Festzüge und Straßenkarneval waren unter anderem Themen beim Treffen von Vorständen und Präsidenten von acht Karnevalsvereine aus dem Landkreis Fulda in Mittelkalbach. (Archivfoto)
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Festzüge und Straßenkarneval waren unter anderem Themen beim Treffen von Vorständen und Präsidenten von acht Karnevalsvereine aus dem Landkreis Fulda in Mittelkalbach. (Archivfoto)

Treffen in Mittelkalbach

Fastnacht feiern „auf kleinem Fuß“ - Vereine in Fulda wollen Kampagne trotz Corona nicht absagen

  • VonAnja Trapp
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Festzüge, Straßenkarneval, Fremdensitzungen und närrische Oberhäupter waren Themen beim Treffen von Vorständen und Präsidenten von acht Karnevalsvereine aus dem Landkreis am Donnerstagabend in Mittelkalbach. 

Kreis Fulda - Egal wie es genannt wird: Fastnacht oder Karneval, in der gesamten Region wird das große Heimatfest gefeiert und gelebt – eigentlich. Schon zum zweiten Mal scheint die Corona-Pandemie dies auszubremsen. Nichtsdestotrotz trafen sich am Donnerstagabend die Vorstandsmitglieder und Präsidenten der Vereine aus Hofbieber, Neuhof, Rommerz, Rückers, Schweben, Büchenberg, Niederkalbach auf der überdachten Terrasse von Mittelkalbachs Präsident Dieter Mack, um über die kommende Kampagne und deren Durchführung zu diskutieren.

Corona in Fulda: Fastnachter im Kreis wollen Kampagne 2022 feiern

Einig waren sie sich von Anfang an in einem Punkt: Die Fastnacht in veränderter Form, also mit weniger Veranstaltungen zu feiern, ist allemal besser als eine Absage. Die Hygienekonzepte mit einer 2- oder 3G-Regelung ermöglichten zurzeit eine Saalveranstaltung. Wichtig war es den Vertretern auch, ihr Vereinsleben aufrechtzuerhalten. Bei der Ho-Bi-Fa Karnevalsgesellschaft Hofbieber, beim Karnevalsverein Büchenberg, dem Rückerser Carneval Verein, dem Rommerzer Carneval Verein und bei der Narrenzunft Mittelkalbach proben die Tanzgarden schon wieder für die kommende Kampagne. Die einen im Saal, die anderen wiederum auf dem Sportplatzgelände.

Und Pläne für die kommende fünfte Jahreszeit haben alle Vereine. Die Bürgerhäuser und Säle sind reserviert und die Kapellen bestellt. Und vielerorts gibt es auch ein neues Prinzenpaar, Prinz oder Prinzessin. Bei einigen anderen Vereinen, wie in Rückers, wird es zwar keine neue Tollität geben, aber die Regenten der vergangenen zwei Jahrzehnte werden nochmals, abwechselnd und im Ornat der Narrenschar vorstehen.

Neun (geimpfte) Vertreter der Karnevalsvereine aus dem Landkreis Fulda trafen sich zum Informationsaustausch und Pläne für die kommende Fastnachtskampagne.

Besonders die Alternative des Straßenkarnevals wurde lebhaft diskutiert. Was in Mittelkalbach schon längst Tradition hat, nämlich die Inthronisierung des neuen Regentenpaares unter freien Himmel stattfinden zu lassen, wollen zum Beispiel die Büchenberger auch ins Auge fassen. Von kleinen Fremdensitzungen ist die Rede, von kleinen Umzügen und kleinen Festen an den sogenannten tollen Tagen, vielleicht sogar nur unter freiem Himmel. Der Präsident des Niederkalbacher Carneval Vereins (NCV), Markus Hackenberg bringt es auf den Punkt: „Klein, ist das neue Zauberwort für die Zukunft der Fastnacht.“ (Lesen Sie auch hier: Fastnacht erneut in der Schwebe - Vereine warten auf Entscheidung des Bundes Deutscher Karneval)

Video: Närrischer Beitrag von Günther Elm

Fastnacht feiern, halt auf „kleinem Fuß“ das wollen sie alle. Für das Kulturgut, für die Gemeinschaft und für das närrische Publikum. Was letztendlich möglich sein wird, entscheidet, wie schon im vergangenen Jahr, schlussendlich dann doch wieder die Politik mit ihren Corona-Regeln. (Mit dem Corona-Ticker für Fulda bleiben Sie auf dem Laufenden)

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