Vor allem jüngere Menschen im Kreis Fulda sind aktuell von Corona-Infektionen betroffen. (Symbolfoto)
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Vor allem jüngere Menschen im Kreis Fulda sind aktuell von Corona-Infektionen betroffen. (Symbolfoto)

Lage-Update

Corona-Inzidenz in Fulda sinkt deutlich: Mit 269,8 ist der Landkreis aber immer noch Spitzenreiter in Hessen

  • Leon Schmitt
    vonLeon Schmitt
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Laut Robert-Koch-Institut liegt die Inzidenz am Freitag im Landkreis Fulda bei 269,8. Der Wert sinkt also im Vergleich zu Donnerstag deutlich, da lag er noch bei 315,0.

Update vom 16. April, 7.51 Uhr: Die Sieben-Tages-Inzidenz im Landkreis Fulda ist am Freitag deutlich gesunken. Sie liegt laut Robert-Koch-Institut bei 269,8. Innerhalb eines Tages wurden 88 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus nachgewiesen. (Hier geht es zum News-Ticker für Fulda)

Update vom 15. April, 7.27 Uhr: Nach Informationen des Robert-Koch-Instituts liegt die Inzidenz im Landkreis Fulda am Donnerstagmorgen tatsächlich bei genau 315,0. 111 neue Fälle sind dem RKI gemeldet worden, insgesamt steigt die Zahl der Infizierten damit auf 10.874 seit Beginn der Corona-Pandemie. Fulda ist damit weiterhin Inzidenz-Spitzenreiter in Hessen.

Erstmeldung vom 14. April: Fulda - „Die Inzidenz im Landkreis Fulda wird am morgigen Donnerstag auf circa 315 steigen“, heißt es in einer Pressemitteilung, die der Kreis am Mittwochabend verschickt hat. Die Hälfte der Coronavirus-Infektionen der vergangenen Woche sei auf den Haushalt und das private Umfeld zurückzuführen, heißt es in der Mitteilung zur aktuellen Corona-Lage im Kreis Fulda. Demnach infizierten sich die Betroffenen in circa 15 Prozent der Fälle am Arbeitsplatz, bei einem Viertel der Infektionen lasse sich keine klare Quelle ermitteln. Ein aktueller Infektionsschwerpunkt liege in einer Reha-Klinik in Bad Salzschlirf mit derzeit insgesamt 24 positiv getesteten Patienten und Mitarbeitern.

In der vergangenen Woche sind dem Gesundheitsamt Fulda 570 Corona-Fälle übermittelt worden. „98 Prozent der Fälle sind auf die britische Virusvariante zurückzuführen“, berichtet der Landkreis. Die Fallzahlen pro Woche steigen damit weiter stetig an. In der 11. Kalenderwoche wurden 410 Fälle, in der 12. Woche 480 sowie in der 13. Kalenderwoche 500 Fälle gemeldet. Die höchste Krankheitslast ist nach den Kreis-Angaben derzeit in der Altersgruppe der 20- bis 40-Jährigen zu finden: „Dort lag der Inzidenzwert in der vergangenen Woche bereits bei 350.“ (Bleiben Sie mit dem Corona-Ticker für Fulda auf dem Laufenden.)

Corona in Fulda: Kreis rechnet mit weiter steigenden Inzidenz

Im Landkreis Fulda seien 30 Prozent der Intensivbetten durch Corona-Patienten belegt. Bei den Intensivplätzen, bei denen eine invasive Beatmung möglich ist (sogenannte High-Care-Betten), seien bereits 50 Prozent der Plätze von Corona-Patienten belegt. Die Altersstruktur der Hospitalisierungen hat sich laut dem Kreis Fulda in den letzten Monaten deutlich verändert: „Waren im Dezember 12 Prozent der Patienten unter 60 Jahre alt, sind heute fast 50 Prozent der hospitalisierten Patienten unter 60 Jahren.“

Die Positivquote des PCR-Testzentrums der Kassenärztlichen Vereinigung sei in der vergangenen Woche auf einen neuen Höchstwert von 40 Prozent gestiegen. „Dieser Wert lag in den ersten drei Wochen des Jahres bei circa 25 Prozent, fiel dann im Februar auf circa 15 Prozent ab und stieg seitdem wieder kontinuierlich an“, heißt es. In den letzten fünf Wochen wurden dort nach den Angaben des Landreises Fulda zwischen 650 und 1000 Patienten pro Woche getestet. (Lesen Sie auch: Fuldas Vize-Landrat lehnt Corona-Lockerungen vehement ab)

Video: Corona regional - Das Update für Hessen

An den Schnellteststellen im Landkreis Fulda seien in der vergangenen Woche insgesamt 15.000 Schnelltest durchgeführt worden. 130 davon seien positiv gewesen. Dies entspricht einer Positivquote von 0,8 Prozent. Diese hat sich in den letzten Wochen nicht verändert. Da der überwiegende Anteil der Schnelltests auch mit dem nachfolgenden PCR-Test bestätigt wird, machen die durch die Schnelltests entdeckten Infizierten inzwischen circa 20 Prozent der Gesamtanzahl der positiven Befunde aus. Insgesamt wurden seit Anfang März inzwischen 54.500 Schnelltests im Landkreis durchgeführt.

Auf zwei Dinge weist das Gesundheitsamt Fulda besonders hin, da sie immer wieder zu weiteren Corona-Infektionen führten: „Wer Symptome hat, muss zuhause bleiben. Gehen Sie auf keinen Fall zur Arbeit oder treffen Sie sich privat mit anderen Personen.“ Und: „Wer ein positives Testergebnis erhält – egal ob im PCR-Test oder im Schnelltest –, ist durch die Landesverordnung automatisch und mit sofortiger Wirkung quarantänisiert und hat sich unmittelbar zuhause abzusondern.“

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