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Länger draußen sitzen: Fulda erlaubt Außengastronomie freitags und samstags bis 24 Uhr

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Von: Sabrina Mehler

In der Innenstadt, wie hier am Buttermarkt in Fulda, sitzen die Menschen bei angenehm warmen Frühjahrstemperaturen wieder draußen.
In der Innenstadt, wie hier am Buttermarkt in Fulda, sitzen die Menschen bei angenehm warmen Frühjahrstemperaturen wieder draußen. © Sabrina Mehler

Um die Gastronomen in Fulda erneut zu entlasten, sollen wie schon in den vergangenen beiden Pandemie-Jahren auch 2022 die Gebühr für die Außenbestuhlung gesenkt werden. Außerdem können die Betriebe ihre Gäste an den Wochenenden draußen länger bewirten.

Fulda - Die Corona-Inzidenz hat deutschlandweit, aber auch in der Region Höchstwerte erreicht; gleichzeitig fallen dieser Tage wichtige Corona-Maßnahmen wie Test- und Maskenpflicht weg. Eine der Folgen: Viele Menschen sind unsicher, ob sie noch Restaurants und Kneipen besuchen sollen.

Glücklicherweise lässt sich pünktlich zum Frühlingsanfang die Sonne blicken, und die Temperaturen steigen. Das gibt den Gastronomen die Möglichkeit, ihr Geschäft wieder nach draußen zu verlagern. Allerdings kostet das Gebühren: Die Gastronomen zahlten in Vor-Corona-Zeiten für jeden Quadratmeter, auf dem sie Stühle und Tische platzierten, 4,10 Euro im Monat.

Corona in Fulda: Außengastronomie freitags, samstags und vor Feiertagen länger erlaubt

Doch bereits in den Jahren 2020 und 2021 hatte die Stadtverordnetenversammlung in Fulda beschlossen, die Betriebe, die in der Corona-Pandemie unter erheblichen Einnahmeausfällen litten und noch leiden, zu unterstützen – und senkte die Gebühr befristet auf nur noch 1 Euro.

„Auch im Jahr 2022 sind die Auswirkungen der Corona-Lage nicht vorhersehbar, sodass auch in diesem Jahr mit Einschränkungen gerechnet werden muss“, heißt es nun in einer Vorlage des Magistrats, über die die Mandatsträger am Montagabend im Haupt- und Finanzausschuss abstimmten. Zur Entlastung der Gastronomie soll daher auch in dieser Saison die Gebühr reduziert werden. 

Künftig sollen demnach die Kneipen-, Café- und Restaurantbetreiber in Fulda wieder nur 1 Euro pro Quadratmeter beanspruchter Verkehrsfläche und pro Monat zahlen. Dies trage den „wirtschaftlichen Auswirkungen der Betriebsbeschränkungen wegen der SARS-CoV-2-Pandemie Rechnung“. Die Gebührenänderung soll rückwirkend zum 1. März 2022 in Kraft treten und bis 31. Oktober dieses Jahres gelten.

Für die nötige Anpassung der Sondernutzungssatzung stimmten die Ausschussmitglieder einstimmig – mit Ausnahme der SPD-Fraktion, die sich für eine gänzliche Abschaffung der Gebühr in dieser Zeit einsetzte und sich bei der Abstimmung enthielt. Die Stadtverordnetenversammlung muss die Satzungsänderung in ihrer Sitzung am kommenden Montag (28. März 2022) ebenfalls noch beschließen.

Video: Wird Rauchen in der Außengastro verboten?

Schon vor der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses hatte der Magistrat analog zu den Vorjahren beschlossen, die erlaubte Betriebszeit für die Außengastronomie auszuweiten. (Lesen Sie hier: Immer mehr Personal kehrt Gastronomie den Rücken - So ist die Situation im Kreis Fulda).

Mit der Ausweitung der Betriebszeiten für die Außengastronomie soll die Infektionsgefahr in den Innenbereichen minimiert werden. Gastronomische Betriebe in der Innenstadt können ihre Gäste an Freitagen und Samstagen sowie vor Feiertagen wieder bis 24 Uhr draußen bedienen. Das ist eine Stunde länger als zuvor.

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