Die Gemeinden im Landkreis Fulda bereiten sich auf eine zweite Freibadsaison unter Corona-Bedingungen vor. (Archivfoto)
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Die Gemeinden im Landkreis Fulda bereiten sich auf eine zweite Freibadsaison unter Corona-Bedingungen vor. (Archivfoto)

Petersberg und Hünfeld legen vor

Freibadsaison in Corona-Zeiten: So bereiten sich die Gemeinden im Landkreis Fulda vor

  • Ann-Katrin Hahner
    vonAnn-Katrin Hahner
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Eine zweite Freibadsaison unter Corona-Bedingungen steht bevor. Die Gemeinden im Landkreis Fulda bereiten sich vor. Petersberg will sein Freibad bereits im April öffnen, Hünfeld möchte Mitte Mai nachziehen. Nicht überall sind die Pläne bereits so konkret.

Landkreis Fulda - Die RhönEnergie Fulda lässt sich als Betreiber des Fuldaer Freibades Rosenau nicht auf Gedankenspiele ein. „Vor dem Hintergrund der dynamischen Entwicklung der Corona-Pandemie sehen wir uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt außerstande, eine verlässliche Prognose zum Schwimmbetrieb der nächsten Wochen abzugeben“, teilte die Pressestelle des Unternehmens auf Nachfrage mit. „Sofern sich die Umstände normalisieren, streben wir die üblichen Öffnungsphasen an“. Das wäre ab dem 1. Mai. 

Wie am Mittwochabend bekannt gegeben wurde, sind im Petersberger Freibad Waidesgrund, die Vorbereitungen auf die neue Saison bereits gestartet. Laut Bürgermeister Carsten Froß (CDU) plane man eine Öffnung nach den Osterferien – also Mitte April. Für die Entscheidung das Freibad im vergangenen Jahr geschlossen zu lassen, hatte es Kritik vonseiten der Bürger gehagelt. Vor dem Propsteihaus kam es sogar zu einer kleinen Demonstration, um die Gemeindevertreter umzustimmen. 

Corona und die Freibadsaison: Das sind die Pläne der Gemeinden im Landkreis Fulda

Hünfelds Bürgermeister Benjamin Tschesnok (CDU) hatte vor Kurzem die Diskussion über die Öffnung der Freibäder angestoßen und als erster verkündet, die Planungen für die Freibadsaison in Hünfeld aufgenommen zu haben. Aktuell werden im Hünfelder Freibad Pumpen und Filteranlagen für die neue Breitwellenrutsche installiert. Außerdem nehmen die Stadtwerke Reparaturarbeiten vor. Das Bad soll voraussichtlich ab Mitte Mai geöffnet werden.

In der Marktgemeinde Eiterfeld peilt man eine Öffnung des Badeparks Mitte Mai an. „Die Gemeinde trifft derzeit alle Vorbereitungen von den technischen Voraussetzungen wie Instandhaltung und Wartungsarbeiten, bis hin zu einem Hygienekonzept. Wir gehen derzeit davon aus, dass der Badebetrieb nur eingeschränkt stattfinden kann“, erklärt Bürgermeister Hermann-Josef Scheich (parteilos) auf Nachfrage. Vorgesehen sei unter anderem eine Nutzung des Badeparks in täglich drei Zeitslots, um entsprechende Reinigungsarbeiten durchzuführen. Im vergangenen Jahr blieb der Badepark komplett geschlossen. 

In Schlitz haben die Vorbereitungen auf die Freibadsaison 2021 in der vergangenen Woche begonnen. „Der Fokus liegt dabei auf Reparaturen und Instandhaltungsmaßnahmen an Becken und Technik“, erklärt Alexander Dietz, Kaufmännischer Leiter der Stadtwerke Schlitz. Parallel werde an einem der jeweiligen Situation angepassten Konzept für den Bäderbetrieb gearbeitet. In Schlitz wird mit einem regulären Saisonbeginn, also Mitte Mai, geplant. 

Freibäder in der Corona-Pandemie: Instandhaltung steht für die Gemeinden derzeit im Fokus

In Flieden laufen die Arbeiten zur Instandhaltung bereits seit Anfang März. Dass das Freibad Landrücken vorzeitig, also bereits im April, geöffnet werden kann, bezweifelt Sebastian Klug, Hauptamtsleiter bei der Gemeinde in Flieden, allerdings. „Da wir wie das Freibad Rosenau einen Vertrag mit der BBG (Bäder-Betriebsgesellschaft) haben, wird es schwierig, eine Öffnung um zwei bis drei Wochen vorzuziehen. Wir werden wohl regulär Mitte Mai öffnen“, sagt Klug. Wie in Fulda will man im Freibad Landrücken Tickets für einzelne Zeitfenster verkaufen.

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Zwar hofft man auch in Tann auf eine Öffnung des Schwimmbades aber Bürgermeister Mario Dänner (parteilos) betont: „Bezüglich der Schwimm- und Freibäder gibt es momentan null Planungssicherheit.“ Eine Öffnung sei erst möglich, wenn die Pandemie es zulasse, zudem müsse das Hygienekonzept personell stemmbar sein. Auch in Tann plant man mit vier bis sechs Wochen, bis das Freibad in Betrieb genommen werden kann. „Wir werden aber in jedem Fall mit den Arbeiten beginnen, denn die Becken müssen gepflegt werden und die Pumpen müssen laufen, sonst geht alles kaputt“, erklärt Dänner.

Freibäder im Kreis Fulda: In Hosenfeld stehen die Antennen auf Öffnung

„Die Antennen sind auf Öffnung gerichtet“, sagt Hosenfelds Bürgermeister Peter Malolepszy (CDU). Anfang April soll eine Entscheidung über die Öffnung des Bades gefällt werden, denn die Vorbereitungsarbeiten dauern im Schnitt vier bis sechs Wochen. „Wir werden zudem unser bestehendes Hygienekonzept überarbeiten und ziehen die Nutzung eines Online-Ticketsystems in Betracht“, sagt Malolepszy. Besonders in Anbetracht der Tatsache, dass vielen Menschen der Sommerurlaub verwährt geblieben sei, erachte man eine Öffnung als umso wichtiger.

In Bad Salzschlirf will man laut Jörg Peters von der Touristik & Service GmbH Bad Salzschlirf noch mit einer Entscheidung bis Ende April warten. „Wir befinden uns allerdings in Hab-Acht-Stellung und es ist gut möglich, dass wir uns relativ kurzfristig für eine Öffnung entscheiden.“ 2020 war das Bad geschlossen geblieben – eine Entscheidung, die allerdings schon vor der Coronakrise getroffen worden war.

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