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Schlechte und gute Nachricht: Zahl der Arbeitslosen steigt - aber weniger stark als im Januar 2021

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Von: Sebastian Reichert

In Hessen ist die Zahl der Arbeitslosen im Januar 2022 saisonbedingt gestiegen. Die Arbeitslosenquote stieg auf 4,8 Prozent, im Landkreis Fulda auf 2,6 Prozent (Symbolfoto).
In Hessen ist die Zahl der Arbeitslosen im Januar 2022 saisonbedingt gestiegen. Die Arbeitslosenquote stieg auf 4,8 Prozent, im Landkreis Fulda auf 2,6 Prozent (Symbolfoto). © Christian Charisius/dpa

Auf dem Arbeitsmarkt in Hessen ist die Zahl der Arbeitslosen saisonbedingt zu Jahresbeginn gestiegen. Die Arbeitslosenquote stieg in Hessen für den Januar um 0,2 Punkte auf 4,8 Prozent, im Landkreis Fulda um 0,3 Punkte auf 2,6 Prozent.

Fulda - „Die Arbeitslosigkeit in der Region Fulda ist im Januar saisonbedingt angestiegen, wenn auch etwas schwächer als in den vergangenen Jahren“, teilte die Agentur für Arbeit in Fulda am Dienstag (1. Februar 2022) mit. Zum Ende des Monats lag die Zahl der Arbeitslosen mit 3597 um 313 höher als im Dezember (+9,5 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag bei 2,9 Prozent (Quote im Vormonat: 2,6 Prozent). Somit liege sie auf dem Niveau vom Januar 2019 - vor Corona.

„Der Anstieg der Arbeitslosenzahl in den Wintermonaten ist saisonal üblich. Zum einen laufen zum Jahresende befristete Verträge aus, zum anderen kann aufgrund der Witterung in den Außenberufen nur eingeschränkt gearbeitet werden“, erklärte Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda.

Fulda: Zahl der Arbeitslosen steigt - aber weniger stark als im Januar 2021

In der Folge sei die Arbeitslosigkeit bei Männern doppelt so stark angestiegen wie bei Frauen. Im Gastronomiebereich wirke sich die anhaltende Corona-Pandemie weiterhin negativ aus, was auch zu einer überproportionalen Zunahme der Arbeitslosigkeit bei Menschen ohne deutschen Pass beitrage.

Im Januar meldeten sich 586 Menschen aus einer Beschäftigung heraus bei der Arbeitsagentur oder beim Kreisjobcenter arbeitslos und somit 195 mehr als im Dezember. Zugleich konnten weniger Personen in eine Erwerbstätigkeit integriert werden.

Erfreulich sei der deutliche Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr. Im Januar 2021 hatte die Arbeitslosenquote bei 3,7 Prozent gelegen. Von der positiven Entwicklung zum Vorjahr konnten nahezu alle Personengruppen profitieren. Lediglich im Bereich der Langzeitarbeitslosen blieb die Zahl leicht über dem Vorjahresniveau.

Bei allen Herausforderungen durch die Pandemie und Lieferkettenprobleme habe sich der Bestand an offenen Stellen gegenüber dem Vorjahresmonat um ein Drittel erhöht, was für eine Stabilisierung des Arbeitsmarktes spreche Gegenwärtig liegen dem Arbeitgeberservice 2398 Stellen zur Besetzung vor – 580 mehr als vor einem Jahr und 237 mehr als im Januar 2020.

Zahl der Arbeitslosen in Hessen gestiegen  - auch im Landkreis Hersfeld-Rotenburg

„Die Beschäftigungssituation ist deutlich besser als vor einem Jahr. Dies gilt auch, wenn wir die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen berücksichtigen“, resümiert Agenturleiter Dombrowski. Im Berichtsmonat Januar sind 71 Anzeigen auf konjunkturelle Kurzarbeit für 948 Beschäftigte eingegangen.

Im Vorjahresmonat waren es 179 Anzeigen, die 2865 Beschäftigte umfassten. Auch im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ist die Arbeitslosigkeit im Januar 2022 saisonbedingt angestiegen. Zum Ende des Monats lag die Zahl der Arbeitslosen mit 2299 um 228 höher als im Dezember (+11,0 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag in Waldhessen bei 3,6 Prozent (Vormonat: 3,2 Prozent).

Für Ungeimpfte könnte das Arbeitslosengeld wegfallen

Auf dem hessischen Arbeitsmarkt ist die Zahl der Arbeitslosen zu Jahresbeginn gestiegen. Zum Stichtag am 13. Januar waren 166.000 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, wie die Regionaldirektion Hessen am Dienstag in Frankfurt berichtete.

Das waren knapp 8600 Menschen mehr als im Dezember 2021. Die Arbeitslosenquote stieg für den Januar in Zeiten der Corona-Variante Omikron um 0,2 Punkte auf 4,8 Prozent. Ein Anstieg der Zahlen ist in der Wintersaison üblich. Ein Jahr zuvor hatte es noch 33.000 Arbeitslose mehr gegeben.

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