Erster Schultag in Hamburg nach den Sommerferien
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Anders als im Sommer, gibt es nach den Herbstferien nur einen geringen Anstieg der Corona-Fälle in den Schulen im Kreis Fulda. (Symbolbild)

Anders als im Sommer

Nur wenige Corona-Fälle in den Schulen - Geringer Anstieg nach Herbstferien

  • Volker Nies
    VonVolker Nies
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Nach den Sommerferien schoss die Zahl der Corona-Fälle in den Schulen im Kreis Fulda nach oben. Jetzt, eine Woche nach dem Ende der Herbstferien, melden die Behörden zwar einige Corona-Fälle, aber mit 15 Betroffenen ist die Zahl viel geringer als im Sommer. 

Osthessen - Die Lage war besorgniserregend: In den ersten drei Wochen nach dem Ende der Sommerferien meldeten 116 Klassen im Kreis Fulda einen oder mehrere Corona-Fälle unter ihren Schülern. In drei Viertel aller Fälle war nur ein Kind pro Klasse betroffen, so dass die Ansteckung vermutlich außerhalb der Schule erfolgte. Die Inzidenz unter den 11- bis 20-Jährigen lag in der ersten Schulwoche bei fast 400, in den beiden Wochen danach über 300.

So hoch sind die Werte jetzt nach dem Ende der Herbstferien bei Weitem nicht – vielleicht auch deshalb nicht, weil im Herbst vermutlich nicht so viele Kinder verreist sind wie im Sommer. Mit Stand von heute sind in den Schulen im Landkreis Fulda seit Beginn des Unterrichts am Montag 15 positive Fälle in 13 Schulen gemeldet worden. Darunter sind drei Grundschulen. Bei fünf positiven Antigentests steht das Ergebnis der nachfolgenden PCR-Tests noch aus, berichtet der Landkreis auf Anfrage unserer Zeitung.

Corona in Fulda: Nur wenige Fälle in den Schulen nach den Herbstferien

„Die bisherigen Zahlen werden gewiss noch steigen. Dennoch ist die aktuelle Lage überschaubar, zumal angesichts der Gesamtzahl von rund 28.000 Schülerinnen und Schülern im Landkreis Fulda“, sagt Frederik Schmitt (CDU), Vize-Landrat und Gesundheitsdezernent des Landkreises.

An das Vogelsberger Gesundheitsamt wurden in dieser Woche 16 Schüler von zehn Schulen gemeldet, die an Corona erkrankt waren. Ein Kindergarten war betroffen.

Der Vogelsberger Gesundheitsdezernent Dr. Jens Mischak (CDU) warnt: „Die Zahlen aus den Schulen bieten noch keinen Anlass zur Sorge, aber wir merken, dass die Infektionszahlen wieder steigen und zwar in allen Bereichen. Deshalb habe ich wenig Verständnis für die aktuellen Diskussionen darüber, das Ende der epidemischen Lage erklären zu wollen. Wir müssen nach wie vor vorsichtig sein, damit wir unser Gesundheitssystem nicht überlasten.“

Nach den Herbstferien laufen auf Anweisung des hessischen Kultusministeriums in den ersten beiden Schulwochen die so genannten Präventionswochen, in denen eine drei- statt zweimalige Testung pro Woche vorgenommen wird und Maskenpflicht am Platz gilt. Darüber waren alle Schulen, die Eltern und die volljährigen Schülerinnen und Schüler bereits vor den Herbstferien informiert worden. Das Staatliche Schulamt spricht, so gibt es Schmitt jetzt wieder, von einem routinierten Ablauf und einem insgesamt guten und problemlosen Schulstart.

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„Dafür haben die Schulen mit umsichtiger Planung und verantwortungsvoller Umsetzung der angeordneten Maßnahmen durch die Schulleitungen, Lehrkräfte und die Schülerinnen und Schüler sowie der hohen Akzeptanz der Maßnahmen aller Beteiligten gesorgt“, lobt Gesundheitsdezernent Schmitt.

Auch das nach den Sommerferien neu eingeführte Testnachweisheft werde demnach weiterhin sehr gut angenommen.

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