwei Pflegeeinrichtungen. Laut einer Pressemitteilung des Landkreises Fulda seien in der Einrichtung in Gersfeld 14 Mitarbeiter und 20 Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden.

„Das Gesundheitsamt des Landkreises Fulda hat für die Einrichtung alle notwendigen Maßnahmen getroffen. Dazu gehören unter anderem die Quarantänisierung der Einrichtung, die Recherche und die Testung der Kontaktpersonen sowie die Trennung der positiv getesteten und der negativ getesteten Personen auf verschiedenen Etagen der Einrichtung“, heißt es in der Mitteilung.

Coronavirus im Landkreis Fulda: Ausbrüche in Altenheimen in Gersfeld und Hofbieber

In der Einrichtung in Hofbieber wurden 12 Bewohner und zwei Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet. Auch hier habe das Gesundheitsamt alle nötigen Maßnahmen veranlasst. Über das weitere Vorgehen werde in enger Zusammenarbeit mit den Einrichtungen entschieden, hieß es vonseiten des Landkreises. (Lesen Sie hier: Das Corona-Testcenter am Klinikum Fulda hat seine Wartezeiten erheblich verkürzt)

Damit sind insgesamt 48 Menschen von einer Neu-Infektion betroffen. (Lesen Sie hier: Auch in den Main-Kinzig-Kliniken kam es zu einem Corona-Ausbruch. Und: Das Bonifatiuskloster in Hünfeld ist von einer Corona-Welle betroffen) Durch die hohe Anzahl an Fällen stieg die Inzidenz im Landkreis Fulda am Dienstag auf 122,4. Am Vortrag betrug die 7-Tage-Inzidenz 110,3. Seit Beginn der Pandemie haben sich im Landkreis 1689 Menschen mit Covid-19 infiziert. 18 Menschen starben an oder mit dem Virus.

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