Im Landkreis Fulda wurde die Warnstufe Orange erreicht.
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Im Landkreis Fulda wurde die Warnstufe Rot erreicht.

Warnstufe vier erreicht

Corona-Warnstufe Rot im Kreis Fulda: Inzidenz steigt sprunghaft an - Besuchsverbot am Klinikum

  • Rainer Ickler
    vonRainer Ickler
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  • Selina Eckstein
    Selina Eckstein
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Warnstufe Rot im Landkreis Fulda: Die 7-Tage-Inzidenz liegt nach Angabe des RKI am Mittwoch bei 114,7. Im Klinikum gilt wieder ein Besuchsverbot. Unter den neuen Corona-Fällen ist auch eine Familie, die in einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Wüstensachsen lebt.

Update 29. Oktober, 10.30 Uhr: Bleiben Sie auf dem Laufenden und erfahren alle Neuigkeiten zum Coronavirus in Fulda in unserem News-Ticker.

Update vom 28. Oktober, 7.43 Uhr: Für den Landkreis Fulda gab das Robert-Koch-Institut am Mittwoch eine 7-Tage-Inzidenz von 114,7 an. Damit steigt die Zahl im Landkreis weiter sprunghaft an, nachdem sie am Vortag bei 91,9 lag.

Update vom 27. Oktober, 7.48 Uhr: Laut RKI ist die 7-Tage-Inzidenz am Dienstag im Landkreis Fulda auf 91,9 gestiegen. Gleichzeigt wurden vom Landkreis Fulda die Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum weiter verschärft.

Update vom 26. Oktober, 8.37 Uhr: Nachdem die Zahl der Coronavirus-Infizierten im Landkreis Fulda bereits am Wochenende auf 82,2 gestiegen war, erreichte die Inzidenz am Montag den Wert 87,8. Gesundheitsdezernent Frederik Schmitt ist wegen der steigenden Corona-Zahlen besorgt und kündigte strengere Kontaktbeschränkung.

Alarmstufe Rot im Landkreis Fulda - Inzidenz steigt weiter an - Landkreis erlässt Allgemeinverfügung

Update, 17.58 Uhr: Wie erwartet hat der Landkreis Fulda am Freitag als Reaktion auf die steigenden Corona-Fallzahlen eine Allgemeinverfügung mit verschiedenen Maßnahmen erlassen. Unter anderem wird die Teilnehmerzahl bei privaten Feiern begrenzt. Und es gilt im öffentlichen Raum und in der Gastronomie ein Alkoholverbot zwischen 23 und 6 Uhr. Eine klassische Sperrstunde gibt es nicht.

Update vom 23. Oktober, 9.38 Uhr: Die Zahl der Corona-Fälle im Landkreis Fulda ist weiter gestiegen. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag vermeldet, liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 50,2. Damit erreicht der Landkreis Fulda die Warnstufe vier und somit Warnstufe Rot.

In den letzten sieben Tagen wurden im Landkreis 93 bestätigte Corona-Fälle gemeldet, teilte das Hessische Sozialministerium am Donnerstag mit. Ab dem heutigen Freitag tritt außerdem das Besuchsverbot am Klinikum Fulda in Kraft.

Corona-Regeln vom Land Hessen bei Warnstufe Rot (keine Allgemeinverfügung vom Landkreis Fulda)

Maskenpflicht: Bei öffentlichen Veranstaltungen, in öffentlichen Einrichtungen, bei Trauerfeierlichkeiten, in Kirchen und vergleichbaren Räumlichkeiten muss zusätzlich auch am eigenen Sitzplatz eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Für besonders belebte Straßen und Plätze ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung mindestens zu empfehlen. In ambulanten Pflegediensten und Werkstätten für Menschen mit Behinderung gilt Maskenpflicht.

Private Feiern in angemieteten oder öffentlichen Räumen: Höchstteilnehmerzahl von 10 Personen (oder 2 Hausständen).

Feiern in privaten Räumen: Höchstteilnehmerzahl von 10 Personen (oder zwei Hausständen) dringend empfohlen.

Sperrstunde und Verbot von Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit: Für gastronomische Einrichtungen und Vergnügungsstätten ist eine Schließung von 23 bis 6 Uhr festzulegen. Der Konsum im öffentlichen Raum und die Abgabe von Alkohol zum Sofortverzehr ist zwischen 23 und 6 Uhr verboten.

Öffentliche Veranstaltungen: In der Regel nicht mehr als 100 Teilnehmende. Bereits erteilte darüberhinausgehende Genehmigungen sind zu überprüfen und ggf. zu widerrufen. Ausnahmen bedürfen eines mit dem zuständigen Gesundheitsamt abgestimmten Hygienekonzeptes.

Ordnungsämter: Fokussierung der Tätigkeit der Ordnungsämter hinsichtlich der Einhaltung der Maßnahmen.

Update vom 22. Oktober, 9.41 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat 769 Corona-Fälle für den Landkreis Fulda gemeldet (Stand: 22. Oktober, 0 Uhr). Die 7-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zu Mittwoch von 35,9 auf 41,7 gestiegen. Unter den neuen Fällen sind auch vier Personen, die in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Wüstensachsen leben und nun positiv auf Covid-19 getestet worden sind. Es handelt sich um eine Familie. Darunter ist auch ein Kind, das den Kindergarten in Wüstensachsen besucht. Deshalb ist die Kita-Gruppe, in der das Kind betreut wird, vorerst geschlossen worden.

Coronavirus im Landkreis Fulda: Inzidenz steigt weiter an - Kita-Gruppe in Wüstensachsen in Quarantäne

Die 20 Jungen und Mädchen sowie die beiden Erzieherinnen sind nun in Quarantäne und werden getestet. Dies berichtete der Ehrenberger Bürgermeister Peter Kirchner (parteiunabhängig) am Mittwoch. Die anderen Kindergartengruppen bleiben offen. Denn es sei im Vorfeld ein Sicherheits- und Hygienekonzept erarbeitet worden: Demnach gibt es feste Gruppen mit festen Erzieherinnen in der Einrichtung, um so die Kontakte untereinander so gering wie möglich zu halten. Dies habe sich bereits im Juli bewährt, als ein Kind positiv getestet worden war.

In dieser Unterkunft lebt die Familie, die jetzt positiv getestet worden ist

Getestet werden nun auch die anderen 75 Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft in Wüstensachsen, und sie kommen in Quarantäne, erklärt das Landratsamt.

Besuchsverbot am Klinikum Fulda ab Freitag wegen steigender Corona-Zahlen

Das Klinikum Fulda hat unterdessen ein Besuchsverbot angekündigt, das am Freitag in Kraft tritt. Wie bereits im März und April dieses Jahres sind damit Krankenbesuche nicht mehr möglich. „Das neue Besuchsverbot ist vor dem Hintergrund der steigenden Infektionszahlen und im Interesse der Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten leider unvermeidlich. Dafür bitten wir um Verständnis“, so Barbara Froese, Pressesprecherin des Klinikums Fulda. Das Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda und die Helios Klinik hingegen bleiben bei ihrer bestehenden Regelung und Besuche sind weiterhin möglich.

Update vom 21. Oktober, 18.13 Uhr: „Die Lage hat sich in den vergangenen Tagen gänzlich verändert. Wir gehen gegenwärtig davon aus, dass wir mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Ende der Woche den Inzidenzwert von 50 erreichen oder sogar überschreiten“, erklärt Landrat Bernd Woide (CDU) in einer Pressemitteilung. Dies erfordere entsprechende Maßnahmen, die der Landkreis vorbereite und die den ganzen Landkreis betreffen werden.

„Die Verbreitung des Virus lässt sich nicht mehr auf lokale Spots reduzieren, wie es sich noch im März/April dargestellt hat. Im Gegenteil. Aktuell ist das Infektionsgeschehen im Landkreis Fulda – wie auch in Hessen und deutschlandweit – diffus: Die heute erfassten 21 neuen Infektionsfälle sind über den Kreis verteilt. Darunter sind verschiedene Einrichtungen, Reiserückkehrer, Familien und Fälle, die auf private Feiern zurückgehen“, sagte Woide.

Der Landkreis werde eine Allgemeinverfügung auf der Basis des Präventions- und Eskalationskonzeptes der Hessischen Landesregierung vorbereiten, die mit dem Krisenstab abgestimmt wird. „Darüber hinaus bleibt es in der derzeitigen Lage wichtiger denn je, dass jede und jeder Einzelne aufgerufen ist, ein Höchstmaß an Eigenverantwortung zu zeigen. Jeder Kontakt, der nicht notwendig ist, im privaten Bereich, in Vereinen und in Verbänden, sollte unterbleiben. Jetzt ist nicht die Zeit für Egoismus. Jetzt ist die Zeit, um zusammenzuhalten.“

Warnstufe Orange: Inzidenz im Landkreis Fulda liegt bei 35,9

Erstmeldung vom 21. Oktober, 15.46 Uhr: Landkreis Fulda - Die 7-Tage-Inzidenz liegt im Landkreis Fulda bei 35,9 (Stand: 21. Oktober, 12.10 Uhr). Das teilte der Landkreis auf seiner Webseite mit. Die Zahl derer, die aktuell mit dem Coronavirus infiziert sind, liegt bei 108. Außerdem befinden sich derzeit 410 Menschen in Quarantäne und 632 Menschen gelten als genesen. Nach einer Sars-CoV-2-Infektion sind zudem 17 Personen gestorben. Trotz der steigenden Corona-Zahlen seien die Krankenhäuser in Osthessen gut auf die aktuelle Situation vorbereitet.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung (Corona-News-Ticker für Hessen) herrscht somit im Landkreis Fulda die Warnstufe Orange. Folgt man den Empfehlungen und Vorgaben des Landes, bedeutet das für öffentliche Veranstaltungen, dass nicht mehr als 150 Teilnehmende dabei sein dürfen. Ausnahmen müssen vom Gesundheitsamt unter Anwendung eines Hygienekonzepts genehmigt werden. Somit kann es passieren, dass Genehmigungen für Veranstaltungen vom Gesundheitsamt in Fulda neu überprüft und gegebenenfalls widerrufen werden müssen.

Corona im Landkreis Fulda: Warnstufe Orange erreicht - Personenzahl für private Feiern wird wohl begrenzt

Neben den Änderungen für öffentliche Veranstaltungen wird - wenn eine entsprechende Verfügung in Kraft tritt - die Verpflichtung zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes ausgeweitet auf Freizeitparks, überall außerhalb des eigenen Sitzplatzes bei öffentlichen Veranstaltungen, in der Gastronomie sowie in Kirchen. Patientinnen und Patienten müssen bei einem Transport eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

In Bezug auf private Feiern in angemieteten oder öffentlichen Räumen gilt die Höchstteilnehmerzahl von 25 Personen (oder zwei Hausständen). Für Feiern in privaten Räume wird empfohlen, dass sich höchstens 15 Personen (oder zwei Hausstände) treffen dürfen. Gleichzeitig wird eine Sperrstunde von 23 bis 6 Uhr empfohlen. Zusätzlich kann es verstärkt zu Kontrollen der Ordnungsämter hinsichtlich der Einhaltung der Corona-Maßnahmen geben. Unterdessen berichten viele Ladenbesitzer wieder vermehrt von Hamsterkäufen.

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