Das Impfzentrum in Fulda. Bis jetzt wurden dort 30.964 Impfungen durchgeführt.
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Das Impfzentrum in Fulda. Bis jetzt wurden dort 30.964 Impfungen durchgeführt.

Bereits über 30.000 Impfungen

Schlangen vor der Waideshalle: Impfzentrum Fulda impft nun täglich mehr als 1000 Personen gegen Corona

  • Daniela Petersen
    vonDaniela Petersen
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Es sind rund sieben Wochen, seit denen das Impfzentrum Fulda in Betrieb ist. Bis jetzt wurden dort 30.964 Impfungen durchgeführt.

Fulda - Sowohl Biontech/Pfizer als auch Astrazeneca kommen im Impfzentrum Fulda zur Anwendung. Moderna bisher noch nicht. Bislang wurden 2791 Dosen Astrazeneca verimpft, berichtet die Pressestelle des Landkreises Fulda auf FZ-Nachfrage. Diese Dosen gingen an Menschen unter 65, die zum Beispiel in Pflegeheimen oder auf Intensivstationen tätig sind - also Menschen, die der Prioritätengruppe 1 oder 2 angehören.

In den ersten Wochen, in denen vor allem die Über-80-Jährigen geimpft wurden, wurde der Corona-Impstoff von Biontech/Pfizer gegeben. Insgesamt leben im Landkreis Fulda 15.700 Menschen, die über 80 Jahre alt sind. 12.680 davon haben eine erste Impfung erhalten, teilt der Landkreis auf Nachfrage mit. Vom Personal in den Arztpraxen haben bisher 3189 Personen ihre Erstimpfung erhalten.

Fulda: Impfzentrum impft nun 1000 Personen am Tag - Schlangen vor der Halle

Die Gesamtzahl der Geimpften beläuft sich auf 20.676. 10.288 davon haben bereits die zweite Impfung bekommen. So der Stand am Freitagmorgen. Damit sind 9,3 Prozent der Bevölkerung im Landkreis einmal, 4,6 Prozent zweimal geimpft. In dieser Woche wurden täglich rund 1000 Personen im Impfzentrum geimpft, durch mobile Teams und Impfungen im Krankenhaus lag die Zahl immer etwas höher, teilt Lisa Laibach von der Pressestelle des Landkreises mit. Am Donnerstag seien beispielsweise insgesamt 1259 Personen geimpft worden. Das ist auch etwa die Kapazität, die von Beginn an anvisiert wurde. „Wir sind optimistisch, dass wir die täglichen Kapazitäten aber noch weiter steigern können“, erklärt Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt (CDU). Im Impfzentrum selbst sind nun alle vier Gassen in Betrieb.

Dass diese hohe Frequenz mitunter zu Schlangen vor der Halle führen könne, sei unvermeidbar, erklärt Rehnert. „Aber wir haben keine größeren Klagen gehört. Die Termine sind eng getaktet, und wir haben vielmehr die Rückmeldung bekommen, dass es recht zügig geht.“ Es müsse keiner eine halbe Stunde früher da sein. „Es reicht, wenn man kurz vorher kommt. Und wenn man warten muss, dann wird man sicher nicht weg geschickt, bloß weil der Termin bereits ist. Das Personal vom Impfzentrum hat das gut im Blick“, erklärt Rehnert. Verfallen lassen würden die allerwenigsten ihren Termine. „Als das Schneechaos war, waren es mal zehn Personen, die nicht gekommen sind, aber sonst ist das selten.“ (Lesen Sie hier: Mit einem Lotsen zum Impfzentrum Fulda: So unterstützen ehrenamtliche Helfer Senioren beim Corona-Piks).

Video: So sieht das Corona-Impfzentrum in Fulda aus

Seit dieser Woche werden auch Lehrerinnen und Lehrer der Grund- und Förderschulen sowie Personal von Kindergärten geimpft. Darüber hinaus fahren die mobilen Teams die Behinderteneinrichtungen an und impfen die Bewohner.

Was die Impfreaktionen betrifft, so spricht Ralph-Michael Hönscher, der als Impfarzt im Zentrum arbeitet, von einer „zu vernachlässigenden Anzahl“. „Im Impfzentrum selbst gab es meines Wissens nach keine allergischen Reaktionen. Es kommt vor, dass sich manche in den 12 bis 24 Stunden nach der Impfung krank fühlen, Schüttelfrost oder Gliederschmerzen haben.“ Dies betreffe nach seiner Beobachtung eher die jüngeren Geimpften. „Es ist im Grunde ein gutes Zeichen, das zeigt, dass das Immunsystem reagiert.“

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