Caritas-Diözesandirektor Markus Juch, Regionalverbands-Geschäftsführerin Susanne Saradj und Vorstandsmitglied Ansgar Erb ziehen eine positive Bilanz nach der viermonatigen Hot-Truck-Aktion der Caritas.
+
Caritas-Diözesandirektor Markus Juch, Regionalverbands-Geschäftsführerin Susanne Saradj und Vorstandsmitglied Ansgar Erb ziehen eine positive Bilanz nach der viermonatigen Hot-Truck-Aktion der Caritas.

Neue Aktion startet

Corona in Fulda: Hot-Truck-Angebot der Caritas endet nach vier Monaten

Der Hot-Truck der Caritas hat vielen Menschen durch den Winter geholfen. Seit Ende November gab es werktäglich warmes Mittagessen für alle Bedürftigen. Das Angebot endet mit Beginn des Frühlings, aber eine neue Aktion ist geplant.

Fulda - Neugierige Blicke hat er in den vergangenen Wintermonaten immer wieder auf sich gezogen: Der Caritas-Hot-Truck war unter der Woche täglich in der Innenstadt in Fulda zu finden, wechselnd an der Stadtpfarrkirche oder am Haus Jakobsbrunnen. Und er brachte warme Speisen mit, die an Bedürftige verteilt wurden.

Dieser Tage fuhr der schwarze Truck mit der markanten roten Beschriftung vorerst zum letzten Mal vor. „Wir wollten in der kalten Jahreszeit eine Anlaufstelle für Wohnungslose schaffen und ihnen zeigen, dass sie nicht alleine sind. Das ist uns mit dem Hot-Truck sehr gut gelungen“, resümiert Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch laut einer Pressemitteilung.

Corona in Fulda: Hot-Truck-Angebot der Caritas endet nach vier Monaten

In Zeiten der Corona-Pandemie sei dieser fahrende Tresen der Caritas quasi die einzige Ausgabestelle für ein warmes Mittagessen für die Bedürftigen gewesen – alle übrigen Angebote waren eingestellt worden. Der Grund für den Besuch des Caritas-Angebotes sei aber nicht nur die Mahlzeit gewesen, sondern auch die Begegnung.

Kunden und Helfer kamen miteinander – selbstverständlich nur mit Maske und auf Abstand – ins Gespräch, tauschten sich über Sorgen und Nöte aus und konnten gemeinsam über das eine oder andere lachen. Gerade in der Zeit der Corona-Pandemie sei dies umso wichtiger, um sozialer Isolation zu entgegenzuwirken.

Entstanden war die Idee zum Hot-Truck in enger Zusammenarbeit des Caritasverbandes für die Diözese Fulda mit dem örtlichen Caritasverband für die Regionen Fulda und Geisa sowie der Innenstadtpfarrei um Pfarrer Stefan Buß. H-O-T steht für „Hilfsbereit“, „Offen“, „Täglich“ – und natürlich für warme Speisen und seelische Wärme in der einsamen Zeit (lesen Sie hier: Caritas Fulda verteilt im Food-Truck warme Mahlzeiten).

Video: Halb Mantel, halb Schlafsack - Caritas verteilt Overalls

Schnell war ein Food-Truck von Nelles Catering gemietet, die Vinzentinerinnen erklärten sich bereit, die täglich zwischen 70 und 80 Portionen zuzubereiten, und Helfer für die Essensausgabe waren gefunden. Am 30. November fiel dann der Startschuss. „Die Portionen waren jeden Tag leer. Nun, am Ende der Aktion, haben wir mehr als 5800 Essen verteilt. Das ist schon eine Hausnummer“, weiß Susanne Saradj, Geschäftsführerin des Regional-Caritasverbandes.

Einen weiteren positiven Effekt habe die Präsenz des auffallenden Hot-Trucks: Die Arbeit der Caritas habe in der Bevölkerung mehr Aufmerksamkeit erlangt – und viele hätten auch helfen wollen. Sowohl Sachspenden als auch finanzielle Zuwendungen hätten die Verantwortlichen im Zuge des Angebots erreicht.

Somit sei auch die Ausgabe von Masken, Hygieneartikeln und Co. möglich gemacht worden. Der besondere Dank des Fuldaer Caritasdirektors Juch und Caritas-Vorstandsmitglied Ansgar Erb richtet sich an die haupt- und ehrenamtlichen Helfer, die bei Wind und Wetter unermüdlichen Einsatz am HotTruck gezeigt hätten.

Zum Abschluss des Hot-Truck-Angebotes hatte die Caritas nun zusätzlich Ostertüten gepackt (lesen Sie auch hier: Lösung unter Corona-Regeln: Caritas lässt Weihnachtsfeier für Obdachlose nicht ausfallen). Mit Schoko-Osterhasen, Masken und weiteren Geschenken bestückt wurden sie an die Besucher verteilt. Am 10. April um 18 Uhr hält Stadtpfarrer Stefan Buß, der die Aktion von Beginn an rege unterstützt hatte, zudem einen Dankgottesdienst in der Stadtpfarrkirche.

Auch nach der gemeinsamen Aktion wird die Caritas in engem Austausch mit Buß bleiben, um Bedürftige in Fulda zu unterstützen. „Mit dem Ende der Aktion endet aber selbstverständlich nicht die Hilfe der Caritas für die Wohnungslosen“, kündigt der Verband an. Ab Mai soll es einmal wöchentlich eine Essensausgabe am Haus Jakobsbrunnen geben. (au)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema