Sieben weitere Menschen sind im Landkreis Fulda verstorben. Sie alle waren positiv auf das Coronavirus getestet worden. (Symbolbild)
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Sieben weitere Menschen sind im Landkreis Fulda verstorben. Sie alle waren positiv auf das Coronavirus getestet worden. (Symbolbild)

Zwischen 72 und 95 Jahren

Coronavirus in Fulda: Infektionen in Altenheimen ziehen Todesfälle nach sich - Sieben Menschen verstorben

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  • Jessica Vey
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Nachdem in den letzten Wochen vermehrt Corona-Fälle in Altenheimen des Landkreises Fulda registriert wurden, hat der Landkreis heute sieben weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 vermeldet.

Update vom 14. Dezember, 19.36 Uhr: Die zahlreichen Corona-Fälle im Landkreis haben weitere Todesfälle nach sich gezogen. „Die Zahl der Verstorbenen, die positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, ist von 45 auf 52 gestiegen. In den vergangenen Tagen verstarben sieben Menschen im Alter zwischen 72 und 95 Jahren“, teilte Leoni Rehnert, Pressesprecherin des Landkreises Fulda, mit.

Drei der Personen hatten in einer Senioreneinrichtung in Hilders gelebt. Zwei Personen, 85 und 95 Jahre alt, waren in einer Senioreneinrichtung in Hofbieber zu Hause.

Bei den übrigen zwei Todesfällen handelte es sich um Personen im Alter von 73 und 83 Jahren.

+++ 17.51 Uhr: In der Allgemeinverfügung, die der Landkreis Fulda am Freitagabend verschickt hat, wird konkretisiert, in welchen Ausnahmefällen der Aufenthalt im öffentlichen Raum möglich ist:
- Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten, einschließlich der Teilnahme Ehrenamtlicher an Einsätzen von Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst sowie der Teilnahme an Sitzungen kommunaler Kollegialorgane,
- Inanspruchnahme medizinischer, therapeutischer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen,
- Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts,
- Begleitung und Betreuung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen,
- Begleitung Sterbender,
- Teilnahme an Gottesdiensten zu besonderen religiösen Anlässen,
- Versorgung von Tieren,
- Maßnahmen der Tierseuchenbekämpfung und -prävention,
- ähnlich gewichtige und unabweisbare Gründe.

Außerdem ist in der Allgemeinverfügung festgehalten, dass Personen, die nur zur Durchreise in den Landkreis Fulda einreisen, von der Ausgangssperre nicht erfasst sind. Diese sollen den Landkreises Fulda auf dem schnellsten Weg verlassen.

Die Verfügung, die am 12. Dezember um 12 Uhr in Kraft tritt, gilt vorerst bis zum 20. Dezember, 24 Uhr. „Eine Verlängerung bleibt vorbehalten“, so der Landkreis.

Corona-Pandemie: Ausgangssperre in Fulda ab Samstag zwischen 21 und 5 Uhr

Update vom 11. Dezember, 12.26 Uhr: Ab dem morgigen Samstag soll wegen der hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen eine Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr im Landkreis Fulda gelten. Das gab Vize-Landrat Frederik Schmitt bei einem Pressetermin am Freitag bekannt. Auch ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit wäre mit der geplanten Allgemeinverfügung verbunden. Diese soll am Samstag ab 12 Uhr in Kraft treten, so Schmitt.

Denn: „Die 7-Tages-Inzidenz im Landkreis Fulda liegt sogar bereits seit dem gestrigen Donnerstag bei 200“, erklärte Frederik Schmitt im Gespräch mit unserer Zeitung. „Sie wird auch am heutigen Freitag über 200 liegen und wir gehen davon aus, dass sie auch morgen bei über 200 liegt.“

Der Vize-Landrat sagte dies am Freitag im Rahmen eines Pressetermins in dem neuen Corona-Impfzentrum in der Waideshalle im Esperanto in Fulda, wo ein Presserundgang stattfand. Er präsentierte zudem die aktuellen Zahlen im Landkreis. „Die Lage ist ernst. Wir brauchen weitere Maßnahmen“, erklärte er. Im Main-Kinzig-Kreis gilt die Ausgangssperre schon ab Freitag.

Damit folgt der Landkreis Fulda dem Eskalationskonzept der hessischen Landesregierung. Das Corona-Kabinett hat dieses am Dienstag beschlossen. Es besagt: „Wenn eine Region die Inzidenz von über 200 erreicht und diese drei Tage in Folge weiterbesteht, dann ist zum Beispiel eine nächtliche Ausgangssperre für die Zeit zwischen 21 Uhr und 5 Uhr früh zu verhängen. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist während dieser Zeit nur aus gewichtigen Gründen zuzulassen, wie beispielsweise berufliche oder medizinische Erfordernisse.“

Zudem sollen die Maßnahmen erst dann wieder aufgehoben werden, wenn die Inzidenz fünf Tage in Folge unter 200 gesunken sei. All das gelte zunächst bis zum 10. Januar.

Schmitt: „Es war wichtig, das jetzt zu machen.“

Die Voraussetzung für die Maßnahmen in Fulda ist eine Allgemeinverfügung. Diese tritt mit der geplanten Veröffentlichung in unserer Zeitung am morgigen Samstag in Kraft. „Sonntag erscheint die Fuldaer Zeitung nicht. Deshalb war es wichtig, das jetzt zu machen“, betonte Schmitt.

Update vom 10. Dezember, 14:10 Uhr: Mit den 77 Neuinfektionen haben sich seit Beginn der Pandemie insgesamt (Stand 14 Uhr) 2922 Menschen im Landkreis Fulda mit dem Coronavirus infiziert. Die 7-Tage-Inzidenz stieg laut RKI damit auf 195,8 und ist damit gefährlich nahe an der „Alarmstufe schwarz“ des Hessischen Eskalationskonzeptes.

Sollte diese überschritten werden und drei Tage in Folge über 200 liegen, drohen laut des Hessischen Sozialministeriums weitere Maßnahmen wie eine Ausgangssperre für die Zeit zwischen 21 Uhr und 5 Uhr.

Update vom 10. Dezember, 10:45 Uhr: Die Zahl der Verstorbenen, die positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, ist von 40 auf 44 gestiegen. Drei Personen im Alter von 85, 90 und 95 Jahren stammen aus einer Einrichtung für Senioren in Hilders, die vierte Person war 84 Jahre alt und stammt aus einer Einrichtung für Senioren in Fulda. Dies teilte der Landkreis Fulda in einer Pressenotiz mit.

Update vom 9. Dezember, 14.09 Uhr: Wie der Landkreis Fulda mitteilt, hat eine am Montag durchgeführte Testung in einer Gemeinschaftsunterkunft in Hofbieber 21 positive Fälle ergeben. Es wurden 41 Bewohnerinnen und Bewohner getestet.

Zudem ist die Anzahl der Verstorbenen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, von 38 auf 40 gestiegen. Die beiden Personen waren laut Landkreis 84 und 82 Jahre alt und stammen aus Einrichtungen für Senioren in Gersfeld und Fulda.

+++ 19.55 Uhr: Bei der Pflegeeinrichtung in Fulda, in der mehr als 80 Mitarbeiter und Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet wurden, handelt es sich um das Mediana Pflegestift.

Am Freitag hatte der Kreis mitgeteilt, dass in einer Pflegeeinrichtung in der Stadt Fulda 190 Bewohner und 240 Mitarbeiter getestet worden waren. Das Mediana Pflegestift berichtete dann auf seiner Internetseite, dass „bei einer Routineuntersuchung der Bewohner und Mitarbeiter eine Anzahl an positiv getesteten Bewohnern und Mitarbeitern festgestellt wurde“. In Abstimmung mit den zuständigen Behörden würden alle Mitarbeiter und Bewohner des Hauses durchgängig getestet. 

Update vom 8. Dezember, 14.52 Uhr: Es gibt einen neuen Corona-Hotspot in Fulda - wieder ist eine Pflegeeinrichtung betroffen. Der Landkreis Fulda teilt mit: „Nach der abschließenden Auswertung der Testreihe in einer Fuldaer Pflegeeinrichtung sind weitere Fälle bestätigt worden: Aktuell sind die Ergebnisse von 54 Bewohnern und 33 Mitarbeitern positiv.“

Corona in Fulda: Zahl der Todesfälle steigt auf 38

Außerdem gebe es zwei neue Todesfälle, die im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet wurden: Die beiden Bewohnerinnen waren 85 und 95 Jahre alt. Damit steigt die Zahl der Verstorbenen, die positiv auf das Coronavirus getestet waren, auf 38.

Schon am Montag hatte Vize-Landrat Frederik Schmitt (CDU) in der Kreistagssitzung einen Überblick über die Hotspots im Landkreis Fulda gegeben. Bereits dort hatte Schmitt auf 52 Fälle (Stand Montag) in einer Pflegeeinrichtung in Fulda hingewiesen. Am Dienstag kamen demnach noch mehr hinzu.

Ursprungsmeldung vom 5. Dezember: Fulda - In einer Senioreneinrichtung Hilders liegen nach der Reihentestung der 57 Bewohnerinnen und Bewohner sowie der 60 Beschäftigten für 27 Bewohner und 11 Mitarbeiter positive Ergebnisse auf das Coronavirus vor. Eine Person im Alter von 97 Jahren, die positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden war, ist verstorben, gab das Gesundheitsamt in Fulda bekannt.

Das Gesundheitsamt des Landkreises Fulda habe für die Einrichtung alle notwendigen Maßnahmen getroffen. Dazu gehören unter anderem die Quarantänisierung der Einrichtung sowie die Veranlassung der weiteren Corona-Tests für die Mitarbeiter und Bewohner.

Coronavirus in Fulda: 27 Infizierte in Pflegeeinrichtung - Auch Seniorenheim in Hosenfeld betroffen

Ebenfalls betroffen ist eine Pflegeeinrichtung in Fulda. Getestet wurden dort am Donnerstag 190 Bewohner und 240 Mitarbeiter. Diese umfangreiche Testung hat bisher positive Ergebnisse für sechs Mitarbeiter und 21 Bewohner ergeben. Weitere Ergebnisse stehen noch aus, teilte das Gesundheitsamt mit.

In einer Senioreneinrichtung in Hosenfeld wird es am Samstag eine umfangreiche Testaktion geben. Dort sind bislang drei Mitarbeiter und ein Bewohner positiv getestet.

In einer Gemeinschaftsunterkunft in Petersberg sind 17 Bewohner aktuell positiv auf das Coronavirus getestet worden und in Wüstensachen fünf. In beiden Fällen stehen noch weitere Ergebnisse aus. Das Gesundheitsamt hat alle notwendigen Maßnahmen ergriffen.

Alle Personen in Seniorenheimen in Hofbieber und Gersfeld erneut auf Corona getestet

Die Einrichtung in Hofbieber, die erstmals Mitte November SARS-CoV-2-Infektionen meldete, ist mit aktuell 45 Corona-Fällen, davon 30 Bewohnerinnen und Bewohner, noch belastet. Am Freitag wurden alle Personen erneut getestet, die Ergebnisse liegen noch nicht vor.

Auch in der Gersfelder Einrichtung sind erneut alle Bewohner und Mitarbeiter auf das Coronavirus getestet worden. Die derzeitige Situation lässt es möglich erscheinen, dass die Ergebnisse zu einer Aufhebung der Quarantäne führen können.

Umfangreiche Testungen in Reha-Klinik in Bad Salzschlirf und im Kloster Hünfeld

Im Kloster Hünfeld, wo zuletzt 36 Personen positiv getestet waren, wurde am Donnerstag ebenfalls eine erneute umfangreiche Testaktion vorgenommen. Die Ergebnisse liegen bislang nur teilweise vor.

In der Reha-Klinik in Bad Salzschlirf waren aktuell 10 Mitarbeiter und 15 Patienten positiv. Auch hier stehen weitere Ergebnisse der umfangreichen Testung noch aus. Alle positiv getesteten Patienten sind aus der Klinik jeweils in häusliche Quarantäne entlassen worden.

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