Das Impftempo im Kreis Fulda nimmt zu: Allein die Malteser können pro Tag etwa 600 Menschen an vier Standorten impfen.
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Das Impftempo im Kreis Fulda nimmt zu: Allein die Malteser können pro Tag etwa 600 Menschen an vier Standorten impfen.

Große Nachfrage

Impftempo im Kreis Fulda nimmt Fahrt auf: In dieser Woche werden 22.000 Menschen geimpft

  • Volker Nies
    VonVolker Nies
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Die Zahl der Menschen im Kreis Fulda, die binnen einer Woche durch Kliniken und Verbände gegen Corona geimpft werden, wächst weiter stark an. In dieser Woche werden Krankenhäuser, Hilfsverbände und mobile Impfteams mehr als 20.000 Menschen impfen. 

Fulda - Die niedergelassenen Ärzte im Kreis Fulda impfen derzeit rund 14.400 Patienten pro Woche gegen das Coronavirus. Diesen Wert schätzt Gabriele Bleul, Vorstandsmitglied im Gesundheitsnetz Osthessen (GNO). Ganz genaue Zahlen hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) - allerdings nur für zurückliegende Wochen.

Anfang November gab es in den Praxen erst 2600 und 3700 Impfungen pro Woche. In der zweiten Novemberhälfte stieg die Zahl auf 5600 und 8400 an. In der vergangenen Woche vom 29. November bis 5. Dezember wurden von den niedergelassenen Ärzten im Landkreis Fulda 11.700 Impfungen abgerechnet, berichtet KV-Sprecher Karl Roth unserer Zeitung.

Corona in Fulda: Hohes Impftempo - 22.000 Impfungen in einer Woche

Kliniken, Hilfsdienste und mobile Teams impften in der vergangenen Woche 5500 Menschen. In der laufenden Woche werden es 7800 sein, in der kommenden Woche 9000 Menschen.

Das bedeute, dass in der vergangenen Woche 17.200 Menschen im Kreis geimpft wurden, in dieser Woche werden es rund 22.000 Impfungen sein. „Wir erleben eine enorme Nachfrage nach Corona-Schutzimpfungen - nicht nur nach Boostern, sondern auch nach Erst- und Zweitimpfungen“, berichtete der Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent Frederik Schmitt (CDU) in der jüngsten Sitzung des Kreistags. (Lesen Sie auch: Großer Andrang bei Impf-Aktionen im Kreis Fulda - Weitere Termine im Advent)

Dass das Impfen tatsächlich wirkt, dafür sind die aktuellen Inzidenzen aus der Sicht von Schmitt ein sehr guter Beleg: „Die Inzidenzen im Landkreis Fulda sind derzeit hoch wie noch nie“, sagte Schmitt. „Trotz der hohen Inzidenzen haben wir bei weitem nicht so viele Tote wie vor einem Jahr. Damals hatten wir pro Woche bis zu 30 Corona-Tote. In diesem Jahr sind die Älteren durch Impfungen vergleichsweise gut geschützt.“

Zu den aktuellen Fällen erklärte Schmitt: „In der vergangenen Woche hatten wir mehr als 900 Fälle zu verzeichnen - und da werden mit Sicherheit noch einige hinzukommen, die nachgemeldet werden.“ Am Montag lag der Wert unter 360, am Dienstag stieg er - wie von Schmitt prognostiziert - an, und zwar auf 410. (Mit dem Corona-Ticker für den Kreis Fulda bleiben Sie auf dem Laufenden.)

Trotz hoher Inzidenzen weniger Corona-Tote im Kreis Fulda

Jüngere erkrankten derzeit deutlich häufiger an Covid-19 als Ältere. Das gelte bundesweit und im Kreis. Den höchsten Anteil an Infizierten weise die Altersgruppe der 10- bis 14-Jährigen auf (, in denen kaum jemand geimpft ist): In dieser Gruppe liege die Inzidenz bundesweit bei über 1000, im Kreis liege sie bei 600.

Die Zahl der Corona-Kranken auf den Intensivstationen der Krankenhäuser in Osthessen, also den Kreisen Fulda, Hersfeld-Rotenburg und Vogelsberg - wachse spürbar an, berichtete der Erste Kreisbeigeordnete. Sie liege derzeit bei 28. Allerdings enthalte die Zahl auch acht Patienten, die aus anderen Regionen in osthessische Krankenhäuser verlegt wurden.

Video: Allgemeine Impfpflicht - pro und contra

In der ersten Corona-Welle habe die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen maximal bei 37 gelegen, in der zweiten Welle bei 51 und in der dritten Welle bei 49.

Um der Pandemie zu entgehen, sei Impfen die wichtigste Strategie, erklärte Schmitt. Der Landkreis setze auf eine dezentrale Strategie, bei der an vielen Orten geimpft wird, und nicht - wie im Frühjahr - in einem großen Impfzentrum.

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