Ein Mitarbeiter eines Corona-Testzentrums bereitet einen Schnelltest vor.
+
In zwei Produktionsbetrieben in Fulda hat es in den letzten 14 Tagen mehr als 100 Corona-Fälle gegeben. (Symbolfoto)

Jeder dritte geimpft

Zwei Betriebe im Kreis Fulda sind Corona-Hotspots: Mehr als 100 Fälle in zwei Wochen

  • Selina Eckstein
    vonSelina Eckstein
    schließen

In zwei Produktionsbetrieben in Fulda sind in den vergangenen zwei Wochen mehr als 100 Corona-Fälle registriert worden, wie der Landkreis Fulda mitteilt. Die Impfquote liege mittlerweile bei 32,9 Prozent.

Fulda - Die aktuelle Corona-Lage im Landkreis Fulda ist durch einen Rückgang der Infektionszahlen gekennzeichnet, berichtet der Landkreis Fulda in einer Pressemitteilung am Mittwochnachmittag. In der vergangenen Kalenderwoche wurden insgesamt 500 Covid-19-Fälle gemeldet. Das seien 100 weniger als in der Woche zuvor. Die Infektionen würden sich weiterhin hauptsächlich auf Ansteckungen im privaten Bereich zurückführen lassen. (Mit dem Corona-Ticker für Fulda bleiben Sie auf dem Laufenden)

Die Zahl der Infektionen am Arbeitsplatz sei jedoch auf fast 20 Prozent der Fälle angestiegen, führte der Landkreis Fulda weiter aus. „Ausschlaggebend waren zwei große Infektionscluster in heimischen Produktionsbetrieben mit insgesamt mehr als 100 Corona-Fällen in den letzten 14 Tagen“, heißt es in der Mitteilung. Nahezu 100 Prozent aller Fälle seien auf die britische Virusvariante zurückzuführen.

Erfreulich hingegen sei die Impfquote: Im Landkreis Fulda sind 32,9 Prozent der Bürgerinnen und Bürger mit der ersten Corona-Impfung versorgt, 11,5 Prozent sind bereits vollständig geimpft.

Corona in Fulda: Infektionscluster in zwei Unternehmen - Zahl der Todesfälle steigt

Während die Pflegeeinrichtungen weiterhin keine Rolle mehr im Infektionsgeschehen spielen, sei zu beobachten, dass der Altersdurchschnitt der Patientinnen und Patienten auf den Intensivstationen weiter gesunken ist. Inzwischen werden dort mehr Patienten unter 60 Jahren behandelt als Patienten über 60 Jahre. Gleichzeitig ist ein leichter Rückgang bei der Krankenhausbelegung durch Covid-Patienten von durchschnittlich 80 auf 70 auf der Normal- und Intensivstation festzustellen.

Die Entwicklung der Inzidenz nach Altersgruppen zeigt in fast allen Gruppen einen Rückgang der Fallzahlen. Anders ist dies derzeit nur bei der Altersgruppe der 51- bis 60-Jährigen mit einer Inzidenz von 304 (KW 17) und den 11- bis 20-Jährigen, die mit 326 (KW 17) die höchste aktuelle Inzidenz aufweisen. Für die Personengruppe der über 80-Jährigen errechnet sich die Inzidenz auf aktuell nur noch 29.

Die Zahl der Todesfälle ist von 243 auf 245 gestiegen. Zwei Personen im Alter von 79 und 88 Jahren, die positiv auf das Coronavirus getestet waren, sind in Krankenhäusern verstorben.

Niedergelassene Ärzte im Landkreis Fulda impfen pro Wochentag circa 700 Personen

Die Positivquote des PCR-Testzentrums der Kassenärztlichen Vereinigung lag in der Kalenderwoche 17 bereits zum dritten Mal in Folge bei mehr als 40 Prozent, steigt aber derzeit nicht weiter an. Dieser Wert lag in den ersten drei Wochen des Jahres bei circa 25 Prozent, fiel dann im Februar auf circa 15 Prozent ab und stieg seitdem wieder kontinuierlich an. In den vergangenen vier Wochen wurden dort zwischen 650 und 800 Patienten pro Woche getestet.

Video: Das Corona-Update für Hessen

Die Impfungen haben im Landkreis Fulda deutlich an Fahrt aufgenommen: 100.000 Impfungen sind bisher insgesamt erfolgt. Die Impfquote der über 60-Jährigen liegt bereits bei 62 Prozent. Im Impfzentrum werden derzeit jeden Tag rund 1200 Impfungen durchgeführt. Die niedergelassenen Ärzte impfen derzeit pro Wochentag circa weitere 700 Personen. (Lesen Sie hier: Corona-Impfungen in Fuldaer Betrieben: Frederik Schmitt will Projekt ausweiten - wenn genug Impfstoff da ist)

Hinweis vom Landkreis Fulda

Auf zwei Dinge weist das Gesundheitsamt besonders hin, da sie immer wieder zu weiteren Infektionen führen: Wer Symptome hat, muss zu Hause bleiben. Gehen Sie auf keinen Fall zur Arbeit oder treffen Sie sich privat mit anderen Personen. Wer ein positives Testergebnis erhält – egal ob im PCR-Test oder im Schnelltest –, ist durch die Landesverordnung automatisch und mit sofortiger Wirkung quarantänisiert und hat sich unmittelbar zu Hause abzusondern.

In den Schnellteststellen wurden in der vergangenen Woche insgesamt 23.880 Schnelltests durchgeführt, von denen 115 positiv waren. Dies entspricht einer Positivquote von etwa 0,5 Prozent.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema