Der Pferdskopf in der Rhön hat seit der Hexennacht 2021 ein Gipfelkreuz.
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Der Pferdskopf in der Rhön hat seit der Hexennacht 2021 ein Gipfelkreuz.

Gipfelkreuz auf Pferdskopf

Corona-Ausgangssperre: Polizei in Fulda spricht von „anderer Hexennacht als sonst“

  • Sebastian Reichert
    vonSebastian Reichert
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Nach der Hexennacht in der Corona-Ausgangssperre hat die Polizei in Fulda ein Fazit gezogen. Es sei eine „andere Hexennacht als sonst“ gewesen, sagte ein Sprecher der Polizei.

Update vom 2. Mai, 14.25 Uhr: Auch in der Rhön waren in der Nacht zum 1. Mai, in der Hexennacht, trotz Corona-Ausgangssperre einige Hexen unterwegs, um Schabernack zu treiben. So hat der Pferdskopf bei Poppenhausen dank der „Pferdskopfhexen“ seit der Hexennacht ein Gipfelkreuz.

„Pferdskopfhexen“ stellen ganz oben auf dem Pferdskopf ein Gipfelkreuz auf

Der 874,9 Meter hohe Südwestausläufer der Wasserkuppe in der Rhön hatte zwar bereits schon ein Gipfelkreuz. Das steht aber unterhalb des Gipfels. Die Hexen wollten wohl ein „richtiges Gipfelkreuz“ aus Holz auf dem richtigen Gipfel und wurden in der Nacht zum 1. Mai auf dem Berg in der Rhön tätig.

Erstmeldung vom 1. Mai, 11.40 Uhr: Fulda - Die Nacht zum 1. Mai, die Hexennacht, sei in Fulda „sehr ruhig“ gewesen, sagte ein Sprecher der Polizei in Fulda am Samstagvormittag auf Nachfrage der „Fuldaer Zeitung“. Der Grund dafür liege wohl auch in der nächtlichen Corona-Ausgangssperre, erklärte der Beamte.

Corona-Ausgangssperre: Polizei in Fulda spricht von „anderer Hexennacht als sonst“

Bis zum Samstagvormittag habe die Polizei in Fulda keine Kenntnisse in Bezug auf größere „typische Streiche“ zur Hexennacht erlangt. Es habe keine Anzeigen zu Sachbeschädigungen und auch keine größeren Einsätze für die Polizei in Fulda gegeben, sagte der Sprecher. „Das hängt wohl auch mit der Corona-Ausgangssperre zusammen.“

Die Nacht auf den 1. Mai, die Hexennacht, wird in der Region Fulda traditionell gern genutzt, um Schabernack zu treiben. Dr. Heiko Wingenfeld, Oberbürgermeister von Fulda, hatte am Freitag, allerdings nochmals an die Bürgerinnen und Bürger appelliert, sich auch in der Hexennacht und am Mai-Feiertag an die Corona-Regeln zu halten.

„Im Logdaun üben kleine Hexen nur zuhause“: An diesem Kreisel in Bronnzell hängten die Hexen dieses Plakat auf.

In der Hexennacht führte die Polizei in Fulda im Vergleich zu anderen Nächten etwas mehr Kontrollen durch. Es sei aus polizeilicher Sicht aber eine Nacht gewesen, wie sie auch vor anderen Feiertagen üblich sei. Einige Verstößen gegen die Corona-Ausgangssperre seien vermerkt worden, sonst sei nichts auffällig gewesen.

In dem Kreisel in Bronnzell hängten die Hexen zwei Plakate auf. „Im Logdaun üben kleine Hexen nur zuhause, wer bezahlt am Schluss die ganze Sause“, stand auf dem einem. „Distanz in den Mai - die Hexe weint... buhu, Schule & Gastro sind schon soo lange zu“, war auf dem anderen zu lesen. Zudem wurden dort zwei Hexen aufgestellt - mit Mundschutz.

Hexe Olga wartet in Fulda-Niederrode auf den Bus.

Per Plakat machten die Hexen zudem in Bronnzell aus der alten Sparkasse eine Eisdiele und aus dem Bürgerhaus ein Corona-Testzentrum. In Fulda-Niederrode wurde in Hexe in eine Bushaltestelle gesetzt. Neben ihr hing ein Plakat. „Ich warte seit 827 Jahren auf den Bus“, stand dort. Daneben: „Fuck Corona“.

Bereits im vergangenen Jahr hatten die Hexen in der Region Fulda in der Nacht zum 1. Mai, in der Hexennacht, die Corona-Krise zum Thema bei ihrem Schabernack gemacht. Dabei war es in der Hexennacht 2020 bei kreativen und harmlosen Ideen geblieben. Das war in der Hexennacht 2021 nun wieder genauso der Fall.

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