Wegen der steigenden Corona-Zahlen im Kreis Fulda gelten ab Montag verschärfte Maßnahmen. (Symbolfoto)
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Wegen der steigenden Corona-Zahlen im Kreis Fulda gelten ab Montag verschärfte Maßnahmen. (Symbolfoto)

Kreis hat entschieden

Corona-Inzidenz in Fulda über 100: Neue Regeln ab Montag - keine Verschärfung im Einzelhandel

Die 7-Tages-Inzidenz hat im Landkreis Fulda den Wert 100 überschritten. Der Landkreis bereitet eine Allgemeinverfügung vor, die ab Montag gelten wird. In verschiedenen Bereichen kommt es zu Verschärfungen.

Update vom 2. September, 17.34 Uhr: Der Landkreis Fulda hat die angekündigte Allgemeinverfügung beschlossen. Sie gilt ab Montag und sieht angesichts einer Inzidenz von mehr als 100 eine Verschärfung der Corona-Regeln vor. Das hat der Kreis mitgeteilt.

Die Regelungen betreffen im Wesentlichen Außenbereiche und Veranstaltungen. „Von Verschärfungen der Kontaktbeschränkungen und Zugangsbegrenzungen im Einzelhandel hat der Landkreis abgesehen“, erklären die Verantwortlichen.

Corona in Fulda: Schärfere Regeln ab Montag

Erstmeldung vom 1. September, 17.24 Uhr: Fulda - Mit der Allgemeinverfügung werden laut Pressemitteilung des Landkreises Fulda folgende Regeln vorgegeben: Bei Zusammenkünften, Fachmessen, Veranstaltungen und Kulturangeboten gilt im Innen- und Außenbereich die 3G-Regel. Zutritt haben dadurch ausschließlich Personen, die geimpft, genesen oder getestet sind.

Außerdem ist bei Veranstaltungen dieser Art die Zahl der Teilnehmenden begrenzt: In Innenräumen darf die Zahl der Teilnehmenden 100 nicht überschreiten, im Freien ist die Zahl auf 200 begrenzt. Geimpfte und Genesene werden dabei nicht eingerechnet. Das bedeutet, dass maximal 100 Personen mit Negativtest bei Veranstaltungen in Innenräumen und 200 Personen mit Negativtest im Freien anwesend sein dürfen.

Corona in Fulda: Neue Regeln ab Montag - Hier kommt es zu Verschärfungen

Die 3G-Regel gilt außerdem für Besucherinnen und Besucher in Behinderteneinrichtungen, für Gäste in der Innen- und Außengastronomie, in Spielbanken, Spielhallen und ähnlichen Einrichtungen, für die Kundschaft körpernaher Dienstleistungen (etwa Friseur, Massage, Nagelstudios), im Innen- und Außenbereich von Kultur- und Freizeiteinrichtungen und Sportstätten, wie Fitnessstudios, Hallenbäder, Saunen und Sporthallen sowie Tierparks, Freizeitparks, Museen, Schlösser, Galerien und Gedenkstätten, aber nicht für den Spitzen- und Profisport.

In Übernachtungsbetrieben mit Gemeinschaftseinrichtungen gilt die 3G-Regel für Gäste bei Anreise ebenfalls. Außerdem ist bei längeren Aufenthalten ein Negativnachweis zweimal pro Woche angeordnet.

Strenger geregelt ist der Einlass für Gäste im Außenbereich von Tanzlokalen, Clubs oder Diskotheken sowie für Kundschaft in Prostitutionsstätten: Dort benötigen Personen, die weder gegen Corona geimpft noch genesen sind, einen negativen PCR-Test als Nachweis.

Inzidenz über 100: Landkreis Fulda bereitet neue Allgemeinverfügung vor - Ab Montag

In der Allgemeinverfügung wird außerdem die Maskenpflicht geregelt: Eine generelle Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske besteht in Gedrängesituationen, in denen Mindestabstände nicht eingehalten werden können. Das ist etwa in Wartschlangen und auf stark frequentierten Plätzen der Fall. Eine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken des Standards FFP2, KN95, N95 und vergleichbar (ohne Ausatemventil) gilt für Personal in Alten- und Pflegeheimen, ausgenommen davon sind geimpfte und genesene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Zur aktuellen Lage: Die Fallzahlen der vergangenen zweieinhalb Wochen zeigen weiterhin ein diffuses Geschehen. Eine Clusterbildung ist derzeit nicht ersichtlich. Über das Wochenende ist die Zahl der betroffenen Reiserückkehrer etwas gestiegen. Schwerpunkte sind weiterhin das private Umfeld und Familien. Derzeit liegt die Inzidenz in Fulda über 100.

Video: Kassenärzte fordern Auffrischungsimpfungen

Im Hinblick auf die Tatsache, dass gegenwärtig noch keine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zur Auffrischungsimpfung vorliegt, hält es der Landkreis für sinnvoll, dass sich Interessierte zunächst mit dem Hausarzt in Verbindung setzen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. (ah)

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