Auch Verstöße gegen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung werden geahndet. (Symbolbild)
+
Auch Verstöße gegen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung werden geahndet. (Symbolbild)

Seit Pandemie-Beginn

So viel haben der Landkreis Fulda und der Main-Kinzig-Kreis von Corona-Sündern bereits kassiert

  • Daniela Petersen
    vonDaniela Petersen
    schließen

Am Wochenende haben Polizeibeamte eine wilde Party in Offenbach aufgelöst. 30 Leute feierten Geburtstag und haben dabei gegen die Corona-Verordnung verstoßen. Auch in der Region wurden bereits einige Bußgelder verhängt. 

Region - Höchstens fünf Erwachsene dürfen sich treffen – fünf Erwachsene aus maximal zwei Haushalten. Diese Regelung, die Bund und Länder beschlossen haben, gilt seit Anfang November. Bereits im Frühjahr gab es Vorgaben, die persönliche Kontakte runterfahren sollten. Nicht jeder hält sich daran. Der Teil-Lockdown im Kampf gegen das Coronavirus wurde in Hessen sogar bis zum 10. Januar verlängert. 

„Der Aufenthalt im öffentlichen Raum mit mehr als der erlaubten Anzahl von Personen beziehungsweise Hausständen, machte die Mehrzahl der Buß- und Verwarngelder aus“, heißt es aus der Pressestelle des Landkreises Fulda. Auch Verstöße gegen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung seien geahndet worden, ebenso wie Fälle, bei denen die Hygienevorgaben beim Anbieten von Speisen und Getränken missachtet wurden.

Landkreis Fulda hat seit Beginn der Pandemie 40.000 Euro von Corona-Sündern kassiert

„Seit Beginn der Pandemie wurden insgesamt 183 Bußgelder und 64 Verwarngelder festgesetzt. Die Summe der verhängten Geldbußen und Verwarngelder liegt bei rund 40.000 Euro“, erklärt der Landkreis Fulda.

Im Main-Kinzig-Kreis wurden 1360 Bußgeldbescheide erstellt. „Dabei geht es überwiegend um Verstöße gegen die Anordnungen der Kontaktbeschränkungen, Abstandsregeln sowie Auflagen im gewerblichen Bereich“, erklärt John K. Mewes von der Pressestelle des Main-Kinzig-Kreises.

„Über die Höhe der Strafen und die lokale Verteilung gibt es keine schnell zugänglichen statistischen Erhebungen.“ Der Durchschnittsbetrag liege bei etwa 200 Euro. „Das macht in der Summe rund 272.000 Euro. Davon ist gut die Hälfte auch bereits beglichen“, sagt Mewes.

Strafen

Wer gegen die Pflicht verstößt, in bestimmten Bereichen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, der muss mit einer Geldstrafe in Höhe von 50 bis 200 Euro rechnen.

Wer ohne Genehmigung eine Veranstaltung mit zu vielen Gästen durchführt, bei der die Abstands- und Hygieneregeln nicht eingehalten werden, dem droht eine Strafe von 500 bis 1000 Euro.

Die Gäste einer solchen Veranstaltung können mit einer Geldstrafe in Höhe von 200 Euro belangt werden.

Pressestelle Main-Kinzig-Kreis: 1360 Bußgeldbescheide erstellt

Nach dem Infektionsschutzgesetz sind die Gesundheitsbehörden der Landkreise sowie die örtlichen Ordnungsbehörden zuständig, wenn sich Personen nicht an die Corona-Maßnahmen halten. „Aber auch die Polizei kann im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags zur Gefahrenabwehr eigenständig tätig werden“, erklärt Dominik Möller von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Osthessen.

„Polizeilich wurden in unserem Zuständigkeitsbereich seit März rund 340 Fälle registriert, die Ordnungswidrigkeitsverfahren zur Folge hatten. Diese werden dem Kreisausschuss des jeweiligen Landkreises als zuständige Verfolgungsbehörde durch die Polizei übermittelt“, ergänzt Möller. Das Polizeipräsidium ist für die Landkreise Fulda, Bad-Hersfeld und den Vogelsberg zuständig.

Regeln

Maskenpflicht gilt in Hessen seit dem 27. April, am 2. November wurde sie verschärft. Eine Mund-Nasen-Bedeckung muss in folgenden Verkehrssituationen getragen werden:

... in Fahrzeugen des öffentlichen Personennah- und -fernverkehrs, des Gelegenheitsverkehrs, des freigestellten Schülerverkehrs, in Bürgerbussen, in Passagierflugzeugen, auf Passagierschiffen und -fähren

...sowie auf Bahnsteigen, an Haltestellen und in Zugangs- und Stationsgebäuden der vorgenannten Verkehrsmittel. So heißt es in der Verordnung der Landesregierung.

Verstöße gegen die Maskenpflicht sind mit einem Bußgeld von 50 Euro belegt. Zuständig sind die Ordnungsbehörden der Kommunen.

Ausnahmen gelten für Kinder unter sechs Jahre; für Reisende, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können, und während dem Verzehr von Speisen und Getränken.

Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen würden während der üblichen Streifenfahrten festgestellt werden, vereinzelt gebe es aber auch Bürger, die der Polizei einen Verstoß mitteilen. „Eine Häufung von Meldungen ohne rechtliche Relevanz konnte in Osthessen bislang aber nicht festgestellt werden“, betont Möller.

Das könnte Sie auch interessieren