Die Eisdielen im Kreis Fulda freuen sich trotz Corona über einen guten Start in die Saison. (Symbolfoto)
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Die Eisdielen im Kreis Fulda freuen sich trotz Corona über einen guten Start in die Saison. (Symbolfoto)

Sonne als Verkaufsfaktor

Eisdielen-Betreiber in Fulda freuen sich über gelungenen Saison-Start - Verkauf bleibt wegen Corona schwierig

  • Leon Weiser
    vonLeon Weiser
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  • Alina Komorek
    Alina Komorek
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Mit den frühlingshaften Temperaturen der vergangenen Tage ist auch das Eisgeschäft „aufgetaut“. Bei Sonnenschein bilden sich vor den Eisdielen in Fulda lange Schlangen. Trotzdem bleibt der Verkauf in Corona-Zeiten kompliziert.

Fulda - Gennaro Arresta, Inhaber des Eiscafés Bonifatius in Fulda, ist mit dem Start in die diesjährige Eis-Saison zufrieden: „Die Zufallskäufe machen einen großen Teil unserer Einnahmen aus.“ Viele Kunden würden zufällig an dem Eiscafé vorbeikommen und ein Eis kaufen. Der wichtigste Verkaufsfaktor sei schönes Wetter. Darum hatte er am 20. Februar erstmals geöffnet.

Fulda: Trotz Corona gelungener Start in die Eissaison - Verkauf bleibt kompliziert

Dass es trotz Corona eine hohe Nachfrage gibt, zeigt Arresta anhand seines Eiscafés: „Es läuft im Moment eigentlich so wie vor der Pandemie.“ Dennoch seien die Einnahmen 2020 um die Hälfte zurückgegangen, auch in diesem Jahr werde sich das nicht ändern. „Wir haben bei schlechtem Wetter immer einen Lockdown. Aber der Einbruch durch das Virus ist deutlich erkennbar.“ (Lesen Sie hier: Nach Corona-Lockdown öffnen die Friseure in Fulda und der Region wieder - „Heute ist unser Glückstag“)

Gennaro Arresta, Inhaber vom Eiscafé Bonifatius in Fulda, verkauft sein Eis mit Handschuh und Mundschutz.

Auch im Umgang mit den Produkten müssen sich die Händler umgewöhnen. Eiswaffeln dürfen verkauft werden – aber nicht mit der Hand angefasst, mit der das Geld angenommen wird. Zudem wird mit Mundschutz bedient. „Bei uns ist die Hygiene gang und gäbe. Wir ziehen einen Handschuh an, um die Hände nicht zu verwechseln“, erklärt der Inhaber. Auf die Außenbewirtung muss wegen Corona momentan verzichtet werden und das wird auch noch eine Weile so bleiben, glaubt Arresta: „Wir werden Tische und Stühle nicht vor Mai rausstellen.“

Auch im Eissalon Cortina in Fulda wird wieder verkauft – und das mit Erfolg. „Es war an den Wochenenden zuletzt eine lange Schlange da und alle sind zufrieden mit dem Eis zum Mitnehmen. Das liegt an dem schönen Wetter“, erklärt Inhaberin Lieta Perotti. Sie war zufrieden, auch wenn sich Kunden nicht in den Salon setzen dürfen. Das ist wegen der Corona-Hygienebestimmungen nicht erlaubt.

Eis-Saison in Fulda läuft trotz Corona gut an: Eisdielen-Betreiber hoffen auf Terassenverkauf

Waffeln werden nur mit Servietten angefasst, die Toiletten sind zu und maximal drei Kunden dürfen sich im Salon aufhalten – alle mit Mundschutz. Die Kunden werden sogar reingerufen, um Abstände einzuhalten. Trotz der hohen Resonanz ist ein Rückgang der Einnahmen erkennbar. „Wir haben seit der Pandemie Einbußen von 40 Prozent. Deswegen hoffen wir, vor Ostern den Terrassenverkauf anbieten zu dürfen“, meint Perotti.

Video: Eisdielen-Check - 7 Tricks, wie man gutes Eis erkennen kann

Langsam erwachen auch „Die Eisheiligen“ in Gersfeld aus dem Winterschlaf. Seit drei Wochen bieten sie sonntags ihr Eis zum Mitnehmen an. „Die ersten Tage der diesjährigen Eissaison liefen gut“, sagt Inhaber Michél Günther. Die Branche sei insgesamt ganz gut durch die Corona-Pandemie gekommen, weil die Leute sonst nur wenig unternehmen könnten. (Lesen Sie hier: Corona in Hessen: Diese Lockerungen plant Ministerpräsident Bouffier - Vier-Stufenplan vorgestellt)

Zwar fehle das Terrassengeschäft, aber die Pandemie habe auch gute Seiten: „Durch Corona kommen wir mit den Leuten häufig ins Gespräch und fangen das erhöhte Kommunikationsbedürfnis auf, das mit der Isolation entsteht“, erklärt Günther. Wann er auf die Öffnung des Terrassengeschäfts hofft? „Morgen. Wahrscheinlich wird es aber April, bis das möglich ist.“

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